Masterarbeit, 2018
79 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen und Ziele der Arzneimittelversorgung
2.1 Arzneimittel als Vertrauensgüter
2.2 Ziele der Arzneimittelversorgung
2.2.1 Arzneimittelsicherheit
2.2.2 Arzneimittelerreichbarkeit
2.2.3 Wirtschaftlichkeit
3 Situation der Arzneimittelversorgung in Deutschland
3.1 Apotheken- und Arzneimittelregulierung
3.1.1 Betrieb und Besitz einer Apotheke
3.1.2 Verkauf von Arzneimitteln und Arzneimittelpreise
3.1.3 Räumlichkeiten und Lageranforderungen
3.1.4 Verschreibung von Arzneimitteln
3.2 Apothekenlandschaft und Status der Versorgung
3.2.1 Anzahl und Verteilung
3.2.2 Versandapotheken und Arzneimittelversandhandel
3.2.3 Wirtschaftliche Betrachtung des Apothekenbetriebs
4 Bewertung von ausgewählten Reformoptionen
4.1 Kriterien zur Bewertung der Arzneimittelversorgung
4.1.1 Beratungsqualität
4.1.2 Marktpotenziale und Erreichbarkeit
4.1.3 Arzneimittelausgaben
4.2 Rx-Versandhandelsverbot
4.2.1 Beratungsqualität
4.2.2 Marktpotenziale und Erreichbarkeit
4.2.3 Arzneimittelausgaben
4.3 Apothekentaxe
4.3.1 Beratungsqualität
4.3.2 Marktpotenziale und Erreichbarkeit
4.3.3 Arzneimittelausgaben
4.4 Aufhebung des Fremd- und Mehrbesitzverbots
4.4.1 Beratungsqualität
4.4.2 Marktpotenziale und Erreichbarkeit
4.4.3 Arzneimittelausgaben
5 Vergleich und abschließende Bewertung
6 Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit analysiert die aktuellen regulatorischen Herausforderungen des deutschen Arzneimittelmarktes nach dem EuGH-Urteil zur Preisbindung. Das primäre Ziel ist es, verschiedene Reformoptionen hinsichtlich ihrer ökonomischen Auswirkungen auf die Arzneimittelversorgung zu vergleichen und zu bewerten, um herauszufinden, ob durch eine Anpassung der Regulierung eine effektivere und effizientere Versorgung erreicht werden kann.
Arzneimittelsicherheit durch qualifizierte Beratung
Der Gesetzgeber hat mit der Apothekenpflicht für Arzneimittel, der Verschreibungspflicht für besondere Arzneimittel und der Beratungspflicht der Apotheken die Bedeutung der Beratung klar unterstrichen. Aufgrund ihrer Eigenschaft als Vertrauensgüter und der potentiellen Gesundheitsgefahr ist eine Regulierung der Abgabe notwendig. Eine umfassende Beratung durch Apotheken ist entscheidend für den Erfolg der ärztlich verordneten Arzneimitteltherapie und ermöglicht dem Patienten den korrekten Umgang mit den verschriebenen Medikamenten. Durch diese zwei Stufen der Beratung werden die Therapietreue, also das Einhalten der ärztlichen und pharmazeutischen Verordnung, besonders beeinflusst.
Neben den rein gesetzlichen Vorschriften unterstreichen unterschiedliche Studien und Analysen die Relevanz von pharmazeutischer Beratung für den Erfolg einer Arzneimitteltherapie. In einer Metaanalyse der WHO (2003) wird ein klarer Zusammenhang von Therapietreue und Heilungserfolg bei chronisch Kranken aufgezeigt. Darüber hinaus führe das Nichteinhalten einer verordneten Arzneimitteltherapie zu vermeidbaren Krankenhausaufenthalten, häufigeren Arztbesuchen und einer oftmals längeren Behandlungsdauer. Auch wenn dieser Zusammenhang zu erwarten ist, so verdeutlicht er doch die Verantwortung des Patienten zur korrekten Umsetzung der Arzneimitteltherapie. Matusiewicz zeigt mittels einer verhaltensökonomischen Studie, dass Apotheken die Therapietreue von Patienten signifikant beeinflussen können. Das bedeutet, dass durch eine Beratung nicht nur negative Effekte auf den Heilungsprozess vermieden werden können, sondern die Heilung auch positiv beeinflusst werden kann. Die Beratung verbessert die Therapietreue, die wiederum entscheidend für den Heilungsprozess ist. Eine qualifizierte Beratung ist somit ein wichtiges Element der Arzneimittelsicherheit.
1 Einleitung: Stellt das EuGH-Urteil zur Preisbindung und dessen Auswirkung auf die Debatte um die Arzneimittelversorgung sowie die Forschungsfragen der Arbeit vor.
2 Grundlagen und Ziele der Arzneimittelversorgung: Erläutert die ökonomischen Eigenschaften von Arzneimitteln als Vertrauensgüter und definiert gesundheitspolitische Versorgungsziele.
3 Situation der Arzneimittelversorgung in Deutschland: Beschreibt die aktuelle Regulierung, die Apothekenlandschaft und die betriebswirtschaftlichen Besonderheiten des Apothekenbetriebs.
4 Bewertung von ausgewählten Reformoptionen: Analysiert und vergleicht methodisch die Auswirkungen eines Rx-Versandhandelsverbots, einer Apothekentaxe sowie der Aufhebung des Fremd- und Mehrbesitzverbots auf Sicherheit, Erreichbarkeit und Wirtschaftlichkeit.
5 Vergleich und abschließende Bewertung: Synthetisiert die ökonomischen Analyseergebnisse der untersuchten Szenarien und beantwortet die Forschungsfragen.
6 Fazit und Ausblick: Ordnet die Ergebnisse in den politischen Kontext ein und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Apothekenmarktes.
Arzneimittelversorgung, Apothekenmarkt, Rx-Versandhandelsverbot, Apothekentaxe, Fremdbesitzverbot, Mehrbesitzverbot, Arzneimittelsicherheit, Patientenberatung, Gesundheitsökonomie, Versorgungsqualität, Offizin-Apotheken, Versandapotheken, Arzneimittelpreisverordnung, Wettbewerb, Markteintritt
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Aspekte und regulatorischen Rahmenbedingungen des deutschen Apothekenmarktes vor dem Hintergrund des EuGH-Urteils zur Preisbindung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.
Die Arbeit fokussiert sich auf die drei Hauptsäulen der Arzneimittelversorgung (Sicherheit, Erreichbarkeit, Wirtschaftlichkeit) sowie die Auswirkungen von regulatorischen Eingriffen auf den Standort Apotheke.
Das Ziel ist die ökonomische Bewertung von drei konkreten Reformvorschlägen (Versandhandelsverbot, Apothekentaxe, Aufhebung des Fremdbesitzverbots), um zu klären, welche Option eine effizientere und sicherere Versorgung gewährleisten könnte.
Die Autorin/der Autor nutzt eine gesundheitsökonomische Analyse, bei der Reformoptionen unter Ceteris-paribus-Annahme anhand festgelegter Kriterien (Beratungsqualität, Marktpotentiale, Arzneimittelausgaben) mit dem aktuellen Referenzszenario (Status quo) verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der aktuellen Marktsituation und eine detaillierte Wirkungsprognose der drei gewählten Reformszenarien auf die Leistungsfähigkeit und Effizienz der Apotheken.
Wichtige Begriffe sind Versorgungsicherheit, Vertrauensgüter, Offizin-Apotheken, Arzneimittelpreisverordnung sowie die spezifischen Regulierungsmechanismen wie das Mehrbesitzverbot.
Es wird primär von Apothekenverbänden gefordert, um die flächendeckende Versorgung durch Vor-Ort-Apotheken zu stützen und Wettbewerbsnachteile auszugleichen, die durch Boni ausländischer Versandapotheken entstehen.
Die Arbeit schlussfolgert, dass die Aufhebung des Verbots durch Realisierung von Skaleneffekten in Form von Apothekenketten eine Verbesserung der Erreichbarkeit fördern könnte, ohne die Beratungsqualität notwendigerweise zu senken.
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