Diplomarbeit, 2021
38 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. Kommunikation
2.1.1. Verbale Kommunikation
2.1.2. Paraverbale/koverbale Kommunikation
2.1.3. Kommunikationsmodelle/Kommunikationstheorien
2.1.3.1 Sender - Empfänger Modell nach Shannon & Weaver
2.1.3.2 Die 5 Axiome der Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick
2.1.3.3 Die vier Seiten einer Nachricht nach Schulz von Thun
2.1.3.3.1 Die vier Seiten der Nachricht: „die vier Schnäbel“
2.1.3.3.2 Die vier Seiten der Nachricht: „die vier Ohren“
2.2. Nonverbale Kommunikation
2.2.1. Funktionen nonverbaler Kommunikation
2.2.2. Bewusste und unbewusste nonverbale Signale
2.2.3. Kongruente und inkongruente Nachrichten
2.2.3.1 Definition
2.2.4. Haptische Signale
2.2.5. Körpersprache
2.2.5.1 Gesten
2.2.5.1.1 Illustratoren, Embleme, Adaptoren, Regulatoren, affektive Gesten
2.2.5.1.2 Iconics, Metaphorics, Beats, Cohesives, Deictics
2.2.5.1.3 Die sechs Basisemotionen nach Paul Ekman
2.2.5.2 Kopfbewegungen
2.2.5.3 Körperhaltung
2.2.5.4 Augenkontakt und Blickkontakt
2.2.5.5 Gesichtsausdruck
2.2.6. Proxemik
2.2.6.1 Interpersonelle Distanz
2.2.7. Physische Charakteristika
2.3. 55-38-7-Regel
2.4. Beeinflussung der Reaktion auf eine Botschaft durch NV Signale
3. Resümee
3.1. Zusammenfassung der Ergebnisse
3.2. Stellungnahme
Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit besteht darin, den Einfluss nonverbaler Signale auf die menschliche Kommunikation zu analysieren und zu verdeutlichen, wie maßgeblich diese Signale die Interpretation von Botschaften und das Sozialverhalten steuern.
2.2.5.1.1 Illustratoren, Embleme, Adaptoren, Regulatoren, affektive Gesten
Gesten werden in vier Gruppen unterschieden: in Illustratoren, Embleme, Adaptoren, Regulatoren und affektive Gesten.
Von Illustratoren (Unterstreichungsgesten) wird gesprochen, wenn die Geste sprachbegleitend stattfindet und die Sprache nicht komplett ersetzt. Wird bei einem Gespräch mit der Faust auf den Tisch geschlagen und dabei wütende Worte gerufen, sind dies Illustratoren. (vgl. Argyle, 2013, S. 75; Ekman & Friesen, 1969)
Embleme sind nonverbale Signale, die die Sprache komplett ersetzen können. Wenn applaudiert wird statt einem ausgesprochenen Lob, ist das ein Embleme.
Adaptoren laufen automatisch ab zum Bsp. ein Kratzen am Kopf, weil man unsicher ist.
Regulatoren sind Gesten, die deinem Gegenüber eindeutiges Feedback zum Gespräch liefern. Der Empfänger kann durch diese Art der Gesten Desinteresse oder steigerndes Interesse dem Sender signalisieren. Sie geben dem Sender zum Bsp. Bescheid, ob etwas wiederholt werden soll oder ob schneller oder langsamer gesprochen werden soll. Der Sender bekommt Feedback, ob er noch warten oder jetzt reden soll. Ebenso kann der Sender durch Regulatoren Spannungsbögen aufbauen und auf die Wichtigkeit einzelner Worte hinweisen. Die meisten Regulatoren sind nicht losgelöst von den verbalen Botschaften.
Affektive Gesten sagen etwas über die derzeitige emotionale Verfassung des Sprechers aus. Sie sind nicht eng an die verbale Botschaft gekoppelt und sind meist unbewusst und passieren aus dem Affekt. Sie widerspiegeln echte Gefühle und können nur schwer bewusst kontrolliert werden. Diese Gesten reichen von Distanzverhalten zum Gesprächspartner bis hin zu Mikroexpressionen im Gesicht. (vgl. Ekman & Friesen, 1969)
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung nonverbaler Signale ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss dieser Signale auf die Kommunikation darzustellen.
2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert theoretische Grundlagen menschlicher Kommunikation, analysiert verschiedene Kommunikationsmodelle und bietet einen detaillierten Einblick in unterschiedliche Bereiche der nonverbalen Kommunikation.
3. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Literaturrecherche zusammen und bietet eine persönliche Stellungnahme der Autorin zur Bedeutung und Manipulation von nonverbalen Signalen.
Nonverbale Kommunikation, NVK, Kommunikationstheorien, Paul Watzlawick, Schulz von Thun, Körpersprache, Gestik, Mimik, 55-38-7-Regel, Albert Mehrabian, Interpersonelle Distanz, Proxemik, Kongruenz, Emotionen, Ausdrucksfunktion.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der zentralen Rolle der nonverbalen Kommunikation und deren Einfluss auf zwischenmenschliche Interaktionen.
Die zentralen Themen umfassen Kommunikationstheorien, die spezifischen Formen der nonverbalen Kommunikation (wie Gestik, Mimik und Nähe) sowie die Wirkung von Körpersprache auf unser Umfeld.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie stark nonverbale Signale die Kommunikation beeinflussen und inwieweit diese für ein erfolgreiches Verständnis einer Botschaft unerlässlich sind.
Die Diplomarbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, in der bestehende Studien, Fachartikel und Fachliteratur zum Thema Kommunikation zusammengefasst und strukturiert ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, wie die Modelle von Watzlawick und Schulz von Thun, sowie eine vertiefende Analyse nonverbaler Aspekte wie Haptik, Gesten, Distanzzonen und die 55-38-7-Regel von Mehrabian.
Wichtige Begriffe, die die Arbeit prägen, sind unter anderem Kongruenz, Inkonkruenz, nonverbale Signale, Körpersprache, Kommunikationsquadrat und interpersonelle Distanz.
Die Regel verdeutlicht, dass ein Großteil der Kommunikation (55%) auf Körpersprache basiert, während der inhaltliche Text nur einen geringen Teil (7%) der Wirkung auf den Empfänger einnimmt.
Wie durch Studien zu Schmerzpatienten belegt, beeinflusst eine positive nonverbale Haltung des medizinischen Personals (lächeln, Augenkontakt) das Sicherheitsempfinden der Patienten und kann sogar die wahrgenommene Schmerzintensität reduzieren.
Das Tragen von Masken erschwert das Lesen grundlegender Gesichtsmimik erheblich, wodurch ein essentieller Teil der nonverbalen Interaktion blockiert wird, was oft zu Fehlinterpretationen führt.
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