Forschungsarbeit, 2009
145 Seiten, Note: 1,3
1 Beschreibung des Projektes
1.1 Stand der Forschung
2 Methodischer Ansatz
2.1 Das Leitfadeninterview
2.2 Fragebogen
3 Ergebnisse
3.1 Interviews
3.1.1 Soziografische Daten
3.1.1.1 Person 3
3.1.1.2 Person 2
3.1.1.3 Person 1
3.1.2 Postskriptum
3.1.2.1 Person 3
3.1.2.2 Person 2
3.1.2.3 Person 1
3.1.3 Wichtige Aussagen ausgewählter Interviewpartner
3.1.3.1 Person 3
3.1.3.1.1 Beweggründe für die Aufnahme des Masterstudiums
3.1.3.1.2 Wesentliche Belastungen, die durch das Masterstudium eintreten
3.1.3.1.3 Was bedeutet beruflicher Erfolg?
3.1.3.2 Person 2
3.1.3.2.1 Beweggründe für die Aufnahme des Masterstudiums
3.1.3.2.2 Wesentliche Belastungen, die durch das Masterstudium eintreten
3.1.3.2.3 Was bedeutet beruflicher Erfolg?
3.2 Zusammenfassung der Interviews
3.3 Transkript (Auszug)
3.3.1 Transskriptauszug Person 1
3.4 Fragebogen
3.4.1 Hypothesen und Methodik
4 Ergebnisse
4.1 Lebensort
4.2 Persönliche Daten und Familie
4.3 Schule und Akademischer Werdegang
4.3.1 Schulabschluss
4.3.2 Hochschulabschluss und Akademischer Grad
4.4 Wirtschaftslage und Einkommen
4.5 Berufliche Situation
4.6 Beruflicher Erfolg
4.7 Hohes Einkommen
4.8 Individuelle Bewertung der operationalisierten Erfolgsfaktoren
4.9 Berufliche Perspektive
4.10 Angaben zum Studium
4.11 Indikatoren für die Weiterqualifizierung
4.12 Verbleib in der aktuellen Tätigkeit
4.13 Priorität von beruflichem Erfolg
4.14 Priorisierung von beruflichem Erfolg
5 Zusammenfassung und Interpretation
Die Projektarbeit untersucht die Beweggründe von Studierenden berufsbegleitender Master- und Bachelorstudiengänge für ihre Weiterbildungsentscheidung. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, inwieweit ein Zusammenhang zwischen dem Streben nach beruflichem Erfolg und der Bereitschaft zur umfassenden beruflichen Weiterbildung existiert.
3.3.1 Transskriptauszug Person 1
Interviewer: Ja, hallo Person 1, schön, dass Du dich bereit erklärst hast, heute uns für das Interview zur Verfügung zu stehen. Und unsere Fragen zu beantworten. Wir haben es Dir ja schon so im ganz Groben im Vorfeld , [hm] , angekündigt. Es geht um im weitesten Sinne um beruflichen Erfolgt. Für uns, [Äh], ist die Frage interessant, was treibt Menschen an, sich beruflich weiterzubilden. Was bedeutet beruflicher Erfolg für Menschen? Und wir haben [Ähm, ] diese Befragung und dieses Interview bezogen auf unser Masterstudium, das heißt, wir befragen ausschließlich Kommilitonen. Zu dieser Fragestellung werten wir sei entsprechend aus. [Räuspern], [Ähm, ]. Uns geht´s natürlich in erster Linie mal darum, was bedeutet konkret für Dich beruflicher Erfolg? Warum qualifizierst Du Dich beruflich weiter? Warum nimmst Du den ganzen Stress auf Dich? [Äh] und [Äh] welche Zielsetzungen haben sich damit verbunden? Und daher wär´s ganz gut [räuspern], wenn Du uns vielleicht zu Beginn einfach mal erzählst, [ähm] was Du in Deinem Job genau machst, was Deine konkrete Aufgabenschwerpunkte sind.
Person 1: 00:01:01-9 Ok, schön, also, ich bin ja Bibliothekarin von Beruf und leite `ne Bibliothek mit 12 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und hab´ in erster Linie , ja, Führungsaufgaben zu leisten [Pause], das heißt, einfach Arbeit einteilen, das Ziel der Bibliothek im Blick haben, natürlich das Budget, ganz wichtig, wir sind ja eine voll budgetierte Einrichtung. Also das…, bin für´s Geld hundertprozentig verantwortlich. Was [Äh] im engeren Sinne aber leider auch bedeutet, dass wenn bei Personaleinstellungen zum Beispiel das Personalamt mitspricht. Das ist ein bisschen, hin und wieder ein bisschen schlecht, weil man wird ja das ein oder andere gern anders machen, aber ok. Ja, was mach ich noch? [Pause], Tja, schaun, dass wir Sponsoren kriegen. Also das zusätzlich Geld gibt. Und das Interessanteste an der Aufgabe ist einfach, ja ist die Sache, [Ähm, ] die Bibliothek voran zu bringen. Also die Bibliothek im Speziellen, das ist jetzt die *** und mit diesem Dingen, die passieren auch andere Bibliotheken, andere Kolleginnen und Kollegen, ja, zu animieren, das ein oder andere nachzumachen.
1 Beschreibung des Projektes: Einleitung in die Themenstellung, Zielgruppe und Begründung der Untersuchung vor dem Hintergrund des Bologna-Prozesses und der Arbeitsmarktpolitik.
2 Methodischer Ansatz: Erläuterung der qualitativen Leitfadeninterviews und der nachfolgenden quantitativen Fragebogenerhebung.
3 Ergebnisse: Detaillierte Auswertung der geführten Interviews inklusive soziografischer Daten, Postskripta und einzelner Aussagen der Probanden.
4 Ergebnisse: Präsentation der statistischen Daten aus dem Fragebogen zu Lebensort, Werdegang, Einkommen, Erfolgsfaktoren und Prioritäten.
5 Zusammenfassung und Interpretation: Synthese der Forschungsergebnisse und Überprüfung der eingangs aufgestellten Hypothese.
Beruflicher Erfolg, Weiterbildung, berufsbegleitendes Studium, Sozialforschung, empirische Untersuchung, Arbeitsmarkt, Bologna-Prozess, Qualifizierung, Karriere, Arbeitszufriedenheit, Leitfadeninterview, Fragebogen, SPSS, Eigenverantwortung, berufliche Perspektive
Die Projektarbeit befasst sich mit der Untersuchung, was Menschen dazu bewegt, neben ihrem Beruf ein umfängliches Studium zu absolvieren, und welche Bedeutung „beruflicher Erfolg“ in diesem Kontext für sie hat.
Zentrale Themen sind die Beweggründe für berufliche Weiterqualifizierung, die damit verbundenen Belastungen (Zeit, Kosten, soziale Faktoren) und die subjektive Wahrnehmung von Erfolg im Berufsleben.
Die Forschungsfrage lautet: „Je größer die Bereitschaft sich umfassend beruflich weiterzubilden, desto höher das Streben nach beruflichem Erfolg!“ Es soll geklärt werden, ob dieser Zusammenhang existiert.
Die Autoren setzten ein „Mixed-Methods“-Design ein, bestehend aus qualitativen Leitfadeninterviews zur explorativen Datengewinnung und einer quantitativen Befragung mittels standardisierter Fragebögen.
Im Hauptteil werden die qualitativen Interviewergebnisse detailliert dargestellt und analysiert, gefolgt von einer breiten statistischen Auswertung der Fragebogendaten (Deskriptive Statistik und Inferenzstatistik).
Typische Fachbegriffe der Arbeit sind beruflicher Erfolg, Weiterbildungsbereitschaft, berufsbegleitendes Studium, Qualifizierungsmaßnahmen und subjektive Erfolgsindikatoren.
Die Motivation reicht von Unzufriedenheit mit dem Erststudium (Person 3) über eine konkrete berufliche Krisensituation und den Wunsch nach Ausbau kommunikativer Stärken (Person 2) bis hin zum Wunsch nach neuer Herausforderung und Nutzung freier Kapazitäten (Person 1).
Zeit ist für alle Probanden eine knappe Ressource. Während einige ihre Arbeitszeit zur Entlastung reduzieren oder Ehrenämter aufgeben, sehen andere die Zeitbelastung als gegeben an und bewältigen sie durch straffe Organisation.
Finanzielle Aspekte werden von allen als notwendig angesehen, langfristig eingeplant und zum Zeitpunkt der Untersuchung als „ertragbar“ oder „minderbelastend“ beschrieben.
Die Auswertung deutet auf einen statistischen Zusammenhang hin: Jüngere Personen messen der beruflichen Perspektive als Entscheidungskriterium für ihre Weiterbildung eine größere Rolle bei.
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