Diplomarbeit, 2000
73 Seiten, Note: 1,0
A. Einführung
1. Problemstellung
2. Ziele und Aufbau der Arbeit
B. Relevante Aspekte einer internationalen Standortwahl
1. Begriffsdefinition - Internationale Standortwahl
2. Die Globalisierung der deutsche Automobilindustrie
3. Die Bedeutung Südamerikas für die deutsche Automobilindustrie
C. Determinanten der internationalen Standortwahl (am Beispiel Brasilien)
1. Formen, Arten und Motive einer Auslandsinvestition
1.1. Formen der Investition
1.1.1. Joint Venture
1.1.2. Akquisition
1.1.3. Neugründung
1.2. Branchenspezifische Art der Investition
1.2.1. Repräsentanz
1.2.2. Vertriebsgesellschaft
1.2.3. Verbundfertigung
1.2.4. Montage
1.2.5. Produktion
1.3. Motive einer Direktinvestition
2. Standortfaktoren
2.1. Unternehmensexterne Standortfaktoren
2.1.1. Wirtschaftliche Standortbedingungen
2.1.1.1. Absatzmarkt/Allg. Geschäfts- u. Lebensbedingungen
2.1.1.2. Wettbewerb- / Konkurrenzsituation
2.1.1.3. Investitionsklima in wirtschaftlicher Sicht
2.1.1.4. Infrastruktur
2.1.1.4.1. Telekommunikation
2.1.1.4.2. Energiewirtschaft
2.1.1.4.3. Transport und Verkehr
2.1.1.4.4. Grundstückskosten für Industrieanlagen
2.1.1.5. Arbeitsmarkt
2.1.1.5.1. Lohnniveau
2.1.1.5.2. Arbeitslosigkeit, Gewerkschaften
2.1.1.5.3. Ausbildungsstand
2.1.1.6. Inflation
2.1.2. Politische Standortbedingungen
2.1.2.1. Steuerrecht
2.1.2.1.1. Bundessteuern
2.1.2.1.2. Ländersteuern
2.1.2.1.3. Gemeindesteuern
2.1.2.2. Institutionelle Marktbarrieren
2.1.2.3. Wirtschaftsförderung
2.1.2.4. Politisches Risiko
2.1.2.4.1. Staatsverschuldung
2.1.2.4.2. Kontinuität der Wirtschaftspolitik
2.1.2.4.3. Politisches System
2.1.3. Rechtliche Faktoren
2.1.3.1. Rechtssystem
2.1.3.2. Gesetzgebung für Direktinvestitionen
2.1.4. Sonstige Standortbedingungen
2.1.4.1. Kulturelle / Soziale Bedingungen
2.1.4.1.1. Kulturelle Affinitität zwischen Gastland und Unternehmen
2.1.4.1.2. Mentalitätsunterschiede
2.1.4.1.3. Religionsunterschiede
2.1.4.1.4. Sprachunterschiede
2.1.4.2. Geografische Bedingungen
2.1.4.2.1.1. Topografie
2.1.4.2.1.2. Klima
2.2. Unternehmensinterne Standortfaktoren
D. Die grundsätzlichen Phasen einer internationalen Standortbestimmung
1. Überblick über den Ablauf einer Standortwahl
2. Die Initiativphase
3. Die Konzeptphase
4. Die Bewertungsphase
4.1. Das Scanning (Ländervorauswahl)
4.2. Die Makroanalyse (Grobanalyse)
4.2.1. Die Ermittlung von Auswahlkriterien
4.2.1.1. Volkswirtschaftliche Kriterien
4.2.1.2. Betriebswirtschaftliche Kriterien
4.2.2. Die Informationsbeschaffung
4.2.3. Die Informationsverarbeitung / Grobauswahl
4.3. Die Mikroanalyse (Feinanalyse)
5. Die Entscheidungsphase
6. Zusammenfassung
E. Fazit
Die Arbeit analysiert den komplexen Prozess der internationalen Standortwahl unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen mittelständischer deutscher Unternehmen aus der Automobilzulieferindustrie. Dabei steht die systematische Untersuchung von Standortfaktoren am Beispiel Brasilien im Zentrum, um ein fundiertes Entscheidungsmodell für Investitionen in Schwellenländern zu entwickeln.
C.1.1.1. Das Joint Venture
Mit einem Joint Venture wird wörtlich übersetzt ein „gemeinsames Wagnis/Risiko“ bezeichnet. Bei näherer Betrachtung ergibt sich die Definition, dass ein JV vorliegt, wenn mindestens zwei wirtschaftlich und rechtlich voneinander unabhängige Partner ein Bündnis eingehen. Dieses bezieht sich sowohl auf die Führungsverantwortung, als auch das finanzielle Risiko.
Charakteristische Eigenschaften von Joint Ventures sind:
- eine Risikoverteilung unter den Partnern
- eine geteilte Verantwortung
- die Partner behalten ihre eigene Unternehmensidentität
- ein kontinuierlicher Wissens- und Finanztransfer
- das Projekt ist unteilbar.
Joint Ventures werden in ihrer Form im Wesentlichen nach Rechtsstatus und Beteiligungsverhältnis unterschieden.
Beim Rechtsstatus werden Gemeinschaftsunternehmen ohne, oder mit Staatsbeteiligung unterschieden. Bei einer staatlichen Beteiligung spricht man von so genannten „mixed ventures“ (gemischten Gesellschaften).
A. Einführung: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Globalisierung und Definition der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
B. Relevante Aspekte einer internationalen Standortwahl: Theoretische Grundlagen zum Begriff der Standortwahl sowie Analyse der Globalisierungstendenzen in der Automobilindustrie und der Bedeutung des südamerikanischen Marktes.
C. Determinanten der internationalen Standortwahl (am Beispiel Brasilien): Umfassende Untersuchung der Investitionsformen, Standortfaktoren und der spezifischen Rahmenbedingungen für den Standort Brasilien.
D. Die grundsätzlichen Phasen einer internationalen Standortbestimmung: Beschreibung eines systematischen Prozessmodells für die Standortentscheidung, unterteilt in Initiativ-, Konzept-, Bewertungs- und Entscheidungsphase.
E. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfragen zur Standortstrategie mittelständischer Unternehmen.
Standortwahl, Direktinvestition, Automobilzulieferindustrie, Brasilien, Globalisierung, Joint Venture, Markterschließung, Standortfaktoren, Investitionsklima, Wettbewerbssituation, Wirtschaftsraum, Makroanalyse, Mikroanalyse, Unternehmensstrategie, Schwellenländer
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen und Prozessen, denen sich ein mittelständisches Unternehmen der Automobilzulieferindustrie bei der Entscheidung für einen internationalen Produktionsstandort gegenüber sieht, wobei Brasilien als konkretes Praxisbeispiel dient.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der internationalen Standortwahl, die Analyse der verschiedenen Investitionsformen sowie eine detaillierte Betrachtung der ökonomischen, politischen, rechtlichen und kulturellen Rahmenbedingungen in Brasilien.
Das Ziel ist es, die Kerninhalte einer internationalen Standortwahl herauszuarbeiten und ein strukturiertes Phasenmodell für den Entscheidungsprozess zu entwickeln, das Unternehmen als Hilfestellung für Investitionen in Schwellenländern dienen kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf die Anwendung von Methoden wie der Profil- und K.o.-Kriterien-Analyse zur Evaluierung von Standortalternativen, ergänzt durch empirische Daten und Statistiken zum brasilianischen Markt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Determinanten (wie Investitionsformen und Standortfaktoren) sowie in die Herleitung des Standortentscheidungsprozesses (Scanning, Makroanalyse und Mikroanalyse).
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Standortentscheidung, Direktinvestition, Automobilzulieferung, Brasilien, Globalisierung und Marktanalyse definieren.
Der Autor sieht in Brasilien einen vielversprechenden Markt mit hohem Wachstumspotenzial, betont jedoch die Notwendigkeit, sich aufgrund der kulturellen und rechtlichen Besonderheiten sowie hoher politischer und wirtschaftlicher Dynamik gründlich auf das Engagement vorzubereiten.
Diese Differenzierung erlaubt es, zunächst eine große Anzahl von Ländern durch Grobanalysen (Makro) einzugrenzen, um anschließend mit hohem Zeit- und Ressourcenaufwand (Mikro) eine tiefgehende Feinanalyse für wenige verbleibende Kandidaten durchzuführen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

