Bachelorarbeit, 2020
46 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Emotionale Kompetenzen in der frühen Kindheit
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Modelle Emotionaler Kompetenz
2.3 Die Bedeutung emotionaler Kompetenzen
2.4 Entwicklung der Emotionsregulation in der frühen Kindheit
3 Risiken in der emotionalen Kompetenzentwicklung
3.1 Risiko-, Schutzfaktoren, Resilienz
3.2 Transaktionales Entwicklungsverständnis
4 Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
4.1 Erscheinungsbild und Klassifikation
4.2 Epidemiologie
4.3 Der Zusammenhang zwischen ADHS und der Emotionsregulation
5 Die Rolle der Eltern bei der kindlichen Emotionsregulation
5.1 Bindung
5.2 Erziehungsverhalten
5.3 Eltern als Modell
6 Exemplarische Präventions- und Interventionsprogramme zur Förderung der Emotionsregulation in der frühen Kindheit
6.1 Begriffsbestimmung
6.2 Mehrebenen-Modell der Prävention
6.3 Wirksamkeit der Prävention im Bereich emotionaler Kompetenz
6.4 Präventionsprogramme im pädagogischen Umfeld
6.4.1 Lubo aus dem All - Vorschulalter
6.4.2 Faustlos
6.4.3 Verhaltenstraining im Kindergarten
6.5 Elterntraining: Positive Parenting Program – Triple P
6.6 Multimodales Training: Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten
7 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und der kindlichen Emotionsregulation sowie den maßgeblichen elterlichen Einfluss darauf. Basierend auf dieser Literaturarbeit werden zudem Möglichkeiten der Prävention und Intervention durch gezielte, exemplarische Programme aufgezeigt.
Die Rolle der Eltern bei der kindlichen Emotionsregulation
„The attachment relationship with caregivers is the initial context in which a child’s emotional life unfolds“ (Saarni, 2011, S. 5). Die Bindung ist also ein wichtiger Einflussfaktor auf die Entwicklung emotionaler Kompetenzen.
„Bindung bezeichnet eine enge emotionale, länger andauernde Beziehung zu bestimmten Menschen, die nach Möglichkeit sowohl Schutz bieten als auch unterstützend wirken, z. B. wenn ein Kind verunsichert oder traurig ist und sie dem Kind helfen, seine Emotionen zu regulieren“ (Lengning, & Lüpschen, 2019, S. 11). Kullik und Petermann (2012, S. 97) definieren: „Bindung ist die Bezeichnung für eine räumlich und zeitlich bestehende emotionale Beziehung zu einer bestimmten Bezugsperson.“
Die Bindungstheorie, die die Basis des Bindungskonzepts bildet, wurde von John Bowlby und dessen Studentin Mary Ainsworth entwickelt. Bowlby stellte bei seiner Arbeit als Kinderpsychiater fest, dass eine Trennung der Eltern zu andauernden Folgen bei den Kindern führen kann. So kam es, dass er ein großes Interesse daran hatte, unterschiedliche Familienbeziehungen zu untersuchen, die die kindliche Entwicklung unter Umständen positiv oder negativ beeinflussen können. Aus seinen Forschungen diesbezüglich entstand schließlich in Zusammenarbeit mit seiner Forschungsgruppe und seiner Studentin Mary Ainsworth die Bindungstheorie. (Lengning, Lüpschen, 2019, S. 10) Die Bindungstheorie geht davon aus, dass das spezifisch menschliche Bedürfnis nach emotionalen Beziehungen schon von Geburt an besteht. Durch Bindung des Kindes an die Eltern bekommt das Kind Schutz und Zuwendung, sowie Unterstützung dieser. Die Bindung steht trotz der Relevanz des Sexual- und Nahrungstriebs für sich, da sie für das Kind eine lebenswichtige Schutzfunktion hat.
Einleitung: Einführung in die Relevanz der emotionalen Kompetenzentwicklung und die Problemstellung von ADHS im Übergang vom Kindergarten zur Schule.
Emotionale Kompetenzen in der frühen Kindheit: Klärung der Begrifflichkeiten, Vorstellung theoretischer Modelle der Emotionsregulation sowie Darstellung des Entwicklungsprozesses.
Risiken in der emotionalen Kompetenzentwicklung: Analyse von Risiko- und Schutzfaktoren sowie Erläuterung des Resilienzkonzepts und des transaktionalen Entwicklungsverständnisses.
Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS): Darstellung des klinischen Erscheinungsbildes, der epidemiologischen Daten sowie der spezifischen Defizite in der Emotionsregulation bei Kindern mit ADHS.
Die Rolle der Eltern bei der kindlichen Emotionsregulation: Untersuchung der elterlichen Einflussfaktoren durch Bindungsqualität, Erziehungsverhalten und die Vorbildfunktion der Eltern als Modell.
Exemplarische Präventions- und Interventionsprogramme zur Förderung der Emotionsregulation in der frühen Kindheit: Vorstellung verschiedener Ansätze im Kindergarten, Elterntrainings wie Triple P und multimodaler Programme zur Förderung sozial-emotionaler Fähigkeiten.
Fazit: Zusammenfassende Diskussion der zentralen Ergebnisse bezüglich der Fragestellungen und der Möglichkeiten zur Förderung bei ADHS.
ADHS, Emotionsregulation, Emotionale Kompetenz, Elterlicher Einfluss, Bindungstheorie, Prävention, Intervention, Erziehungsverhalten, Modelllernen, Soziale Kompetenz, Kinder, Frühe Kindheit, Verhaltensauffälligkeiten, Resilienz, Multimodale Programme
Die Bachelorarbeit setzt sich mit dem Einfluss der Eltern auf die Emotionsregulation von Kindern mit ADHS in der frühen Kindheit sowie mit entsprechenden Präventions- und Interventionsmöglichkeiten auseinander.
Zentrale Themen sind die frühkindliche Entwicklung emotionaler Kompetenz, die Symptomatik von ADHS, die Bedeutung der Eltern-Kind-Bindung und die Vorstellung wirksamer Förderprogramme.
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen ADHS und der Emotionsregulation darzustellen, die elterlichen Einflussfaktoren zu bestimmen und Orientierungshilfen zur Förderung bei Kindern mit ADHS zu geben.
Bei der Arbeit handelt es sich um eine Literaturarbeit, die auf einer fundierten Auswertung aktueller Forschungsergebnisse und Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der emotionalen Entwicklung, die ADHS-Symptomatik, die Analyse der elterlichen Rolle und die detaillierte Vorstellung exemplarischer Präventionsprogramme.
Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie ADHS, Emotionsregulation, elterliche Erziehungskompetenz, Bindung und Präventionsprogramme kennzeichnen.
Eine sichere Bindung dient als „sichere Basis“, die dem Kind ermöglicht, die Umwelt zu erkunden. Studien zeigen, dass sicher gebundene Kinder über bessere kognitive Emotionsregulationsstrategien verfügen, was bei Kindern mit ADHS zur Stabilisierung beitragen kann.
Eltern fungieren als Modell für ihr Kind. Zeigen Eltern in frustrierenden Situationen konstruktive Regulationsstrategien, dient dies dem Kind als Orientierung. Ineffektive Strategien oder psychische Belastungen bei Eltern können hingegen als negatives Modell fungieren.
Multimodale Programme sind deshalb effektiv, weil sie an verschiedenen Settings ansetzen: Sie fördern das Kind im Kindergarten und unterstützen gleichzeitig die Eltern zu Hause, um einen Transfer der Strategien in den Alltag zu erleichtern.
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