Bachelorarbeit, 2022
99 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Grundzüge internationaler Unternehmensbesteuerung
2.1 Begriffsdefinition sowie Rechtsquellen und Ziele
2.2 Steuersouveränität und Anknüpfungspunkte der Besteuerung
2.3 Besteuerung bei grenzüberschreitender Geschäftstätigkeit
2.3.1 Exportgeschäfte
2.3.2 Direktinvestitionen in Form von Betriebsstätten
2.3.3 Direktinvestitionen in Form von Kapital- und Personengesellschaften
2.4 Ursachen und Vermeidung von Doppelbesteuerung
2.5 Zwischenstaatliche Gewinnabgrenzung in Konzernstrukturen
3 Herausforderungen durch Digitalisierung und Globalisierung
3.1 Auswirkungen auf die Unternehmenslandschaft
3.2 Steuerliche Herausforderungen und Problemfelder
3.2.1 Fehlende steuerliche Anknüpfungspunkte
3.2.2 Globaler Steuerwettbewerb
3.2.3 Internationale Steuerplanung
4 Das Anti-BEPS-Projekt der OECD und G20
4.1 Entstehung und Projektziele
4.2 Konsensbasierter Aktionsplan
4.3 Entwicklungen zu BEPS 2.0
5 Die Zwei-Säulen-Lösung der OECD/G20
5.1 Konzeptvorstellung und Überblick
5.2 Reallokation von Besteuerungsrechten unter Pillar One
5.2.1 Gegenstand und Ziele
5.2.2 Anwendungsbereich
5.2.3 Steuerlicher Nexus
5.2.4 Steuerbemessungsgrundlage und Allokation
5.2.5 Revenue-Sourcing-Rules
5.2.6 Doppelbesteuerung und Administration
5.2.7 Umsetzung der Regeln
5.3 Etablierung einer globalen Mindeststeuer unter Pillar Two
5.3.1 Gegenstand und Ziele
5.3.2 Grundkonzeption und Anwendungsbereich
5.3.3 Ermittlung der Effective-Tax-Rate (ETR)
5.3.4 Berechnung der Top-up Tax
5.3.5 Erhebung der Top-up Tax
5.3.5.1 Das GloBE-Regelwerk
5.3.5.1.1 Income-Inclusion-Rule (IIR)
5.3.5.1.2 Switch-Over-Rule (SOR)
5.3.5.1.3 Undertaxed-Payments-Rule (UTPR)
5.3.5.2 Subject-to-Tax-Rule (STTR)
5.3.6 Koordination und Umsetzung der Regeln
6 Kritische Analyse der politischen Ziele und Umsetzungsmaßnahmen
7 Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick
Die vorliegende Bachelorthesis untersucht, inwieweit die von der OECD und G20 vorgeschlagenen Maßnahmen der „Zwei-Säulen-Lösung“ (BEPS 2.0) geeignet sind, die steuerlichen Herausforderungen der modernen, digitalisierten Wirtschaftswelt zu adressieren und die internationale Steuergerechtigkeit zu fördern.
3.1 Auswirkungen auf die Unternehmenslandschaft
In den letzten Jahrzehnten wurde die Weltwirtschaft maßgeblich durch zwei dominante Entwicklungen verändert. Die Digitalisierung und die Globalisierung sind der Überbegriff für den Wandel, welcher durch den Einsatz und die Nutzung von Informationstechnologien sowie die internationale Ausdehnung geschäftlicher Aktivitäten getrieben wird. Da digitale Technologien auf der einen Seite den Aufbau und die Pflege weltweiter Beziehungen erleichtern und auf der anderen Seite der mit der Globalisierung einhergehende Wettbewerbsdruck deren Einsatz unvermeidbar macht, sind beide Aspekte stark miteinander verbunden und beeinflussen sich mit zunehmender Dynamik gegenseitig.
Die Globalisierung führte zu einem rasanten Anstieg von grenzüberschreitender Unternehmenstätigkeit im Sinne von Außenhandelsgeschäften und ausländischen Direktinvestitionen. Durch den hiermit korrespondierenden Anstieg multinationaler Unternehmensgruppen (MNE) erhöhte sich gleichermaßen der Anteil der konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen auf nunmehr 80% des Welthandelsvolumens. Diese weltweit agierenden Unternehmen sind hierbei nicht nur ein Ergebnis, sondern auch ein wesentlicher Treiber und damit von besonderer Bedeutung für die Globalisierung.
1 Einleitung: Vorstellung der Problematik durch Digitalisierung und Globalisierung sowie die Einführung des OECD/G20-Reformprojekts BEPS 2.0.
2 Grundzüge internationaler Unternehmensbesteuerung: Darstellung der klassischen Prinzipien, Rechtsquellen und Herausforderungen bei grenzüberschreitenden Aktivitäten.
3 Herausforderungen durch Digitalisierung und Globalisierung: Analyse der steuerlichen Diskrepanzen, die durch neue digitale Geschäftsmodelle und den Steuerwettbewerb entstehen.
4 Das Anti-BEPS-Projekt der OECD und G20: Erläuterung der Entstehungsgeschichte des ursprünglichen Anti-BEPS-Projekts und des Übergangs zur BEPS 2.0-Initiative.
5 Die Zwei-Säulen-Lösung der OECD/G20: Detaillierte Darstellung der Funktionsweise von Pillar One (Reallokation) und Pillar Two (globale Mindeststeuer).
6 Kritische Analyse der politischen Ziele und Umsetzungsmaßnahmen: Differenzierte Betrachtung der Zweckmäßigkeit und der möglichen Auswirkungen der Reformmaßnahmen auf die internationale Steuerlandschaft.
7 Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick: Fazit der kritischen Analyse und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des IF als Standardsetter im Steuerrecht.
BEPS 2.0, OECD, G20, Pillar One, Pillar Two, Unternehmensbesteuerung, Digitalisierung, Gewinnverlagerung, effektive Mindeststeuer, Steuersouveränität, Fremdvergleichsgrundsatz, Steuerwettbewerb, Gewinnabgrenzung, Unternehmensplanung, Globalisierung.
Die Arbeit analysiert die globale Steuerreform der OECD/G20 (BEPS 2.0) hinsichtlich ihrer Maßnahmen zur Neugestaltung der internationalen Unternehmensbesteuerung im digitalen Zeitalter.
Die zentralen Felder umfassen die Besteuerung von multinationalen Konzernen, die Bewältigung des Steuerwettbewerbs zwischen Staaten sowie die Anpassung von Besteuerungsrechten an digitale Geschäftsmodelle.
Ziel ist es, das Reformvorhaben der Zwei-Säulen-Lösung detailliert darzustellen und kritisch zu bewerten, ob die Maßnahmen zur Erreichung der politischen Ziele beitragen.
Es erfolgt eine fundierte theoretische Aufarbeitung der steuerrechtlichen Grundlagen sowie eine kritische Analyse und Würdigung der politischen Reformpläne und deren Umsetzungsmechanismen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Grundzüge, die Herausforderungen der Digitalwirtschaft, das ursprüngliche Anti-BEPS-Projekt sowie die detaillierte Ausarbeitung und Analyse der Pillar One und Pillar Two Mechanismen.
Schlüsselbegriffe sind insbesondere Pillar One, Pillar Two, BEPS 2.0, Mindestbesteuerung, Gewinnverlagerung und Steuergerechtigkeit.
Pillar One zielt auf eine teilweise Neuverteilung der Besteuerungsrechte an den Gewinnen der weltweit größten Konzerne ab, um Marktstaaten ein Besteuerungsrecht unabhängig von physischer Präsenz zu ermöglichen.
Beim Jurisdictional-Blending wird die effektive Steuerbelastung (ETR) separat für jeden Staat ermittelt, in dem ein Konzern tätig ist, um gezielt Niedrigsteuerländer aufzudecken.
Sie stellt keinen integralen Bestandteil der GloBE-Regeln dar, sondern ist eine abkommensbasierte Regel, die speziell die Quellenstaaten vor Risiken aus BEPS-Strukturen schützen soll.
Dies beschreibt den riskanten Wettbewerb der Staaten untereinander, durch stetige Senkungen der Unternehmenssteuersätze Investoren anzulocken, was langfristig die Steuerbasis aller beteiligten Staaten untergräbt.
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