Magisterarbeit, 2008
87 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2. Angst aus soziologischer Sicht
2.1 (Un-) Sicherheit aus soziologischer Sicht
2.2 Die Entwicklung von Risiko in der Gesellschaft
3 Angst, Unsicherheit, Risiko. Der Wandel zur Sicherheitsgesellschaft.
4. Der mediale Einfluss auf die Wirklichkeitskonstruktion der Sicherheitsgesellschaft.
4.1 Mediale Wirkungsmodelle
4.2 Angst, Risiko – Die mediale Konstruktion von Unsicherheit
4.3 Medien und Terrorismus. Empirische Studien zur Verunsicherung der Bevölkerung
5. Terrorismus, Macht und Medien
5.1 Ursachen, Motive für Terrorismus
5.2 Terrorismus als Kommunikationsstrategie
5.3 Die symbiotische Beziehung zwischen dem Terrorismus und den Medien.
5.4 Propaganda, Terrorismus und Medien. Die Konstruktion der globalen Unsicherheit
6 Fazit
Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Konstruktion von Unsicherheit unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Massenmedien und des internationalen Terrorismus. Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen terroristischen Aktionen, medialer Berichterstattung und der daraus resultierenden Wahrnehmung von Bedrohungsszenarien in modernen Gesellschaften zu analysieren.
2. Angst aus soziologischer Sicht
„Angst“ ist seit Sören Kierkegaard der Ausdruck für beim Individuum auftretende Gefühle, die seine „normale“ Befindlichkeit stören oder völlig aufheben. Sie können psychisch oder entwicklungspsychologisch bedingt sein, immer haben sie eine gewisse Orientierung an der Zukunft: man hat Angst, man fürchtet sich vor etwas, das kommen kann, kommt, oder kommen wird. Angst ist der auf ein Objekt, eine Person oder eine Sache gerichtete Ausdruck, welcher das Handeln lähmen und Aktivitäten behindern kann. Bevor jedoch ein solcher Zustand erreicht ist, wirken Angst oder Furcht aktivierend, als sie mindestens zum Nachdenken, wie die entstandene Situation behoben werden kann, anregen.
Des Weiteren soll nun von Angst und Furcht gesprochen werden, soweit sie durch die Gesellschaft hervorgerufen werden. Da Angst das Verhalten der Menschen beeinflusst, hat ihre Behandlung einen gewichtigen Platz in der Soziologie, die sich besonders mit den Verhaltensweisen des Menschen befasst (vgl. Wiesbrock 1967: 135). Obwohl es angeborene und infolgedessen persistierende Furchtreaktionen gibt, darf man den größten Teil des Angstverhaltens als abhängig von bestimmten sozialen und kulturellen Entwicklungsbedingungen, in Form von den Erziehungsmethoden der jeweiligen gesellschaftlichen Gruppen ansehen (vgl. Mühle 1967: 223). Es handelt sich dabei um einen Sozialisationsprozess, der sich der Angst als eines stimulierenden und motivierenden Faktors bedient.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem gesellschaftlichen Umgang mit Angst, Unsicherheit und Risiko sowie dem Anteil der Medien an der Wahrnehmung dieser Phänomene im Kontext des internationalen Terrorismus dar.
2. Angst aus soziologischer Sicht: Das Kapitel beleuchtet den Begriff der Angst soziologisch, diskutiert die (Un-)Sicherheit als Handlungsproblem und analysiert die historische Entwicklung des Risikobegriffs als Resultat eines subjektzentrierten Weltbildes.
3 Angst, Unsicherheit, Risiko. Der Wandel zur Sicherheitsgesellschaft.: Hier wird der Wandel zur Sicherheitsgesellschaft als Folge ökonomischer, politischer und soziokultureller Transformationsprozesse der Postmoderne beschrieben, die zu einem Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle führen.
4. Der mediale Einfluss auf die Wirklichkeitskonstruktion der Sicherheitsgesellschaft.: Dieses Kapitel untersucht, wie Medien durch Selektion und Agenda-Setting die Wirklichkeitswahrnehmung beeinflussen und zur Konstruktion von Unsicherheit beitragen.
5. Terrorismus, Macht und Medien: Der Abschnitt analysiert den Terrorismus als eine Form der Kommunikationsstrategie, die eine symbiotische Beziehung mit den Medien eingeht, um durch gezielte Schockeffekte Aufmerksamkeit und Angst zu erzeugen.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Unsicherheit und Risiken in der modernen Gesellschaft sozial konstruiert sind und maßgeblich durch das Zusammenspiel von Politik, Medien und Terrorismus beeinflusst werden.
Angst, Unsicherheit, Risiko, Sicherheitsgesellschaft, Massenmedien, Terrorismus, soziale Konstruktion, Wirklichkeitskonstruktion, Risikowahrnehmung, Kommunikation, Kontingenz, Macht, Agenda-Setting, Kultivierungsanalyse, Globalisierung.
Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse der gesellschaftlichen Konstruktion von Angst, Unsicherheit und Risiko im Kontext der modernen Mediengesellschaft und des internationalen Terrorismus.
Zentrale Themen sind die soziologische Fundierung von Angst, der Wandel hin zur sogenannten Sicherheitsgesellschaft, die Medienwirkung auf die gesellschaftliche Wahrnehmung sowie die symbiotische Beziehung zwischen Terrorismus und Massenmedien.
Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen terroristischen Handlungen und der medialen Berichterstattung aufzuzeigen und zu verstehen, wie dadurch gefühlte Bedrohungsszenarien in der Bevölkerung erzeugt oder stabilisiert werden.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien zur Risikowahrnehmung und Medienberichterstattung im zeitlichen Verlauf.
Der Hauptteil gliedert sich in eine soziologische Verortung von Angst und Risiko, die Darstellung des Wandels zur Sicherheitsgesellschaft, die Analyse medialer Wirkungsmodelle sowie die detaillierte Untersuchung der Kommunikationsstrategien des Terrorismus.
Wesentliche Begriffe sind soziale Konstruktion, Erwartungssicherheit, Agenda-Setting, Verfügbarkeitsheuristik und das symbiotische Verhältnis von Medien und Terrorismus.
Die Arbeit stützt sich auf die Kultivierungsanalyse und zeigt auf, dass ein überdurchschnittlicher Fernsehkonsum dazu führt, dass soziale Realität durch die mediale Brille wahrgenommen wird, was oft zu einer Überschätzung von Gewaltdelikten und Risiken führt.
Terroristische Anschläge werden als „Theater“ inszeniert, um maximale mediale Aufmerksamkeit zu erlangen, die den Terroristen als „Sauerstoff“ dient, um durch Angst und Schrecken politische Ziele zu verfolgen oder den Staat herauszufordern.
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