Magisterarbeit, 2003
115 Seiten, Note: 2,5
Einleitung
1 Empirische Befunde
1.1 Tendenzen in der Entwicklung der Bevölkerungsstruktur in Japan
1.1.1 Bevölkerungsverteilung nach Altersgruppen und durchschnittliche Lebenserwartung
1.1.2 Geburten- und Sterbeziffern, Eheschließungen und Ehescheidungen
1.1.3 Haushaltsgröße
1.2 Analysen und Fazit
2 Entwicklung des Single-Daseins in Japan
2.1 Vorbetrachtung
2.2 „Parasiten-Singles“ in Japan
2.2.1 Charakteristische Paras I
2.2.2 Charakteristische(?) Paras II
2.3 Non-paras – die Gegenspieler
3 Exkurs: Konsumtheorie – ein Definitionsversuch
3.1 Der wirtschaftliche Kontext
3.2 Der sozialwissenschaftliche Kontext — Konsumtheorien — ein Auszug
3.3 Konsum in Japan
4 Konsum - Ausdruck des Lebensstils der Singles in Japan
4.1 Vorbetrachtung
4.2 Lebensstil in Japan
4.2.1 Freizeit als gegenwärtiges Phänomen
4.2.2 Shopping als neue Freizeitbeschäftigung
4.2.3 Käuferverhalten und Präferenzbildung
4.2.4 Kaufentscheidungsprozesse
5 Konsumverhalten paras vs. non-paras
5.1 Die Äußerlichkeiten der paras und non-paras
5.2 Der Konsum der paras
5.3 Das non-bura-Konzept
5.4 Die Brillanz der non-paras
6 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Phänomen der sogenannten "Parasiten-Singles" in Japan Ende der 1990er Jahre vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Das Hauptziel besteht darin, Yamadas These, welche diese Gruppe für die sinkende Geburtenrate verantwortlich macht, einer kritischen Prüfung zu unterziehen und durch eine detaillierte Analyse des Konsumverhaltens eine differenzierte Sichtweise auf die unterschiedlichen Single-Typen (paras vs. non-paras) zu entwickeln.
2.2.1 Charakteristische Paras I
Im Zusammenhang mit der Zunahme der „Parasiten-Singles“ erschien eine Interviewreihe in der Zeitschrift AERA, herausgegeben von der Asahi Shinbun. Die Journalistin Takahashi Junko hat verschiedene Erfahrungen und Meinungen zum Thema zusammengetragen, um ein vielseitiges Bild zur Problematik der „Parasiten-Singles“ zu geben. In den ersten Ausgaben wurden einerseits junge Leute, die sich selbst als para sehen, andererseits diejenigen, die aus verschiedenen Gründen gezwungen sind so zu leben, zu Wort gebeten.
Beginnen möchte ich mit einem echten para, welcher das erste Beispiel des Interviews von Takahashi Junko in der japanischen Zeitschrift AERA ist.
Frau A, die in einer Immobilienfirma angestellt ist, kann sich nicht erklären, was so schlimm daran ist, dass sie so lebt, sie hat keinen Ärger, kann sehr oft zum Einkaufen gehen und kurbelt damit die Wirtschaft an. Ihr Leben hat sich seit ihrer Kindheit nicht großartig verändert, sie gibt keinen Pfennig zu Hause ab, bekommt die Wäsche gewaschen und gebügelt, das Essen gekocht und vieles mehr, so erzählt sie. Sie lebt allein mit ihrer Mutter, ihr Vater starb, als sie 20 war. In solchen Fällen kommt es häufig vor, dass das alleinerziehende Elternteil von den Kindern psychisch abhängig wird, den Kindern niemals vorgeschlagen würde, von zu Hause wegzugehen, um nicht selbst zu vereinsamen.
Michiko Miyamoto erläutert in dem Artikel „Young people who don’t grow up“, dass rund 10% der Eltern, die zusammen mit ihren unverheirateten Kindern leben, wollen, dass ihre Kinder so lange wie möglich in ihrem Haushalt leben bleiben, über die Hälfte aller befragten Eltern haben darüber mit ihren Kinder noch nie gesprochen.
1 Empirische Befunde: Darstellung des demografischen Wandels in Japan, charakterisiert durch Überalterung, sinkende Geburtenraten und veränderte Familienstrukturen.
2 Entwicklung des Single-Daseins in Japan: Analyse der Entstehung und Definition von "Parasiten-Singles" sowie der Abgrenzung zu "Nicht-Parasiten-Singles" anhand von Fallbeispielen.
3 Exkurs: Konsumtheorie – ein Definitionsversuch: Theoretischer Abriss konsumsoziologischer Ansätze (von Marx bis Bourdieu) als Grundlage für die Untersuchung des Konsums in Japan.
4 Konsum - Ausdruck des Lebensstils der Singles in Japan: Erläuterung der Bedeutung von Freizeit und Shopping für den Lebensstil junger Singles in einer konsumorientierten Gesellschaft.
5 Konsumverhalten paras vs. non-paras: Detaillierter Vergleich der Konsumpraktiken, Ausgabenschwerpunkte und Einstellungen zwischen Parasiten-Singles und Nicht-Parasiten-Singles.
6 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Rolle der "Parasiten-Singles" in Wirtschaft und Gesellschaft sowie Reflexion über die zukünftige Entwicklung der Lebensformen in Japan.
Parasiten-Singles, Japan, Konsumverhalten, Demografischer Wandel, Lebensstil, Nicht-Parasiten-Singles, Kaufentscheidungsprozesse, Freizeit, Markenbewusstsein, Bevölkerungsstruktur, Soziologie, Generationenkonflikt, Familie, Einzelhaushalt, Konsumgesellschaft.
Die Magisterarbeit untersucht die soziologische Phänomene der "Parasiten-Singles" in Japan Ende der 1990er Jahre im Kontext des demografischen Wandels und deren Konsumgewohnheiten.
Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, die Entwicklung des Single-Daseins, Konsumtheorien sowie das spezifische Konsumverhalten verschiedener Single-Typen.
Das Ziel ist es, die These des Soziologen Yamada Masahiro kritisch zu hinterfragen, welche "Parasiten-Singles" als Hauptverursacher für gesellschaftliche und ökonomische Probleme identifiziert.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus statistischer Datenanalyse, der Auswertung bestehender Literatur, Medienberichten und qualitativen Befragungen bzw. Fallbeispielen.
Der Hauptteil behandelt die demografische Empirie, die Kategorisierung von Singles, einen theoretischen Exkurs zum Konsum und eine detaillierte Gegenüberstellung des Konsumverhaltens zwischen "paras" und "non-paras".
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind "Parasiten-Singles" (paras), "Nicht-Parasiten-Singles" (non-paras), Konsumverhalten, demografischer Wandel und der japanische Lebensstil.
Die Eltern spielen eine Schlüsselrolle, da sie durch ihre Unterstützung (Wohnraum, Versorgung) das Single-Dasein der Kinder im Elternhaus erst ermöglichen und damit Teil des "Eltern-Kind-Sets" sind.
Während "paras" oft markenbewusst agieren und ihr Einkommen in Luxusartikel investieren, zeichnen sich "non-paras" durch ein ökonomisches Bewusstsein, No-Name-Präferenzen und eine kritischere Lebensführung aus.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

