Masterarbeit, 2009
86 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Motivation und Hintergrund der Arbeit
1.2 Gang der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.2 Ursachen von Unternehmenskrisen
2.3 Phasen von Unternehmenskrisen
2.4 Krisenerkennung
2.5 Träger des Krisenmanagements
2.6 Ansätze zur Bewältigung einer Unternehmenskrise
2.6.1 Analyse der Ist-Situation
2.6.2 Strategien
2.7 Zusammenfassung und weitere Vorgehensweise
3 Vorbereitung zur Untersuchung
3.1 Untersuchungsgegenstand
3.2 Präsentation der Kreditinstitute
3.2.1 Hypo Real Estate Group
3.2.2 Credit Suisse Group
3.2.3 Lehman Brothers Holdings Inc.
4 Untersuchung der aktuellen Finanzkrise
4.1 Untersuchung des Phasenverlaufs
4.2 Untersuchung der Organisation der Träger des Krisenmanagments
4.2.1 Hypo Real Estate Group
4.2.2 Credit Suisse Group
4.2.3 Lehman Brothers Holdings Inc.
4.2.4 Zusammenführung der Ergebnisse
4.3 Untersuchung der Strategie zur Bewältigung der Krise
4.3.1 Hypo Real Estate Group
4.3.2 Credit Suisse Group
4.3.3 Lehman Brothers Holdings Inc.
4.3.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Krisenmanagement in ausgewählten Kreditinstituten im Kontext der globalen Finanzkrise ab 2008. Ziel ist es, theoretische Ansätze zur Krisenbewältigung mit der tatsächlichen Praxis der Banken zu vergleichen und zu analysieren, wie Führungskräfte auf die Krise reagierten und welche Strategien zur Unternehmensrettung implementiert wurden.
2.4 Krisenerkennung
Sowohl KRYSTEK als auch MÜLLER haben in ihren Ansätzen Bezug auf die Krisenbewältigungszeit genommen und damit die Aussage bestärkt, dass die Beherrschbarkeit einer Krise mit ihrem Fortschreiten abnimmt. Früherkennungsinstrumente sollen dem Unternehmen deshalb frühzeitig bedeutende Entwicklungen und Änderungen anzeigen.
Wie bereits in Kapitel 2.2 erläutert, können sich Krisenpotentiale sowohl im endogen als auch im exogen Bereich entwickeln. Auch die Früherkennung sollte deshalb beide Bereiche umfassen. Um Krisen frühzeitig erkennen zu können bedarf es der permanenten Analyse aller Bereiche eines Unternehmens. Eine isolierte Überwachung einzelner problematischer Bereiche ist unzulänglich. Es muss das Unternehmen als Ganzes im Vordergrund stehen. Die Früherkennung, ist ein fortlaufender Planungs-, Steuerungs-, und Kontrollprozess und Aufgabe der strategischen Unternehmensführung. Er beinhaltet neben der Vergangenheitsanalyse auch die Ermittlung der zukünftigen Entwicklung und die Aufdeckung von Abweichungen. Das Management kann sich, zusätzlich zu der stetigen Überprüfung der Kennzahlen wie z.B. Liquidität, Rentabilität oder Eigenkapitalquote unter anderem auch der Portfolio Methode, der Gap-Analyse, der SWOT-Analyse oder der Nutzwertanalyse bedienen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Hintergrund von Wirtschaftskrisen und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Übereinstimmung von Theorie und Praxis des Krisenmanagements.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, Ursachen und Phasen von Unternehmenskrisen sowie Instrumente zur Krisenerkennung und Strategien zur Krisenbewältigung.
3 Vorbereitung zur Untersuchung: Hier wird der Untersuchungsgegenstand festgelegt und die drei gewählten Kreditinstitute (Hypo Real Estate, Credit Suisse, Lehman Brothers) vorgestellt.
4 Untersuchung der aktuellen Finanzkrise: Dieser Hauptteil analysiert den Phasenverlauf der Finanzkrise, die organisatorischen Veränderungen in den Unternehmen sowie die konkreten Strategien zur Krisenbewältigung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Relevanz der theoretischen Modelle für die Analyse des Krisenmanagements in der Finanzbranche.
Krisenmanagement, Finanzkrise, Unternehmenskrisen, Hypo Real Estate, Credit Suisse, Lehman Brothers, Sanierung, Insolvenzmanagement, Krisenfrüherkennung, Liquidität, Eigenkapital, Portfoliobereinigung, Strategie, Unternehmensführung, Finanzmarkt
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Krisenmanagement-Methoden in Kreditinstituten während der Finanzkrise ab 2008.
Im Zentrum stehen die Phasen von Unternehmenskrisen, die Rolle der Akteure des Krisenmanagements und spezifische Bewältigungsstrategien wie Sanierung oder Liquidation.
Es wird untersucht, inwieweit theoretische Ansätze des Krisenmanagements mit der tatsächlichen Vorgehensweise der betroffenen Banken in der Praxis übereinstimmen.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine fallstudienbasierte Untersuchung von drei spezifischen Kreditinstituten.
Der Hauptteil analysiert den Phasenverlauf, die Veränderungen in der Vorstands- und Aufsichtsratsstruktur sowie die ergriffenen Strategien der drei ausgewählten Banken.
Wichtige Schlagworte sind Krisenmanagement, Finanzkrise, Sanierungsstrategien, Liquiditätssicherung und Unternehmensführung.
Die HRE wird als erstes deutsches DAX-Unternehmen im Zuge der Krise analysiert, wobei besonders ihr Rettungspaket und die Notwendigkeit staatlicher Unterstützung im Fokus stehen.
Im Gegensatz zu HRE und Lehman konnte sich die Credit Suisse auf eine starke Kapitalbasis stützen und fokussierte sich stärker auf eine strategische Neuausrichtung statt auf reine Kapitalbeschaffung.
Der Zusammenbruch von Lehman Brothers dient als Beispiel für eine Krise, die nicht mehr autonom bewältigt werden konnte und eine weltweite Kettenreaktion auslöste.
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