Bachelorarbeit, 2012
66 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Gesellschaftliche Krisenzeiten in Deutschland
2.1 Wirtschaftliche Krisen
2.2 Subjektive, individuelle Krisen
3. Ausgewählte theoretische Ansätze zur individuellen Mediennutzung
3.1 Bedürfnisse nach Abraham H. Maslow und Denis McQuail
3.2 Nutzen- und Belohnungsansatz
3.3 Eskapismusthese
4. Kinosituation in Deutschland
4.1 Überblick zur aktuellen Situation des Kinos in Deutschland
4.2 Einheimische Filmproduktionen im Fokus
4.3 Forschungsstand zu Kinopräferenzen
5. Ergebnisse einer quantitativen Online-Befragung zum Kinobesuch
5.1 Untersuchungsmethode
5.2 Vorüberlegungen zum Fragebogen
5.3 Aufbau des Fragebogens
5.4 Auswertungsergebnisse der erhobenen Daten
5.5 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.6 Hypothesengenerierung
6. Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern der Kinobesuch in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krisenzeiten zur individuellen Bedürfnisbefriedigung beiträgt und welche Faktoren das Konsumverhalten der Zuschauer maßgeblich beeinflussen.
1. Einleitung
Die vorliegende Bachelorarbeit „Das Kino in Krisenzeiten – Ein Zuschauer- und Wirtschaftsmagnet?“ versucht aufzuzeigen, weshalb in Krisenzeiten Lichtspielhäuser Umsatz- und Besucherrekorde verzeichnen. Die Medien haben diesen Trend bereits erkannt. So titelte beispielsweise die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung: „Kino-Boom in der Krise“ (Häntzschel 2009). In diesem Beitrag thematisiert der Autor das Phänomen, dass „die Amerikaner so viele Kinokarten wie seit zwanzig Jahren nicht mehr [kaufen]“ (ebd.). „Nie sind die Leute gieriger auf Filme als in schlechten Zeiten.“ (ebd.) Dies verdeutlicht bereits, dass der Kinoaufschwung nicht nur in Deutschland, sondern weltweit zu beobachten ist und sich nicht auf ein einziges Land beschränkt.
Die Ausarbeitung legt dabei das Hauptaugenmerk auf das Lichtspielhaus und seine Filme, die seit der 2007 einsetzenden Finanz- und Wirtschaftskrise, die sich seit 2008 auf globaler Ebene auswirkt(e), starteten. Dadurch wird ein aktueller Bezug zum Thema hergestellt. Aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Arbeit beschränken sich die Betrachtungen in erster Linie auf die Bundesrepublik Deutschland. Die zu untersuchende Forschungsfrage lautet: „Inwieweit ermöglicht der Kinobesuch, vor allem in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krisenzeiten, die individuelle Bedürfnisbefriedigung?“
Kapitel 2 skizziert zunächst verschiedene Begriffsbestimmungen für „Krise“. Darauf aufbauend erfolgt ein kurzer Überblick der aktuellen Krisensituation anhand von drei Indikatoren. Dadurch soll die Finanz- und Wirtschaftskrise konkretisiert werden. Aber auch subjektive, individuelle Krisen finden in diesem Abschnitt ihre Berücksichtigung.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der individuellen Bedürfnisbefriedigung durch Kinobesuche in Krisenzeiten und gibt einen Überblick über den thematischen Aufbau der Arbeit.
2. Gesellschaftliche Krisenzeiten in Deutschland: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Krise" sowohl aus ökonomischer als auch aus subjektiver, individueller Perspektive und beleuchtet aktuelle Indikatoren der wirtschaftlichen Lage.
3. Ausgewählte theoretische Ansätze zur individuellen Mediennutzung: Das Kapitel stellt zentrale Theorien wie Maslows Bedürfnisse, den Nutzen- und Belohnungsansatz sowie die Eskapismusthese vor, um Medienwahl und Kinokonsum zu erklären.
4. Kinosituation in Deutschland: Es wird die aktuelle Lage der deutschen Kinolandschaft analysiert, wobei ein besonderer Fokus auf dem 3D-Boom und dem Erfolg deutscher Filmproduktionen liegt.
5. Ergebnisse einer quantitativen Online-Befragung zum Kinobesuch: Der methodische Teil umfasst die Präsentation und Interpretation einer eigenen Online-Umfrage, die Aufschluss über Motive und soziodemografische Daten der Kinogänger gibt.
6. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Analyse zusammen und bietet einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Kinokonsum, Krisenzeiten, Bedürfnisbefriedigung, Mediennutzung, Filmwirtschaft, Eskapismusthese, Nutzen- und Belohnungsansatz, Online-Befragung, Besucherrekorde, deutsche Filmproduktion, Nutzerverhalten, Unterhaltungsbedürfnis, 3D-Kino, soziale Interaktion, Kinogänger.
Die Arbeit untersucht das Phänomen, ob Kinobesuche in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als Mittel zur individuellen Bedürfnisbefriedigung dienen und welche Motive die Zuschauer zum Lichtspielhaus führen.
Die zentralen Felder sind die Krisenwahrnehmung in der Gesellschaft, theoretische Ansätze der Mediennutzungsforschung sowie eine empirische Analyse des Kinokonsums in Deutschland.
Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit ermöglicht der Kinobesuch, vor allem in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krisenzeiten, die individuelle Bedürfnisbefriedigung?“
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse wird eine quantitative Online-Umfrage mit 199 Befragten durchgeführt, um empirische Daten über Kinopräferenzen zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Betrachtung der Medienmotive, eine Analyse der Kinosituation in Deutschland und die Auswertung der selbst erhobenen Daten.
Wichtige Begriffe sind Kinokonsum, Krisenzeiten, Bedürfnisbefriedigung, Mediennutzung und Filmwirtschaft.
Diese Differenzierung ist entscheidend, da ökonomische Kennzahlen nicht automatisch das individuelle Sicherheitsempfinden widerspiegeln; beide Ebenen beeinflussen jedoch das Verhalten der Kinobesucher unterschiedlich.
Die Arbeit prüft, ob die Flucht in eine fiktive Filmwelt (Eskapismus) ein Haupttreiber für den Kinobesuch in Krisenzeiten ist, wobei sich in der Studie zeigt, dass dieser Faktor weniger stark wiegt als soziale Motive.
Die Umfrage zeigt ein hohes Bedürfnis und Interesse an deutschen Filmproduktionen, was als ein signifikanter Faktor für das Besucheraufkommen in den untersuchten Jahren identifiziert wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

