Diplomarbeit, 2008
97 Seiten, Note: 1,8
1. EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Abgrenzung der Arbeit
1.3 Gang der Arbeit
1.4 Definitionen
1.4.1 Wertorientierung und wertorientierte Unternehmensführung
1.4.2 Anreizsysteme
1.4.3 Mittleres Management
2. WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSFÜHRUNG
2.1 Grundlagen der wertorientierten Unternehmensführung
2.1.1 Stakeholder Value und Shareholder Value
2.1.2 Shareholder Value als Ziel der wertorientierten Unternehmensführung
2.2 Anforderungen an eine wertorientierte Unternehmensführung
2.2.1 Anforderungen an das Management
2.2.2 Anforderungen an die Unternehmensorganisation
2.2.3 Anforderungen an das Informations- und Kommunikationssystem
2.2.4 Anforderungen an das Controlling
2.3 Methoden der Wertbestimmung und wertorientierte Kennzahlen
2.3.1 Ermittlung des Unternehmenswertes
2.3.1.1 Wertbestimmung mit Hilfe marktwertorientierter Methoden
2.3.1.2 Wertbestimmung mit Hilfe des Ertragswertverfahren
2.3.1.3 Wertbestimmung mit Hilfe der Discounted Cash Flow-Verfahren
2.3.1.4 Eignung der Bewertungsverfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes
2.3.2 Wertorientierte Kennzahlen
2.3.2.1 Economic Value Added
2.3.2.2 Cash Flow Return on Investment
2.3.2.3 Cash Value Added
2.3.2.4 Eignung der wertorientierten Kennzahlen zur Messung der Wertsteigerung
3. WERTORIENTIERTE ANREIZSYSTEME
3.1 Grundlagen von Anreizsystemen
3.1.1 Theorien zur Begründung für Anreizsysteme
3.1.1.1 Prinzipal-Agenten-Theorie
3.1.1.2 VIE-Theorie
3.1.2 Funktionen von Anreizsystemen
3.1.3 Anforderungen an Anreizsysteme
3.1.3.1 Allgemeine Anforderungen
3.1.3.2 Spezielle Anforderungen zur Sicherstellung der Wertorientierung
3.2 Bemessungsgrundlagen für Anreizsysteme
3.2.1 Bemessungsgrundlagen auf der Basis externer Kennzahlen
3.2.2 Bemessungsgrundlagen auf der Basis interner Kennzahlen
3.2.3 Bemessungsgrundlagen auf der Basis verhaltensorientierter Maßgrößen
3.2.4 Eignung der Bemessungsgrundlagen für wertorientierte Anreizsysteme
3.3 Einbindung von Anreizsystemen in die wertorientierte Unternehmensführung
3.3.1 Zusammensetzung der Vergütung
3.3.2 Ausgestaltung der Anreizsysteme
3.3.3 Beurteilung der dargestellten Anreizsysteme
4. ANREIZSYSTEME FÜR DAS MITTLERE MANAGEMENT
4.1 Abgrenzung des mittleren Managements
4.2 Funktion des mittleren Managements im Unternehmen
4.2.1 Rolle und Aufgabe des mittleren Managements im Unternehmen
4.2.2 Einfluss des mittleren Managements auf die Unternehmensführung
4.3 Anreizgestaltung für das mittlere Management
4.3.1 Anforderungen an Anreizsysteme für das mittlere Management
4.3.2 Bemessungsgrundlagen für Anreizsysteme für das mittlere Management
4.3.3 Ausgestaltung der Anreizsysteme
4.4 Auswirkungen der Anreizsysteme auf die Wertorientierung
5. KRITISCHE BEURTEILUNG
6. FAZIT UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht, ob das mittlere Management ein spezifisches Anreizsystem benötigt, um eine wertorientierte Unternehmensführung effektiv umzusetzen, und wie solche Anreizmodelle gestaltet sein müssen, um die besonderen Anforderungen dieser Führungsebene zu berücksichtigen.
1.1 Problemstellung
Für zahlreiche Unternehmen ist die Orientierung am Unternehmenswert mittlerweile zu einem wichtigen Ziel geworden. Die wertorientierte Unternehmensführung zielt auf eine Steigerung des Unternehmenswertes für die Anteilseigner ab. Ein wichtiges Instrument stellen in diesem Zusammenhang wertorientierte Anreizsysteme zur Motivation des Managements des Unternehmens dar, wodurch die Interessen von Management und Anteilseignern angeglichen werden sollen.1
Meist hat die Philosophie der Wertorientierung lediglich in den obersten Führungsetagen Einzug gehalten und wird dort als Maßstab verfolgt, während in den darunter liegenden Ebenen, wo letztlich ein Großteil des Unternehmenswert geschaffen wird, der Gedanke der Wertsteigerung vielfach nicht ankommt.2 Auch wird der Adressatenkreis des mittleren Managements nicht in ein Zielsystem der wertorientierten Unternehmensführung einbezogen, sodass Wertorientierung automatisch das Instrument einzelner Topmanager wird, vom Restunternehmen aber argwöhnisch betrachtet wird.3 Leistungs- und somit wertorientierte Anreizsysteme der Unternehmungen sind vor allem auf das Topmanagement ausgerichtet. Das mittlere Management wird in vielen Fällen analog zu den Mitarbeitern tieferer Hierarchiestufen entlohnt.4 Die Annahme, dass mittlere Manager lediglich über geringe Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten im Hinblick auf Unternehmenswertsteigerung verfügen, spricht gegen eine vollständige Einbindung in ein wertorientiertes Anreizmodell.5
Für eine erfolgreiche Umsetzung der wertorientierten Unternehmensführung ist es jedoch notwendig, den Gedanken und die Instrumente des wertorientierten Managements auch in den nachgelagerten Unternehmensebenen umzusetzen.6 Da das mittlere Management eine zentrale Stellung zwischen der obersten Führungsebene und der ausführenden Ebene eines Unternehmens einnimmt, müssen wertorientierte Anreizsysteme daher auch dort angewandt werden, um die Managementleistung dieser Führungsebene am Unternehmenswert auszurichten. Zwar erhält das mittlere Management erfolgs- und leistungsabhängige variable Vergütungsanteile, doch können diese kaum den Ansprüchen an ein wirksam gestaltetes wertorientiertes Anreizinstrument genügen.7
1. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung, Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit inklusive Definitionen.
2. WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSFÜHRUNG: Analyse der theoretischen Grundlagen, Anforderungen und Bewertungsmethoden für eine wertorientierte Steuerung.
3. WERTORIENTIERTE ANREIZSYSTEME: Untersuchung der theoretischen Begründungen, Funktionen und Anforderungen an Anreizsysteme sowie deren Einbindung in die Unternehmensführung.
4. ANREIZSYSTEME FÜR DAS MITTLERE MANAGEMENT: Spezifische Betrachtung der Rolle, Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten von Anreizsystemen für die mittlere Führungsebene.
5. KRITISCHE BEURTEILUNG: Kritische Reflexion der diskutierten Konzepte und deren Wirksamkeit für die Praxis.
6. FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und Prognose zur zukünftigen Entwicklung von Anreizsystemen.
Anreizsysteme, Mittleres Management, Wertorientierte Unternehmensführung, Shareholder Value, Stakeholder Value, Unternehmenswertsteigerung, Variable Vergütung, Bemessungsgrundlagen, Economic Value Added, Cash Value Added, Leistungsanreize, Managementmotivation, Prinzipal-Agenten-Theorie, VIE-Theorie, Bonus Bank-System.
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und Gestaltung wertorientierter Anreizsysteme speziell für das mittlere Management im Kontext einer wertorientierten Unternehmensführung.
Die zentralen Felder umfassen die wertorientierte Steuerung, verschiedene Methoden der Wertbestimmung und Leistungsmessung (Kennzahlen), sowie die theoretische und praktische Ausgestaltung von Anreizstrukturen für Führungskräfte.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob das mittlere Management eigene, spezialisierte Anreizsysteme benötigt, die sich von denen des Topmanagements unterscheiden, um eine effektive Steuerung im Sinne der Wertschaffung zu erreichen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich verschiedener Managementtheorien (z.B. Prinzipal-Agenten-Theorie) sowie der Evaluierung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen und Vergütungsmodelle.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Unternehmensführung und Anreizsysteme sowie deren konkrete Anpassung und Anwendung auf die Rolle und Funktion des mittleren Managements.
Die wesentlichen Begriffe sind Wertorientierung, Shareholder Value, Anreizsysteme, mittleres Management, variable Vergütung und Performancemessung.
Oft herrscht die Annahme, dass mittlere Manager nur geringe Gestaltungsmöglichkeiten bezüglich des Unternehmenswertes haben, weshalb sie meist analog zu operativen Mitarbeitern statt strategisch entlohnt werden.
Es handelt sich um ein Modell, bei dem Boni nicht sofort ausgezahlt, sondern auf einem Konto angesammelt und mit künftigen Perioden verrechnet werden, um kurzfristige Manipulationen zu verhindern und eine langfristige Perspektive zu fördern.
Sie dient als theoretische Basis, um die Notwendigkeit von Anreizsystemen zu begründen, die darauf abzielen, das opportunistische Verhalten von Managern (Agenten) im Sinne der Eigentümer (Prinzipale) zu minimieren.
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