Masterarbeit, 2021
88 Seiten, Note: 1,6
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 BGF, BGM und Arbeitsschutz
3.1.1 Betriebliche Gesundheitsförderung
3.1.2 Betriebliches Gesundheitsmanagement
3.1.3 Arbeitsschutz
3.2 Arbeitswelt 4.0 – Auswirkungen und Begriffserklärung
3.2.1 Gesundheitliche Auswirkungen der Arbeitswelt 4.0
3.2.2 Arbeitswelt 4.0, Industrie 4.0 und New Work
3.2.3 Homeoffice, Work-Life-Balance, Work-Life-Blending
3.2.4 Exkurs Corona Pandemie
3.3 Beschreibung des aktuellen Kenntnis- und Forschungsstandes Digitale Arbeit, BGM und Gesundes Führen
3.3.1 Aktuelle Zahlen Digitale Arbeit
3.3.2 Aktuelle Zahlen im BGM
3.3.3 Kenntnis- und Forschungsstand Thema „Gesundes Führen“
3.4 Evidenz zu Programmen und Maßnahmen
4 METHODIK
4.1 Fragestellung
4.2 Untersuchungsablauf/ Untersuchungsdesign
4.3 Literaturrecherche und Klassifizierung
4.3.1 Suchmaschinen und Datenbanken
4.3.2 Klassifikationsschema
4.4 Datenauswertung
5 ERGEBNISSE
5.1 Ernährungsweise gegen Übergewicht und Diabetes
5.2 Depressionen, Burnout & Erschöpfung – Macht der Körper die Seele krank?
5.3 Die richtige Themenkampagne
5.4 Gesundheitsorientiertes Führen
5.5 Beschäftigung sichern – Employability
5.6 Recruiting in der Arbeitswelt 4.0
5.7 Big Data – Den gläsernen Arbeitnehmer verhindern
6 DISKUSSION
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die Forschungsarbeit zielt darauf ab, die Belastungen in der Arbeitswelt 4.0 und im Kontext von New Work umfassend zu analysieren, den aktuellen Status quo in Deutschland zu bewerten und Verbesserungspotenziale für betriebliche Maßnahmen sowie Führungsstile zu identifizieren.
3.2.1 Gesundheitliche Auswirkungen der Arbeitswelt 4.0
Die fortgeschrittene Technik heutzutage ermöglicht es Beschäftigte ständig zu überwachen und zu durchleuchten. So sorgte beispielsweise der Lidl Überwachungsskandal im Jahr 2008 für heftige Kritik am Unternehmen. Arbeitnehmer tragen immer weniger Verantwortung und müssen bereit sein mehr leisten zu können. In vielen Betrieben wird dem Personal automatisch die Arbeit zugeteilt, sodass die Mitarbeiter keine Entscheidung darüber haben, welche Arbeitsvorgänge sie übernehmen sollen (Schwarzbach, 2016, S. 16). Zudem werden Beschäftigte in bestimmten Branchen mittlerweile auch durch das Monitoring überwacht und nachverfolgt. Es besteht oftmals die Pflicht zur ständigen Erreichbarkeit in der Arbeit 4.0 durch die technischen Möglichkeiten (Schwarzbach, 2016, S. 24). Häufig findet sich für jeden Arbeitsprozess eine Zahl oder KPI (key performance inidcator), die diesen Vorgang messbar macht. So gibt es z.B. Werte für die Kundenzufriedenheit, Bearbeitungsdauer, Wartezeiten oder Prozessdurchlaufszeiten (Schwarzbach, 2016, S. 16). Ein weiterer strittiger Punkt ist hier die Flexibilisierung von Arbeitskräften. So wird mithilfe statistischer Erhebungen genau geplant wer, was, wann und in welchem Zeitraum bearbeiten soll, damit Dienstpläne, Arbeitszeiten bis hin zu Pausenzeiten genauestens geplant werden können (Schwarzbach, 2016, S. 17). Somit kann behauptet werden, dass Digitalisierung auch negative Auswirkungen auf das Arbeitsverhalten der Mitarbeiter haben kann.
Zudem geben Mitarbeiter immer häufiger an, gestresst durch Überforderung am Arbeitsplatz zu sein (presseportal.de, 2019). Vier von fünf Deutschen haben bei der Befragung angegeben, die Auswirkungen von Stress am Arbeitsplatz zu spüren. Doch was genau ist Stress überhaupt? Artmann definiert Stress als einen Zustand indem der Körper durch externe, interne oder als präsent wahrgenommene Gefahrensituationen aus dem Gleichgewicht gebracht wird (2019, S. 147). Um wieder in das gewohnte Gleichgewicht, die sogenannte Homöostase zurück zu gelangen, spielen bestimme Stressysteme in unserem zentralen Nervensystem (ZNS) eine entscheidende Rolle. Werden bestimmte Stressoren vom Körper wahrgenommen, regen spezielle nervale Verbindungen im Sympathikus den Körper dazu an die Stresshormone Adrenalin sowie Noradrenalin zu produzieren. Diese Hormone führen zu Reaktionen wie Bluthochdruck, erhöhte Herzfrequenz oder einer
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die digitale Transformation, Definition digitaler Arbeit und Darlegung der Problematik stetig wechselnder Anforderungen und Belastungen in Unternehmen.
2 ZIELSETZUNG: Definition der Forschungsziele zur Untersuchung der Belastungen und Vorteile von Arbeit 4.0 mit dem Ziel, den aktuellen Stand und notwendige betriebliche Anpassungen in Deutschland zu evaluieren.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Detaillierte Betrachtung theoretischer Grundlagen der betrieblichen Gesundheitsförderung, des Arbeitsschutzes und der Auswirkungen der Arbeitswelt 4.0, unterfüttert mit empirischen Daten zu BGM und digitaler Arbeit.
4 METHODIK: Beschreibung des wissenschaftlichen Vorgehens, insbesondere der qualitativen Inhaltsanalyse und Literaturrecherche zum Verständnis von Belastungsfaktoren in der heutigen Arbeitswelt.
5 ERGEBNISSE: Darstellung spezifischer Analyseergebnisse zu Einflussfaktoren auf Gesundheit, wie Ernährung, Führungsstile, Employability und Auswirkungen von Big Data auf die Privatsphäre der Arbeitnehmer.
6 DISKUSSION: Kritische Reflexion der zuvor präsentierten Erkenntnisse über die Chancen und Risiken von Digitalisierung, Automatisierung und neuen Arbeitskonzepten.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Kernergebnisse der Arbeit sowie Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Arbeitswelt und notwendige Rahmenbedingungen für den Menschen.
Arbeit 4.0, Digitalisierung, New Work, Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, BGF, Arbeitsschutz, Gesundheitliche Belastungen, Psychische Gesundheit, Führungskultur, Employability, Gefährdungsbeurteilung, Homeoffice, Work-Life-Balance, Big Data
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der digitalen Transformation und des Konzepts New Work auf die Gesundheit und Belastungssituation von Arbeitnehmern in deutschen Unternehmen.
Zentrale Felder sind betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), psychische Belastungen, Arbeitsplatzgestaltung, Führungskultur und die Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit (Employability).
Das Ziel ist es, die Vor- und Nachteile von Arbeit 4.0 zu objektivieren, Belastungsfaktoren zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Unternehmen aktuelle Herausforderungen durch moderne Ansätze bewältigen können.
Es wird eine inhaltlich-strukturierende qualitative Inhaltsanalyse durchgeführt, basierend auf einer systematischen Literaturrecherche und -klassifizierung nach Cooper.
Der Hauptteil analysiert den aktuellen Forschungsstand, präsentiert instrumentelle Ansätze zur Gesundheitsanalyse und diskutiert spezifische Themen wie Ernährung, Führungstile und den Umgang mit Big Data.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Arbeit 4.0, Digitalisierung, psychische Gesundheit, BGM, Führungskultur und Work-Life-Balance charakterisiert.
Die Pandemie wird als „Digitalisierungsturbo“ eingestuft, der Defizite aufgedeckt und die Notwendigkeit für Homeoffice sowie neue Kommunikationsformen im Arbeitsalltag deutlich beschleunigt hat.
Der Autor argumentiert, dass eine falsche Ernährung und der damit einhergehende Anstieg von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Typ 2 direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und das Entzündungsgeschehen im Körper haben, was das betriebliche Umfeld unmittelbar betrifft.
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