Magisterarbeit, 2008
111 Seiten, Note: 1,3
1 Auswärtige Kulturpolitik
1.1 Begriffliche Bestimmung
1.1.1 Der Kulturbegriff
1.1.2 Auswärtige Kulturpolitik
1.2 Die Auswärtige Kulturpolitik Schwedens
2 Die Entstehung des Schwedischen Institutes
2.1 Ziele
2.2 Schweden und das Ausland 1914 bis 1945
2.2.1 Der Erste Weltkrieg
2.2.2 Die Zwischenkriegszeit
2.2.3 Der Zweite Weltkrieg
2.2.4 Fazit
2.3 Von der Idee bis zur Gründung
2.4 Aufgabe
2.5 Schwedens auswärtige Kulturpolitik vor 1945
3 Das Schwedische Institut von 1945 bis heute
3.1 Organisation
3.1.1 Rechtsform, Zielsetzung und Finanzierung
3.1.2 Organisationsform
3.1.3 Standort
3.1.4 Personal
3.1.5 Finanzen
3.1.6 Geographische Schwerpunkte
3.2 Nachkriegshilfe
3.3 Allgemeine Auslandsinformation
3.3.1 Koordination und Zusammenarbeit
3.3.2 Publikationen
3.3.3 Filme
3.3.4 Ausstellungen
3.3.5 Dokumentationszentrum und Buchhandlung
3.3.6 Botschaftsservice
3.4 Kultur- und Erfahrungsaustausch
3.4.1 Gastdozentenaustausch
3.4.2 Studienbesuche
3.4.3 Stipendienaustausch
3.4.4 Kontaktvermittlung
3.4.5 Präsentation künstlerischer Tätigkeit
3.4.6 Kulturaustauschprogramme mit Osteuropa
3.4.7 Kurstätigkeit
3.4.8 Information über Studienmöglichkeiten in Schweden
3.5 Entwicklungszusammenarbeit und Sonderaufträge
3.5.1 Die Anfänge der Entwicklungszusammenarbeit
3.5.2 Stipendienprogramme
3.5.3 Expertenaustausch mit Entwicklungs- und Schwellenländern
3.5.4 Schwerpunktregion Mittel- und Osteuropa
3.5.5 Neue Programme
3.6 Schwedischunterricht im Ausland
3.6.1 Auslandslektorate
3.6.2 Gastdozenten- und Schriftstellerbesuche
3.6.3 Sommersprachkurse
3.6.4 Stipendien für Heimvolkshochschulen
3.7 Auslandsbüros
3.8 Skandinavische Zusammenarbeit
3.8.1 Auslandsinformation
3.8.2 Auslandslektorate
3.9 Fazit
4 Die Vermarktung Schwedens
4.1 Der Aufbau einer Ländermarke
4.1.1 Marketing
4.1.2 Der Markenbegriff
4.2 Die Bedeutung von Ländermarketing
4.3 Das Konzept der wettbewerbsfähigen Identität
4.4 Die Marke Schweden – das Schwedenbild
4.4.1 1936–1968
4.4.2 1968–1989
4.4.3 1990–1999
4.4.4 Nach 2000
4.4.5 Das aktuelle Schwedenbild
4.4.6 Exkurs: Das Schwedenbild der Deutschen
4.5 Die Rolle des Schwedischen Institutes
4.6 Das Schwedische Institut und das Schwedenbild
4.6.1 Analyse
4.6.2 Förderung
4.7 Fazit
5 Das Schwedische Institut im europäischen Vergleich
5.1 Deutschland
5.1.1 Auswärtige Kulturpolitik allgemein
5.1.2 Das Goethe-Institut
5.2 Großbritannien
5.2.1 Auswärtige Kulturpolitik allgemein
5.2.2 Der British Council
5.3 Frankreich
5.3.1 Auswärtige Kulturpolitik allgemein
5.3.2 Kulturinstitute
5.4 Dänemark
5.4.1 Auswärtige Kulturpolitik allgemein
5.4.2 Das Dänische Kulturinstitut
5.5 Österreich
5.5.1 Auswärtige Kulturpolitik allgemein
5.5.2 Kulturforen
5.6 Fazit
6 Resümee
Die Arbeit untersucht die historische Entstehung, Entwicklung und aktuelle Rolle des Schwedischen Instituts als zentrales Organ der auswärtigen Kulturpolitik Schwedens. Die zentrale Forschungsfrage liegt darin, wie sich das Institut von einer unabhängigen Stiftung zu einer staatlichen Behörde gewandelt hat und wie es heute aktiv zur Vermarktung Schwedens durch die gezielte Förderung eines positiven Schwedenbildes im Ausland beiträgt.
Die Rolle des Schwedischen Institutes
Das Schwedische Institut wurde ja einst gegründet, um „zum Wohle für Schwedens kulturelle, soziale und wirtschaftliche Beziehungen mit dem Ausland“ zu wirken, u. a. indem es das Ansehen des Landes verbessern sollte. Eine bewusste Imagearbeit und die Belange der Wirtschaft traten beim Institut jedoch bald in den Hintergrund. Als es in eine Stiftung umgewandelt wurde, hieß es in den genannten neuen Statuten dementsprechend, seine Aufgabe bestehe darin, „den Kultur- und Erfahrungsaustausch mit dem Ausland zu fördern sowie Wissen über schwedisches Gesellschaftsleben zu verbreiten.“
Es wurde bereits erwähnt, dass die allgemeine Haltung in Schweden in Bezug auf die Auslandsinformation durch das Institut über Jahrzehnte dahin ging, dass diese unparteiisch, sachlich, nuanciert und soweit möglich gerecht sein sollte. Es sollte also keine zielgerichtete Werbung betrieben werden. Das Institut solle kein eindeutiges Schwedenbild propagieren, sondern behutsam und offen sowohl Licht als auch Schatten zeigen, heißt es etwa im Jahresbericht 1983/84. LÖFDAHL / JONSSON schrieben 1988, dass die Information über Schweden durch das Institut nachfragegesteuert, allgemein und objektiv sein solle und dass es offensichtlich sei, dass der Staat weder ein offizielles Schwedenbild vermitteln solle noch könne. Und STRÖMHOLM / ENGEL sahen die vom Institut vermittelte Information nicht als direkte Schwedenvermarktung, was auch nicht deren Zweck sei.
1 Auswärtige Kulturpolitik: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Kulturbegriff und auswärtige Kulturpolitik und ordnet das Schwedische Institut in den allgemeinen Kontext staatlicher internationaler Kulturarbeit ein.
2 Die Entstehung des Schwedischen Institutes: Hier werden die historischen Hintergründe und die Gründung des Instituts im Jahr 1945 vor dem Hintergrund der schwedischen Außenbeziehungen im Zweiten Weltkrieg analysiert.
3 Das Schwedische Institut von 1945 bis heute: Dieser Hauptteil beschreibt die organisatorische Entwicklung, die verschiedenen Tätigkeitsbereiche wie Information, Austausch und Unterricht sowie die geographischen Schwerpunktverschiebungen des Instituts.
4 Die Vermarktung Schwedens: Das Kapitel untersucht den Paradigmenwechsel des Instituts hin zum "Nation Branding" und wie Schweden aktiv ein positives, modernes Bild im Ausland fördert.
5 Das Schwedische Institut im europäischen Vergleich: Hier wird das Schwedische Institut mit Kulturinstituten in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Dänemark und Österreich hinsichtlich Struktur und Zielsetzung verglichen.
6 Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse über den Wandel des Instituts von einer unabhängigen Einrichtung zur staatlich gesteuerten PR-Agentur Schwedens.
Schwedisches Institut, Auswärtige Kulturpolitik, Schwedenbild, Nation Branding, Kultur- und Erfahrungsaustausch, Schwedenförderung, Mittlerorganisation, Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Beziehungen, Kulturinstitute, Auslandslektorate, Schwedischunterricht, Geographische Schwerpunkte, Entwicklungszusammenarbeit, Öffentlichkeitsarbeit
Die Arbeit analysiert die Geschichte, die organisatorische Entwicklung und die aktuelle strategische Ausrichtung des Schwedischen Instituts.
Die zentralen Felder sind die auswärtige Kulturpolitik Schwedens, die Entwicklung des Instituts, der Prozess des Nation Branding (Markenbildung) sowie der Vergleich mit europäischen Kulturinstituten.
Das primäre Ziel ist es, den Wandel des Schwedischen Instituts von einer unabhängigen Stiftung hin zu einem staatlich gesteuerten Instrument der Außenpolitik zu untersuchen und zu erläutern, wie es das Schwedenbild im Ausland aktiv beeinflusst.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literatur- und Quellenanalyse, insbesondere unter Auswertung der Jahresberichte des Schwedischen Instituts und staatlicher Untersuchungen.
Der Hauptteil deckt die Geschichte des Instituts seit 1945, seine Tätigkeitsbereiche wie Bildung und Kulturaustausch sowie die modernen Ansätze der "Vermarktung Schwedens" ab.
Begriffe wie Nation Branding, Schwedenbild, Mittlerorganisation und auswärtige Kulturpolitik beschreiben den Kern der Untersuchung.
Das Institut hat sich von einem unparteiischen, sachlichen Informationsvermittler zu einem strategischen Akteur entwickelt, der aktiv ein progressives und wettbewerbsfähiges Image Schwedens als "Ländermarke" fördert.
Der Vergleich verdeutlicht die Einzigartigkeit des schwedischen Modells – etwa das Fehlen eines breiten Netzes ausländischer Zweigstellen – und zeigt, dass das Schwedische Institut ein wesentlich breiteres Aufgabenspektrum abdeckt als die meisten europäischen Pendants.
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