Diplomarbeit, 2009
124 Seiten, Note: 1,00
Diese Diplomarbeit untersucht die Darstellung von Grenzwesen, insbesondere Monstern, in historischen Diskursen. Ziel ist es, die Funktion und Bedeutung dieser Darstellungen im Kontext verschiedener Epochen und Weltbilder zu analysieren.
Das Vorwort gibt einen Einblick in die Entstehung der Arbeit. Die theoretischen Vorbemerkungen legen die Grundlage für die begriffliche Abgrenzung. Die Einleitung führt in die Thematik ein. Kapitel IV beschäftigt sich mit der Begriffsbildung. Kapitel V analysiert die Zeichenhaftigkeit des Monsters. Kapitel VI untersucht das Monster im mittelalterlichen Weltbild, unterteilt in die Funktion der Monster am Kirchenbau, die Bestiarien und die deutschen Flugschriften. Kapitel VII betrachtet die Darstellung von Monstern am Rande der christlichen Ökumene, einschließlich mittelalterlicher Kartographie und Reiseberichte. Kapitel VIII beleuchtet den Wandel vom Mythos zum Logos, mit Fokus auf antike und moderne evolutionäre Denkweisen und den Sozialdarwinismus. Kapitel IX befasst sich mit der Rückkehr des Monsters in der Moderne, einschließlich des „Wilden“, kryptozoologischen Wesen und der Popkultur.
Monster, Grenzwesen, historische Diskursanalyse, Mittelalter, Reiseberichte, Evolutionstheorie, Sozialdarwinismus, Popkultur, Anthropologie, Mythos, Logos.
Monster fungieren als negative Identifikationsfiguren. Indem sie zeigen, was „unmenschlich“ oder „abnorm“ ist, definieren sie indirekt die Normen und Werte der menschlichen Gesellschaft.
Im Mittelalter dienten sie oft als religiöse Zeichen an Kirchenbauten oder wurden in Bestiarien und Reiseberichten als Bewohner der Ränder der bekannten Welt (Ökumene) dargestellt.
Mit dem Übergang vom Mythos zum Logos wurden vermeintlich „minderwertige“ Eigenschaften wissenschaftlich rationalisiert, was zur Diskriminierung und Entmenschlichung „Andersartiger“ führte.
Monster werden als Symbole gelesen, die moralische oder göttliche Botschaften vermitteln sollen – ihre körperliche Deformation steht oft stellvertretend für eine geistige Verfehlung.
Ja, das Monster bleibt ein Archetyp in der Popkultur (z. B. King Kong, Big Foot), wobei es heute oft zwischen Bedrohung und tragischer Außenseiterfigur schwankt.
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