Bachelorarbeit, 2008
50 Seiten
1 Einleitung
2 Konventionen
2.1 Einheiten
2.2 Einsteinsche Summenkonvention
2.3 Indices
2.4 Partielle Ableitungen
2.5 Kroneckertensor
3 Allgemeine Relativitätstheorie
3.1 Mannigfaltigkeiten
3.2 Vektoren
3.3 Dualvektoren
3.4 Tensoren
3.5 Der Metrische Tensor
3.6 Die Vernetzung
3.7 Geodäten
3.8 Die Kovariante Ableitung
3.9 Der Riemanntensor
3.10 Die Feldgleichung
4 Gravitationswellen
4.1 Linearisierte Feldgleichung
4.2 Eichinvarianz
4.3 Die Einsteineichung
4.4 Ebene Gravitationswellen
4.5 Die TT - Eichung
4.6 Polarisationszustände
4.7 Energie
5 Enstehung von Gravitationswellen
5.1 Strahlungscharakter
5.2 Doppelsternsysteme
5.3 Allgemeine Quellen
6 Detektion
6.1 Interferometrische Detektoren
6.1.1 Mitbewegte Koordinaten
6.1.2 Fermi - Normalkoordinaten
6.1.3 Detektorempfindlichkeit
6.1.4 Praktische Ausführung
6.2 Mechanische Detektoren
6.2.1 Funktionsprinzip eines Zylinderdetektors
6.2.2 Empfindlichkeitssteigerung
6.2.3 Alternative Konzepte
7 Diskussion & Aussicht
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die experimentellen Möglichkeiten zum Nachweis von Gravitationswellen im Rahmen der Allgemeinen Relativitätstheorie. Ziel ist es, die physikalische Entstehung dieser Raumzeiterschütterungen zu erläutern und die Funktionsweise moderner Detektionskonzepte wie interferometrischer und mechanischer Detektoren darzustellen.
4.4 Ebene Gravitationswellen
Eine einfache Lösung für die linearisierte Vakuumfeldgleichung stellen monochromatische, ebene Wellen dar
hµν = Aµνe ikσ x σ . (4.33)
Konventionsgemäß nimmt man von (4.33) nur den Realteil, Aµν bezeichnet den Amplitudentensor und kσ = den Viererwellenvektor. Aus der Wellengleichung (4.29) folgt
k µ kµ = 0 , (4.34)
also dass der Viererwellenvektor ein Nullvektor sein muss. Die Welle breitet sich demnach mit Lichtgeschwindigkeit und der Frequenz ω = k 0 = sqrt(k 2 x + k 2 y + k 2 z) in die Richtung von k/|k| = (kx,ky,kz)/ω aus. Aus der Bedingung ∂µψ µ ν folgt noch
kµA µ ν = Aµνk µ = 0 (4.35)
für den Amplitudentensor und damit die Transversalität der Welle. Beide Bedingungen (4.34) und (4.35) sind charakteristisch für eine ebene monochromatische Welle.
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Gravitationswellen als eine der letzten großen Herausforderungen der modernen Physik und deren Vorhersage durch Einstein.
2 Konventionen: Darstellung der mathematischen Konventionen wie der Einsteinschen Summenkonvention und der Verwendung von Indices, die für die theoretische Behandlung essenziell sind.
3 Allgemeine Relativitätstheorie: Detaillierte Herleitung der geometrischen Grundlagen, von Mannigfaltigkeiten über die Metrik bis hin zur Einsteinschen Feldgleichung.
4 Gravitationswellen: Herleitung der linearisierten Feldgleichungen und Diskussion der Eigenschaften wie Eichinvarianz, Polarisation und des Energiegehalts von Gravitationswellen.
5 Enstehung von Gravitationswellen: Analyse der physikalischen Quellen von Gravitationsstrahlung, unter besonderer Betrachtung der Quadrupolstrahlung bei Doppelsternsystemen.
6 Detektion: Darstellung der experimentellen Herausforderungen und technischen Konzepte wie interferometrischer (LIGO, VIRGO) und mechanischer (Zylinder-)Detektoren.
7 Diskussion & Aussicht: Zusammenfassung des aktuellen Stands der Forschung und Ausblick auf zukünftige Möglichkeiten der Beobachtung durch Gravitationswellen-Observatorien.
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Die Arbeit behandelt die theoretische Herleitung der Existenz von Gravitationswellen aus der Allgemeinen Relativitätstheorie und beschreibt die experimentellen Ansätze zu deren Nachweis.
Die zentralen Themen sind die mathematischen Grundlagen der Relativitätstheorie, die Linearisierung der Feldgleichungen, die physikalischen Quellen von Gravitationsstrahlung und der Aufbau von Detektoren.
Das Ziel ist es, den Bogen von den theoretischen Grundlagen der Geometrie der Raumzeit hin zur praktischen messtechnischen Herausforderung des direkten Nachweises von Gravitationswellen zu spannen.
Es wird eine theoretisch-physikalische Herleitung unter Verwendung von Differentialgeometrie und der Einsteinschen Feldgleichung in linearisierter Näherung angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die mathematische Fundierung, die Beschreibung der Gravitationswellen selbst, ihre Entstehung durch astrophysikalische Quellen und die technischen Details der Detektionsmethoden.
Wichtige Begriffe sind Gravitationswellen, Raumzeitkrümmung, Einsteinsche Feldgleichung, Laserinterferometrie und Quadrupolstrahlung.
Das Hauptproblem ist die extrem geringe Amplitude der Raumzeitvibrationen, die selbst bei extremen astrophysikalischen Ereignissen eine Detektorempfindlichkeit im Bereich von 10^-21 erfordert.
Das Power Recycling ermöglicht es, die effektive Laserleistung im Interferometer massiv zu erhöhen, indem Licht, das normalerweise destruktiv interferiert, zurück in das System reflektiert wird.
Da Gravitationswellen ein Spin-2-Feld beschreiben, ist Dipolstrahlung (analog zur elektromagnetischen Dipolstrahlung) aufgrund von Erhaltungssätzen ausgeschlossen, sodass die Quadrupolstrahlung den niedrigsten und dominanten Beitrag liefert.
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