Bachelorarbeit, 2021
65 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Material und Methoden
3. Kontextbezogene Begrifflichkeiten
4. Gegenwärtiger Entwicklungsstand in Deutschland
5. Theoretischer Bezugsrahmen
5.1 Ethische Standards
5.2 Vorgaben des Datenschutzes
5.3 Rechtliche Anforderungen an eine Einwilligung
5.4 Informed Consent – Broad Consent
5.5 Management im Kontext Consentmanagement
6. Analyse: Status Quo an der UMG und im UMG-MeDIC
6.1 Skizzierung der UMG-Strukturen und des UMG-MeDIC
6.2 Verwendete Consente und Verfahren
6.2.1 UMG-spezifischer Broad Consent (UMG-BC)
6.2.2 HiGHmed-Use-Cases-Consente und studienspezifische Consente
6.2.3 Widerruf und Löschung
6.2.4 Technische Umsetzung
6.3 Kritische Würdigung
7. Praxistransfer: Konzeption eines Consentmanagement
7.1 Management
7.1.1 Kooperatives Handeln als Werkzeug der normativen Ebene
7.1.2 Weiterbildung und Evaluation als Werkzeuge der strategischen Ebene
7.1.3 Prozessmanagement als Werkzeug der operativen Ebene
7.2 Kernprozesse
7.2.1 Informations- und Erhebungsprozess
7.2.2 Technisch gestütztes Consentmanagement
7.2.3 Widerrufprozess – organisatorische und technische Anforderungen
7.2.4 Löschungsprozess – organisatorische und technische Anforderungen
7.2.5 Consentprüfung – organisatorische und technische Anforderungen
7.3 Unterstützungsprozesse
7.3.1 Öffentlichkeitsarbeit/Broad Consent
7.3.2 Abstimmungsprozess Versorgung/ Information und Erhebung des Consent
7.3.3 Abstimmungsprozess G3-7/ Consent-Template
7.4 Evaluation
8. Fazit und Ausblick
9. Literaturverzeichnis
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines Konzepts für das Consentmanagement (Einwilligungsmanagement) am Universitätsmedizin Göttingen (UMG) bzw. dem Medizinischen Datenintegrationszentrum (UMG-MeDIC), um eine regelkonforme Nachnutzung von Routinedaten aus der Versorgung für wissenschaftliche Zwecke zu ermöglichen. Im Fokus steht dabei die organisatorische und technische Implementierung des Broad Consent der Medizininformatik-Initiative (MII).
Kooperatives Handeln als Werkzeug der normativen Ebene
Die theoretischen Betrachtungen zum Management (Kapitel 5.5) lassen sich auf die UMG, das UMG-MeDIC und das Consentmanagement wie folgt übertragen:
Dem soziotechnischen System entspricht zum einen die UMG mit dem strategischen Ziel, Krankenversorgung und Forschung kontinuierlich zu optimieren und Maßnahmen zu treffen, auch wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit der Etablierung des MeDICs für eine standardisierte Nachnutzung von Versorgungsdaten für medizinische Forschungszwecke sollte die Umsetzung des strategischen Ziels der UMG unterstützt werden. Die flächendeckende Implementierung des MII-Broad Consent würde somit zum strategischen Teilziel werden.
Als soziotechnisches System kann aber auch das UMG-MeDIC gefasst werden mit dem strategischen Ziel, unter Beachtung datenschutzrechtlicher Vorgaben und ethischer Standards eine Infrastruktur aufzubauen und zu betreiben, welche vernetzte Forschung lokal sowie sektoral- und systemübergreifend durch die Nachnutzung von Versorgungsdaten ermöglicht. Das MeDIC wäre damit Bindeglied zwischen den Systemen der Versorgung und der Forschung. Dafür ist das Instrument des Consentmanagements notwendig, da die Einwilligung (Consent) der Patient*innen die Basis für die Nachnutzung derer Versorgungsdaten darstellt.
Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption des Consentmanagements zur Nachnutzung von Versorgungsdaten für die medizinische Forschung an der UMG.
Material und Methoden: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, welches auf Literaturrecherche und einer Ist-Analyse an der UMG zur anwendungsorientierten Ableitung eines Konzepts basiert.
Kontextbezogene Begrifflichkeiten: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Consentmanagement, Personenbezogene Daten und stellt die Medizininformatik-Initiative (MII) vor.
Gegenwärtiger Entwicklungsstand in Deutschland: Es wird die Bedeutung vernetzter Forschungsdaten und die Relevanz der DSGVO sowie der MII für die moderne medizinische Forschung thematisiert.
Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel verknüpft ethische Standards, Datenschutzvorgaben, das Konzept des Informed/Broad Consent und Managementtheorien als Basis für die Arbeit.
Analyse: Status Quo an der UMG und im UMG-MeDIC: Es erfolgt eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Strukturen, der eingesetzten Einwilligungsverfahren sowie deren kritische Würdigung.
Praxistransfer: Konzeption eines Consentmanagement: Basierend auf den vorherigen Analysen wird ein detailliertes Konzept für das Management, die Kernprozesse sowie Unterstützungsprozesse entwickelt.
Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel resümiert die Herausforderungen und zeigt Möglichkeiten zur weiteren Professionalisierung des Consentmanagements auf.
Consentmanagement, Broad Consent, UMG-MeDIC, Medizininformatik-Initiative, Datenschutz, Routinedaten, Patienteneinwilligung, Versorgungsdaten, Gesundheitsdaten, Prozessmanagement, medizinische Forschung, DSGVO, Datenintegration, Patientenpartizipation, Datenbereitstellung
Es geht um die Entwicklung eines Konzepts für das Einwilligungsmanagement (Consentmanagement) an der Universitätsmedizin Göttingen, um Routinedaten aus der Patientenversorgung für die medizinische Forschung nutzbar zu machen.
Die zentralen Themen umfassen ethische Aspekte der Datenforschung, die rechtlichen Vorgaben der DSGVO, Managementtheorien zur Prozessgestaltung sowie die praktische Implementierung des Broad Consent der Medizininformatik-Initiative.
Die zentrale Frage ist, wie der Broad Consent der Medizininformatik-Initiative an der UMG organisatorisch sowie technisch implementiert werden kann und wie eine durchgängige qualitative Nutzung der Daten sichergestellt wird.
Die Arbeit verfolgt einen anwendungsorientierten Ansatz, startet mit einer Ist-Analyse der UMG-Strukturen und leitet daraus basierend auf einer Literaturrecherche zu ethischen und rechtlichen Anforderungen praxisnahe Konzepte ab.
Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen und der Status Quo analysiert, bevor in einem Praxistransfer konkrete Managementebenen, Kernprozesse (Informations- bis Löschprozesse) und Unterstützungsaktivitäten für das Consentmanagement konzipiert werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Consentmanagement, Broad Consent, Medizininformatik-Initiative, Datenschutz, Versorgungsdaten, Patientenpartizipation und Datenintegration.
Die Komplexität ergibt sich aus der Notwendigkeit, unterschiedliche Systeme zu verbinden, rechtliche Anforderungen wie die DSGVO zu wahren und gleichzeitig die organisatorischen Prozesse im Klinikalltag so zu gestalten, dass sie für Patienten und Personal praktikabel sind.
Der Broad Consent dient als zentrales Element, um die Nachnutzung von Versorgungsdaten für zukünftige, noch nicht exakt definierte Forschungszwecke zu ermöglichen und damit die medizinische Forschung systemübergreifend zu fördern.
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