Diplomarbeit, 2008
231 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Institution „Bank“
2.1 Die „Bank“ aus historischer Perspektive
2.2 Die „Bank“ aus theoretisch-volkswirtschaftlicher Perspektive
2.2.1 Finanzintermediation
2.2.2 Die neoklassischen Theorien
2.2.3 Neo-Institutionalismus
2.2.3.1 Transaction Cost Approach
2.2.3.2 Information Theoretic Approach
2.2.3.3 Disintermediation
2.2.3.4 Zusammenfassende Betrachtung zum Intermediär Bank
2.3 Die „Bank“ aus betriebswirtschaftlicher Sicht
2.4 Banken aus Sicht der Gesetzgebung
2.4.1 Banken im Kontext der Gesetzgebung
2.4.2 Bankenregulierung und Risiken
3. Bankensysteme
3.1 Der Begriff Bankensystem
3.2 Arten von Bankensystemen
4. Das deutsche Bankensystem
4.1 Das Zentralbanksystem
4.2 Geschäftsbankensystem - Universalbanken
4.2.1 Privatwirtschaftlicher Bankensektor (Kreditbanken)
4.2.1.1 Großbanken
4.2.1.2 Regionalbanken und Sonstige Kreditbanken
4.2.1.3 Zweigstellen ausländischer Banken
4.2.2 Öffentlich-Rechtlicher Bankensektor
4.2.2.1 Sparkassen
4.2.2.2 Landesbanken
4.2.2.3 Sparkassen Verbundpartner
4.2.3 Genossenschaftlicher Bankensektor
4.2.3.1 Kreditgenossenschaften
4.2.3.2 Genossenschaftliche Zentralbanken
4.2.3.3 Genossenschaftliches Verbundsystem
4.3 Geschäftsbankensystem - Spezialbanken
4.3.1 Realkreditinstitute / Hypothekenbanken
4.3.2 Bausparkassen
4.3.3 Direktbanken
4.3.4 Kapitalanlagegesellschaften
4.3.5 Wertpapiersammelbanken
4.3.6 Banken mit Sonderaufgaben
5. Kennzahlen und Performanceanalyse
5.1 Kennzahlen
5.1.1 Begriff und Merkmale von Kennzahlen
5.1.2 Kennzahlenarten
5.2 Erfolgsmessung im Bankbereich
5.3 Empirische Untersuchung der Entwicklung des Bankensystems
5.3.1 Strukturkennzahlen
5.3.1.1 Anzahl der Kreditinstitute
5.3.1.2 Anzahl der Zweigstellen (Bankstellen)
5.3.1.3 Anzahl der Mitarbeiter
5.3.2 Volumenkennzahlen
5.3.2.1 Geschäftsvolumen
5.3.2.2 Bilanzsumme
5.3.2.3 Marktanteil
5.3.3 Ertragskennzahlen
5.3.3.1 Zinsspanne
5.3.3.2 Provisionsspanne
5.3.3.3 Weitere Ergebniskomponenten
5.3.3.4 Bruttoertragsspanne
5.3.4 Aufwandskennzahlen
5.3.5. Bewertungskennzahlen - Risikovorsorgespanne
5.3.6 Gesamtkapitalrentabilität - Return on Assets (=ROA)
5.3.7 Eigenkapitalrentabilität - Return on Equity (=ROE)
5.3.8 Aufwand-Ertrags-Relation bzw. Cost Income Ratio (CIR)
5.3.9 Weitere Kennzahlen
5.4 Kennzahlensysteme
5.4.1 ROE-(ROI) Kennzahlenhierarchie
5.4.2 Konzept einer integrierten Rendite-/Risikosteuerung
5.4.3 Alternative bzw. ergänzende Kennzahlenkonzepte
5.5 Grenzen im Rahmen von Kennzahlen-Untersuchungen
6. Bankensysteme anderer Staaten
6.1 Das US-amerikanische Bankensystem
6.1.1 Charakteristika des Bankensystems der USA
6.1.2 Das Bankensystem der USA
6.1.2.1 Zentralbankensystem
6.1.2.2 Geschäftsbankensystem
6.1.3 Entwicklung des US Bankensystems
6.2 Das Japanische Bankensystem
6.2.1 Charakteristika des japanischen Bankensystems
6.2.2 Das Bankensystem Japans
6.2.2.1 Das Zentralbankensystem Japans
6.2.2.2 Das Geschäftsbankensystem Japans
6.2.3 Entwicklung des japanischen Bankensystems
6.3. Das Britische Bankensystem
6.3.1 Charakteristika des Bankensystems Großbritanniens
6.3.2 Das Bankensystem Großbritanniens
6.3.2.1 Das Zentralbankensystem
6.3.2.2 Das Geschäftsbankensystem
6.3.3 Entwicklung des britischen Bankensystems
6.4 Grenzen der Vergleichbarkeit
7. Neue Wege für das deutsche Bankensystem
8. Zusammenfassung
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Performance des deutschen Bankensystems im internationalen Vergleich. Das primäre Ziel ist es, ausgehend von einer theoretischen Fundierung der Institution „Bank“ und des „Bankensystems“, eine empirische Analyse der Entwicklung deutscher Kreditinstitute auf Ebene der Bankengruppen für das letzte Jahrzehnt durchzuführen. Zudem werden die Bankensysteme führender Volkswirtschaften (USA, Japan, Großbritannien) beleuchtet und Handlungsmöglichkeiten für das deutsche System abgeleitet.
2.2.3.1 Transaction Cost Approach
Der Transaction Cost Approach geht von einem gleichen Informationsstand (im Sinne von gleich verteilten / symmetrischen Informationen) der Marktteilnehmer auf einem unvollkommenen Markt sowie technisch-organisatorischen Kosten bei der Beschaffung, Verarbeitung und Kontrolle der Informationen aus. Banken gelten als Spezialisten im Umgang mit Informationen bezüglich finanzieller Transaktionen. Mit ihrer Hilfe können die Kosten für den Kontakt zwischen Kapitalgeber und Kapitalnehmer gesenkt werden. Dies wird beispielsweise durch Kostendegression ermöglicht. Den Ausgangspunkt bildet dabei die Annahme U-förmig verlaufender Stückkosten. Wenn beispielsweise gegebenen Fixkosten auf eine immer größere Anzahl von Leistungseinheiten verteilt werden können, führt dies zu sinkenden Stückkosten.
Des Weiteren ergeben sich der Argumentation Flecks folgend Economies of Scale (Lernkurveneffekte auf Grund sich wieder-holender Arbeitsabläufe z.B. im Zahlungsverkehr), Economies of Scope (Verbundeffekte durch Nutzung zentraler Einrichtungen (z.B. Rechenzentren) oder Cross Selling durch Absatz mehrerer Produkte an einen Kunden), sowie auch Economies of Learning (Verbesserung von bereits be-stehenden Fähigkeiten durch Lerneffekte, z.B. bei Bonitätsprüfungen), Economies of Quality (Kostenreduktion durch Qualitätsverbesserung, z.B. weniger Vertragswiderrufe und mehr Ab-schlüsse durch höhere Beratungsqualität) und Economies of Speed (z.B. Kostensenkung durch verkürzte Entwicklungszyklen bei der Kreation neuer Wertpapierprodukte wie z.B. Zertifikaten).
Dies zeigt, dass größere Einheiten mit einer Großzahl an Mitarbeitern effektiver arbeiten können als Einzelpersonen. Allerdings steigen mit der Mitarbeiterzahl auch die internen Kosten der Organisation (Abstimmungskosten). Wird beispielsweise die Unterhaltung einer Personalabteilung notwendig, stellt diese einen Kostenfaktor dar, den eine Einzelperson nicht hätte. Daher ist die Realisierung der oben angeführten Effekte nur sinnvoll bis zu dem Punkt, an dem die internen Abstimmungskosten gleich dem Nutzen aus den „Economie-Effekten“ sind.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des deutschen Bankensystems ein und umreißt die theoretische sowie empirische Vorgehensweise zur Analyse der Performance im Vergleich zu anderen führenden Industrienationen.
2. Die Institution „Bank“: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung, volkswirtschaftliche Funktionen und betriebswirtschaftliche Bedeutung von Banken, ergänzt durch regulatorische Definitionen.
3. Bankensysteme: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Begriffs Bankensystem sowie eine Differenzierung verschiedener Systemarten (z.B. Trennbankensystem vs. Universalbankensystem).
4. Das deutsche Bankensystem: Die Struktur des deutschen Bankensektors, unterteilt in Zentralbank, Universalbanken (Kreditbanken, öffentlich-rechtliche Institute, Genossenschaftsbanken) und Spezialbanken, wird detailliert dargestellt.
5. Kennzahlen und Performanceanalyse: Dieses Kernkapitel definiert relevante Performance-Kennzahlen für Kreditinstitute und führt eine umfassende empirische Analyse der deutschen Bankengruppen durch.
6. Bankensysteme anderer Staaten: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der Bankensysteme der USA, Japans und Großbritanniens inklusive deren jeweiliger Entwicklungsstufen und Performance-Kennzahlen.
7. Neue Wege für das deutsche Bankensystem: Das Kapitel diskutiert aktuelle Herausforderungen und Kritikpunkte, wie etwa die Rolle des öffentlich-rechtlichen Sektors und die "Overbanking"-Thematik, um zukünftige Lösungswege aufzuzeigen.
8. Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und ein Fazit zur Performance und Entwicklung der betrachteten Bankensysteme gezogen.
Bankensystem, Finanzintermediation, Universalbank, Kennzahlen, Performanceanalyse, Zinsspanne, Eigenkapitalrentabilität, ROA, ROE, Cost-Income-Ratio, Risikovorsorge, Trennbankensystem, Bankenregulierung, Bankmanagement, Effizienz
Die Arbeit analysiert die Performance und Entwicklung deutscher Bankengruppen im letzten Jahrzehnt sowie deren Struktur, eingebettet in den Kontext internationaler Bankensysteme.
Zentral sind die theoretische Fundierung der Finanzintermediation, die Analyse des deutschen Bankenmarktes und dessen Performance-Messung durch Kennzahlen sowie der Vergleich mit den USA, Japan und Großbritannien.
Das Ziel ist ein empirisch fundierter Vergleich der Entwicklung deutscher Banken anhand von Performance-Kennzahlen und die Ableitung von Handlungsmöglichkeiten für das deutsche System.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine quantitative empirische Untersuchung auf Basis von Statistiken der Deutschen Bundesbank und anderer relevanter Institutionen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung des Bankwesens, die detaillierte Darstellung des deutschen Systems, eine tiefgehende Performanceanalyse mittels Kennzahlen und eine vergleichende Analyse internationaler Bankenmärkte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Finanzintermediation, Bankensystem, Performanceanalyse, Kennzahlen (ROE, ROA, CIR) und Bankenregulierung charakterisiert.
Der US-Markt war historisch stärker durch ein Trennbankensystem (Glass-Steagall Act) geprägt, während Deutschland traditionell auf dem Universalbankprinzip basiert.
Die CIR dient als Maß für die Kosteneffizienz. Ein niedrigerer Wert signalisiert eine effizientere Betriebsführung, was für die Wettbewerbsfähigkeit der Kreditinstitute entscheidend ist.
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