Masterarbeit, 2022
79 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Der Kohleausstieg
2.1 Allgemeiner Verfahrensablauf
2.2 Vorstellung der unterschiedlichen Methoden
2.2.1 Steinkohle
2.2.2 Braunkohle
3 Bewertung der Effizienz
3.1 Gefährdung deutscher & europäischer Klimaziele
3.1.1 Deutsche Klimaziele
3.1.2 Europäische Klimaziele
3.2 Option zum früheren Kohleausstieg ab 2035?
4 Alternativen zum aktuellen System
4.1 Ausschreibungssystem der Steinkohleverstromung
4.2 Umbau des ETS
4.2.1 Linearer Reduktionsfaktor
4.2.2 Umbau der MSR
4.2.3 Löschung von freigewordenen Zertifikaten
4.2.4 Mindestpreis eines CO2-Zertifikats
4.3 EEG-Förderoffensive
4.3.1 Konkurrenz zum Umbau des ETS?
4.3.2 Problemstellungen EEG-Förderung
4.4 Strikter Ausstieg ähnlich dem Atomausstieg
5 Fazit
Die Arbeit analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Effektivität des deutschen Kohleausstiegs. Sie untersucht insbesondere, ob die gewählten Verfahren wie das Ausschreibungssystem für Steinkohle tatsächlich einen effizienten Beitrag zum Klimaschutz leisten oder ob sie strukturelle Schwächen aufweisen, die den Klimazielen entgegenstehen, und schlägt alternative Lösungsansätze vor.
Unzuverlässige Variable der vollen Nutzung des Ausschreibungswissens
Während bei Braunkohle ein strikter Weg vorgegeben ist, kann die Variable, welche zu einem früheren Kohleausstieg führen kann, nur bei der Steinkohleverfeuerung zu suchen sein. Dies ist das Ausschreibungsverfahren der BNetzA.
Wie unter 2.2.1 ausführlich dargestellt, leidet genau dieser Mechanismus an strukturellen Schwächen. Genau dieser Mechanismus, welcher für die deutsche Politik den Kohleausstieg bis 2035 ermöglichen soll, ist im Handumdrehen auszuhebeln. Sofern der marktmechanische Anreiz der BNetzA bzw. der Bundesregierung korrekt abläuft und möglichst viele dreckige Kraftwerke so frühzeitig abgeschalten werden, kann so der größte Teil an CO2 – Emissionen eingespart werden. Wie das Fazit zu den bisherigen Ausschreibungen historisch beweist, funktioniert er aber eben nicht.
Neben Schwankungen in der generellen Möglichkeit der Teilnahme der Ausschreibungsrunden sowie der mengenmäßigen Reduktion der Kohlekapazitäten, ist es Kraftwerksbetreibern mit neueren, effizienten Kraftwerken, also genau jenen die wünschenswerter sind, einfach gemacht das System auszuhebeln und so ist die Folge dass, alte & dreckige Kraftwerke gewinnbringend weiter betrieben werden können (genaueres unter 4.1).
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Dringlichkeit des Klimaschutzes dar und identifiziert die Energiewirtschaft, insbesondere die Kohleverstromung, als Hauptemittenten von CO2 in Deutschland.
2 Der Kohleausstieg: Dieses Kapitel erläutert den gesetzlichen Rahmen (KVBG) und die unterschiedlichen Verfahren zur Stilllegung von Steinkohle- und Braunkohlekraftwerken.
3 Bewertung der Effizienz: Hier wird untersucht, inwiefern der aktuelle Kohleausstiegspfad die deutschen und europäischen Klimaziele gefährdet und ob ein früherer Ausstieg ab 2035 ökonomisch und ökologisch sinnvoll wäre.
4 Alternativen zum aktuellen System: Dieses Kapitel diskutiert alternative Steuerungsmechanismen, wie eine Reform des EU-Emissionshandels (ETS) oder eine EEG-Förderoffensive, um den Ausstieg effizienter zu gestalten.
5 Fazit: Das Fazit bewertet den deutschen Kohleausstieg als ineffektiv und zu kostspielig und fordert einen Kurswechsel hin zu konsequenteren, klimafreundlicheren Maßnahmen.
Kohleausstieg, Klimaschutz, Energiewirtschaft, Kohleverstromung, KVBG, BNetzA, Emissionszertifikate, EU-ETS, Treibhausgasemissionen, Steinkohle, Braunkohle, Beihilferecht, EEG-Förderung, Energiewende, Klimaziele
Die Arbeit untersucht den deutschen Kohleausstieg und bewertet dessen Effizienz als Instrument für den Klimaschutz unter Berücksichtigung rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Die zentralen Themen sind das Ausschreibungsverfahren für Steinkohle, der Braunkohleausstieg, Funktionsweisen des EU-Emissionshandels (ETS), beihilferechtliche Aspekte der Entschädigungen sowie Alternativen für eine beschleunigte Energiewende.
Ziel ist es zu beweisen, dass das aktuelle Verfahren des Kohleausstiegs ineffektive Anreize setzt und den Klimazielen eher hinderlich ist, sowie verbesserte Handlungsoptionen aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Analyse der einschlägigen Gesetze (wie KVBG, EEG) und nutzt eine kritische Auswertung historischer Daten zu Emissionen und Ausschreibungsergebnissen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die bestehenden Mechanismen der BNetzA, die Problematik der beihilferechtlichen Bewertung staatlicher Entschädigungen und vergleicht das aktuelle System mit Alternativen wie dem Umbau des ETS oder einer forcierten EE-Förderung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kohleausstieg, Klimaschutz, Beihilferecht, ETS, Treibhausgase und Strukturwandel geprägt.
Das Kraftwerk Datteln IV dient als Fallbeispiel für eine hochumstrittene Zulassung kurz vor dem Kohleausstieg, deren Emissionen die Kompensationsbemühungen der Bundesregierung im Ausschreibungspfad erschweren.
Beim Wasserbetteffekt führen nationale Minderungen der CO2-Emissionen durch den Kohleausstieg nicht zu sinkenden Gesamtemissionen im europäischen ETS, da freigewordene Zertifikate anderweitig genutzt werden können oder den Preis senken, was den Effekt des Ausstiegs aufhebt.
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