Diplomarbeit, 2009
72 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung
2 Gründe für Kooperationen in der Wirtschaft
3 Formen der Unternehmensverbindungen
3.1 Kooperationen
3.2 Konzentrationen
3.2.1 Ziele von Fusionen
3.2.2 Ziele strategischer Allianzen
3.3 Beispiele für erfolgreiche und erfolglose Kooperationen
4 Marktteilnehmer im Luftverkehr
4.1 Flugzeughersteller
4.2 Fluggesellschaften
4.3 Fertigungstiefen der Fluggesellschaften
4.4 Flughäfen
4.5 Fluggäste
5 Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Fluggesellschaften
5.1 Freiheiten der Luft
5.2 Slotzuteilung
5.3 Liberalisierung des Luftverkehrs seit den siebziger Jahren
5.4 Aktuelle Energiepreisentwicklung
6 Kooperationen zwischen Fluggesellschaften
6.1 Kooperationsfelder der Fluggesellschaften
6.2 Technische und operative Kooperation
6.3 Kooperation im kommerziellen Bereich
6.4 Code-Share Abkommen und Rechte
6.5 Strategische Allianzen
6.6 Fusionen
7 Wirtschaftliche Beurteilung von Kooperationen
7.1 Bewertung von Kooperationen vor dem Zusammenschluss
7.1.1 Strategiedefinition
7.1.2 Suche potentieller Kooperationspartner
7.1.3 Durchführung der Bewertungsverfahren
7.1.3.1 Substanzwertverfahren
7.1.3.2 Ertragswertverfahren
7.1.3.3 Mittelwertverfahren
7.1.3.4 Discounted-Cashflow-Verfahren
7.1.3.5 Eignung der Bewertungsverfahren
7.2 Bewertung von Fluggesellschaften
7.2.1 Quantitative Kriterien
7.2.2 Qualitative Kriterien
7.3 Die wirtschaftliche Beurteilung von Kooperationen nach dem Zusammenschluss
7.3.1 Kostenseite der Kooperation
7.3.2 Erlösseite der Kooperation
7.3.3 Wirtschaftlichkeitsbeurteilung der Kooperation
8 Zusammenfassung
9 Ausblick
Diese Arbeit untersucht die wirtschaftliche Beurteilung von Kooperationen im Luftverkehrssektor, mit dem Ziel, entscheidungsrelevante Parameter für den Erfolg von Unternehmensverbindungen vor und nach dem Zusammenschluss zu identifizieren und methodisch zu bewerten.
1 Problemstellung
Wenn ein Unternehmen wachsen will, um seinen Umsatz und Gewinn zu steigen, kann das Wachstum in aufsteigenden Märkten organisch aus eigener Kraft mit eigenen Produkten und unter Beibehaltung des relativen Marktanteils erfolgen. Will das Unternehmen noch stärker wachsen oder befindet es sich in stagnierenden oder schrumpfenden Märkten, erfolgt sein Wachstum in der Regel über die Verdrängung von Wettbewerbern. Alternativen zur Verdrängung von Wettbewerbern sind externes Wachstum mittels Verbindung mit anderen Unternehmen durch Kooperationen, Zusammenschlüsse oder Fusionen.
Dass Kooperationen, Zusammenschlüsse oder Fusionen höchst riskante Projekte darstellen, die nicht immer von Erfolg gekrönt werden, zeigen die Beispiele misslungener Fusionen und Unternehmenskäufe: Allianz und Dresdner Bank, Daimler und Chrysler, Wal-Mart und Wertkauf, Adidas und Salomon. Die Ursachen des Misserfolgs sind von Fall zu Fall verschieden. Entweder wurden Marktchancen und Rationalisierungseffekte überschätzt, Risiken unterschätzt, bei der Integration der Unternehmen Fehler gemacht oder es prallten unterschiedliche Firmenkulturen aufeinander.
In dieser Arbeit wird am Beispiel von Kooperationen im Luftverkehr dargestellt, welche Parameter man zur Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs vor und nach einer Kooperationsvereinbarung betrachten sollte und wie der wirtschaftliche Erfolg der Kooperation nach dem Zusammenschluss beurteilt wird.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Betrachtung der Kooperationen zwischen den Fluggesellschaften. Kooperationen zwischen Flughäfen und Kooperationen zwischen Flugzeugherstellern werden nicht behandelt.
Zum Verständnis der Besonderheiten im Luftverkehr und der Gründe für Kooperationen werden die Geschäftsmodelle und grundlegenden Regeln im Luftverkehr behandelt.
1 Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Unternehmenskooperationen als Wachstumsstrategie und Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes.
2 Gründe für Kooperationen in der Wirtschaft: Darstellung zentraler Motive wie Beschleunigung, Glaubwürdigkeit und Synergien bei Unternehmensverbindungen.
3 Formen der Unternehmensverbindungen: Definition und Differenzierung zwischen Kooperationen, Konzentrationen und Fusionen sowie deren Zielsetzungen.
4 Marktteilnehmer im Luftverkehr: Analyse der Akteure im Luftverkehrssektor und ihrer Rollen im Zusammenspiel.
5 Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Fluggesellschaften: Untersuchung staatlicher Einflussnahme, der Freiheiten der Luft und des Luftverkehrsmarktes.
6 Kooperationen zwischen Fluggesellschaften: Darstellung spezifischer Formen wie Code-Share, strategische Allianzen und Joint-Ventures im Flugbetrieb.
7 Wirtschaftliche Beurteilung von Kooperationen: Detaillierte Betrachtung der Bewertungsverfahren vor und nach dem Zusammenschluss inklusive Kosten-Nutzen-Analysen.
8 Zusammenfassung: Resümee der wesentlichen Erkenntnisse bezüglich der Beurteilungsparameter und Erfolgsfaktoren von Kooperationen.
9 Ausblick: Diskussion künftiger Herausforderungen für die Luftverkehrsbranche unter dem Druck steigender Kerosinpreise und regulatorischer Änderungen.
Luftverkehr, Kooperation, Fusion, Strategische Allianzen, Code-Share, Slotzuteilung, Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Substanzwertverfahren, Marktzugang, Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftlichkeitsbeurteilung, Netzergebnisrechnung, Kerosinpreis, Liberalisierung.
Die Arbeit analysiert, wie Kooperationen und Unternehmensverbindungen im Luftverkehr wirtschaftlich bewertet werden, um den Erfolg vor und nach einer solchen Partnerschaft zu sichern.
Die zentralen Themen sind Formen der Unternehmensverbindung in der Luftfahrt, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Branche, die methodische Bewertung von Kooperationen sowie die Analyse von Leistungskennzahlen.
Ziel ist es, die Parameter aufzuzeigen, die für die wirtschaftliche Beurteilung von Kooperationen bei Fluggesellschaften maßgeblich sind, und darzulegen, wie deren Erfolg nach dem Zusammenschluss analysiert werden kann.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Darstellung betriebswirtschaftlicher Bewertungsverfahren (z.B. Ertragswert-, Substanzwert- und Discounted-Cashflow-Verfahren) und Instrumente der Erfolgsrechnung (Netzergebnisrechnung).
Der Hauptteil behandelt die Marktteilnehmer im Luftverkehr, die rechtlichen Rahmenbedingungen, spezifische Kooperationsformen wie Allianzen und Code-Sharing sowie die Anwendung verschiedener betriebswirtschaftlicher Bewertungsmethoden für Fluggesellschaften.
Wichtige Begriffe sind Luftverkehr, Kooperation, Strategische Allianzen, Code-Share, Slotzuteilung, Wirtschaftlichkeitsbeurteilung und Netzergebnisrechnung.
Die Freiheiten der Luft regeln Verkehrsrechte, die für den Marktzugang essentiell sind. Da diese oft durch bilaterale Abkommen beschränkt sind, dienen Kooperationen als Instrument, um diese Marktzugangsbarrieren zu umgehen.
Dieses Prinzip der historischen Priorität schützt etablierte Airlines, erschwert aber neuen Wettbewerbern den Marktzutritt an überlasteten Flughäfen, was wiederum den Druck zur Bildung von Allianzen erhöht.
Steigende Energiekosten erhöhen den Druck auf die Ertragslage der Fluggesellschaften massiv, was Airlines dazu zwingt, durch Kooperationen und Kapazitätsoptimierung (wie z.B. Streckenkürzungen) Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
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