Masterarbeit, 2020
119 Seiten, Note: 1,4
I. Einleitung
1. Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Forschungs- und Diskussionsstand
1.2.1 Forschungssituation zu Kunsthochschulen
1.2.2 Forschungssituation zu Hochschulkommunikation
1.2.3 Studie Hochschulkommunikation erforschen
1.3 Anliegen und Aufbau der Arbeit
II. Theoretischer Teil
2. Hochschulkommunikation
2.1 Begriffsbestimmung: Hochschulkommunikation und ihre Akteur*innen
2.2 Hochschulkommunikation im zeitgeschichtlichen Entwicklungsprozess
3. Kunsthochschulen und Akademien in Deutschland
3.1 Die Institution Kunsthochschule und ihre Sonderstellung
3.1.1 Differenzierung im Fach Kunst
3.1.2 Die (individual-)rechtliche Stellung der Kunsthochschulen
3.1.3 Abgrenzung der Kunsthochschulen zu anderen Kulturbetrieben
III. Empirischer Teil
4. Methodische Vorgehensweise und Auswahlverfahren
4.1 Wahl der Methodik: Qualitative Sozialforschung
4.2 Wahl der Erhebungsform: Leitfadengestütztes Experteninterview
4.3 Begründung des Interviewleitfaden
4.4 Identifizierung und Auswahl der Expert*innen
4.5 Auswahl der Expert*innen
4.6 Durchführung und Auswertung der Interviews
IV. Ergebnisse, Diskussion und Ausblick
5. Darstellung der Ergebnisse
5.1 Kommunikator*innen an Kunsthochschulen: Rolle und Selbstverständnis
5.2 Ausstattung, Strukturen und Profil der Kommunikationsabteilungen
5.3 Kommunikationsfelder: die interne Kommunikation
5.4 Austauschbeziehungen und Zusammenarbeit mit den internen Akteursgruppen der Kunsthochschulen
5.4.1 Die Beziehung der Kommunikator*innen zu den Professor*innen
5.4.2 Die Beziehung der Kommunikator*innen zu den Studierenden
5.4.3 Die Beziehung der Kommunikator*innen zur Hochschulleitung
5.5 Kommunikationsfelder: die externe Kommunikation
5.6 Sonderstellung gegenüber anderen Hochschulen und Kultureinrichtungen
5.7 Arbeitskreis der Kunst- und Musikhochschulen
6. Beantwortung der Leitfragen
7. Schlussbetrachtung und kritische Würdigung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle, Organisation und Arbeitsbedingungen von Kommunikationsabteilungen an deutschen Kunsthochschulen. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen steigenden Erwartungen an eine strategische Hochschulkommunikation und den realen personellen sowie finanziellen Ressourcen aufzuzeigen, um somit die Forschungslücke im Bereich der Kunsthochschulkommunikation zu schließen.
1. Ausgangssituation und Problemstellung
Die Politik und die Gesellschaft fordern von den Hochschulen zunehmend mehr Klarheit und Offenheit, wenn es um ihre gesellschaftliche Verantwortung in Bezug auf ihren Bildungsauftrag geht. Solchen Erwartungen können die Hochschulen mit einer transparenten und ehrlichen Kommunikation begegnen. Diese Art von Kommunikation ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil des alltäglichen Lebens, sondern es kommt ihr auch im institutionellen Kontext eine große Bedeutung zu, indem sie das Bild und das Selbstverständnis von Hochschulen mitgestaltet. Wird die Kommunikationskultur und der Transfer von Wissen innerhalb einer Hochschule offen und transparent praktiziert, kann ein Grundgefühl von Vertrauen und Zugehörigkeit entstehen. Dies ist entscheidend für eine glaubhafte Außendarstellung und ihren "unternehmerischen" Erfolg.
Wie die jüngsten Beispiele im Zuge der #MeToo-Debatte zeigen, sind auch die künstlerischen Hochschulen nicht vor den Folgen negativer Außenwahrnehmung gefeit und müssen sich vermehrt gegen Sexismusvorwürfe, Machtmissbrauch und einen dadurch hervorgerufenen Reputationsschaden behaupten. Sie, die sich seit jeher auf ihren Akademiegedanken berufen und traditionell ein sehr enges Meister-Schüler-Verhältnis pflegen, werden seitdem pauschal als Orte, an denen sexualisierte Diskriminierung stattfindet, wahrgenommen. In diesem Kontext spielt die Hochschulkommunikation eine entscheidende Rolle und ist für viele Hochschulen der Schlüssel zu einer erfolgreichen Außenwirksamkeit.
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Arbeit ein und beleuchtet die aktuelle Relevanz einer strategischen Kommunikationsarbeit an Kunsthochschulen unter Berücksichtigung jüngster Krisendebatten.
II. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Hochschulkommunikation, ordnet ihn wissenschaftstheoretisch ein und beschreibt sowohl die Institution Kunsthochschule als auch ihren besonderen Auftrag im Bildungssystem.
III. Empirischer Teil: Die Methodik wird mit dem Ansatz des leitfadengestützten Experteninterviews begründet, wobei der Fokus auf der Auswahl der Expert*innen und dem systematischen Vorgehen bei der Datenerhebung liegt.
IV. Ergebnisse, Diskussion und Ausblick: Hier werden die gewonnenen Daten aus den Experteninterviews detailliert präsentiert, diskutiert und kritisch gewürdigt, um abschließend die Leitfragen zu beantworten.
Hochschulkommunikation, Kunsthochschulen, Öffentlichkeitsarbeit, PR, Kommunikationsabteilung, Kunst, Musikhochschulen, Stakeholder, Strategische Kommunikation, Reputationsmanagement, Experteninterview, Hochschulmanagement, Medienarbeit, interne Kommunikation, externe Kommunikation.
Die Arbeit untersucht die Kommunikationsarbeit an deutschen Kunsthochschulen, die bisher wissenschaftlich weitgehend vernachlässigt wurden, und analysiert deren Strukturen, Aufgaben und Herausforderungen.
Zentrale Themen sind das Selbstverständnis der Kommunikatoren, die Ausstattung der Kommunikationsabteilungen, die interne Kommunikation sowie die Beziehungen zu internen und externen Zielgruppen.
Ziel ist es, ein differenziertes Bild der Kommunikationsabteilungen an Kunsthochschulen zu zeichnen und zu ergründen, wie diese trotz oft geringer Kapazitäten ihre Aufgaben bewältigen.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf leitfadengestützten Experteninterviews mit Leitern von Kommunikationsabteilungen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kunsthochschulen und Kommunikation sowie die empirische Analyse der Interviewdaten inklusive der Darstellung und Diskussion der Ergebnisse.
Hochschulkommunikation, Kunsthochschulmanagement, Stakeholder, Kommunikationsstrategien und Rollenbilder der Kommunikatoren.
An kleinen Häusern dominieren oft Ein-Personen-Stabsstellen mit einem breiten Aufgabenspektrum, während an größeren Hochschulen eine stärkere Arbeitsteilung und strategische Ausrichtung möglich ist.
Die Beziehung zur Hochschulleitung ist entscheidend, da sie die Legitimation und den Ressourcenrahmen für die Kommunikationsarbeit vorgibt; die Kommunikatoren sehen sich oft in einer Schnittstellenfunktion zwischen Leitung und den künstlerischen Fachbereichen.
Häufig genannt werden Unterbesetzung, mangelnde finanzielle Ressourcen und ein teilweise fehlendes Verständnis von Professoren oder Leitungsebenen für die Bedeutung strategischer Kommunikationsarbeit.
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