Bachelorarbeit, 2008
72 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Gesetzgebung
2.1 Unternehmensteuerreform
2.2 Alterseinkünftegesetz
3. Kriterien für die Produktanalyse
4. Produktanalyse
4.1 Lebens- und Rentenversicherung
4.2 Geschlossene Fonds
4.3 Immobilien
4.4 Riester- und Rürup-Renten
4.5 Betriebliche Altersvorsorge
4.6 Abgeltungssteuerprodukte
4.6.1 Aktien
4.6.2 Investmentfonds
4.6.3 Anleihen
4.6.4 Zertifikate
4.6.5 Geldmarktprodukte
5. Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der Einführung der Abgeltungsteuer ab dem 01.01.2009 auf verschiedene Anlageprodukte zu untersuchen und zu bewerten, welche Strategien für private Kapitalanleger unter den neuen steuerlichen Rahmenbedingungen sinnvoll erscheinen.
4.1 Lebensversicherung und klassische Rentenversicherung
Zunächst ist festzuhalten, dass die Lebensversicherung und die klassische Rentenversicherung Versicherungsprodukte sind, die nicht von der Abgeltungsteuer betroffen sind. Sie sind beide kapitalbildende Versicherungen und fallen somit in die dritte Schicht hinsichtlich des Alterseinkünftegesetzes (siehe Punkt 2.2). Dies bildet die Grundlage dafür, beide Produkte in dieser Arbeit in einem Unterpunkt (4.1) zusammen abzuhandeln.
Lebensversicherung:
Die Lebensversicherung ist eine Personenversicherung, in der ein Versicherter Kapital anspart. Dieses wird im Leistungsfall ausbezahlt. Die Leistungsfälle sind üblicherweise der Tod des Versicherungsnehmers oder das Erreichen des Versicherungsendalters.
In der Ansparphase der Lebensversicherung zahlt der Versicherungsnehmer einen bestimmten vorher festgelegten Sparbetrag, der ihm später zu einem gewissen Kapitalstock führt. Von diesem Sparbetrag, der üblicherweise monatlich angespart wird, werden gewisse Kosten seitens des Versicherers gedeckt. Hierin enthalten sind vor allem Verwaltungskosten, Inkassokosten, Rentenzuschläge, Abschluss- und Vertragseinrichtungskosten sowie Risikobeiträge für den Todesfallschutz. Die Kostenstrukturen sind mitunter recht intransparent. Dadurch ist es den Versicherern ein Leichtes hohe Kostenanteile zu verstecken. Bei einer Kapitallebensversicherung ist es schwer die wahren Kostenstrukturen auszumachen, nur der Versicherer kennt diese. Die Kostenstrukturen und Leistungen sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich, daher ließe sich an einem konkreten Beispiel nur ein Versicherer widerspiegeln.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der steuerlichen Neuregelungen durch die Unternehmenssteuerreform ein und erläutert die Relevanz der Abgeltungsteuer für private Anleger.
2. Gesetzgebung: Hier werden die Hintergründe der Unternehmenssteuerreform sowie die Einführung der Abgeltungsteuer erläutert und die Einordnung der Altersvorsorgemöglichkeiten in Schichten durch das Alterseinkünftegesetz erklärt.
3. Kriterien für die Produktanalyse: Dieser Abschnitt definiert die für den Vergleich der Finanzprodukte herangezogenen Bewertungskriterien wie Anspar- und Auszahlungsphase, Vererbbarkeit und staatliche Fördermöglichkeiten.
4. Produktanalyse: Das Hauptkapitel bietet eine detaillierte steuerliche Untersuchung von Lebensversicherungen, Fonds, Immobilien und klassischen Finanzinstrumenten vor und nach Einführung der Abgeltungsteuer.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und empfiehlt, bei Anlageentscheidungen steuerliche Vorteile stets in Relation zur Produktqualität und den wirtschaftlichen Zielen zu setzen.
Abgeltungsteuer, Unternehmenssteuerreform, Kapitalanlage, Altersvorsorge, Lebensversicherung, Rentenversicherung, geschlossene Fonds, Immobilien, Riester-Rente, Rürup-Rente, betriebliche Altersvorsorge, Investmentfonds, Aktien, Anleihen, Zertifikate
Die Arbeit untersucht die steuerlichen Risiken und Chancen verschiedener Finanzprodukte vor dem Hintergrund der zum 01.01.2009 in Kraft getretenen Abgeltungsteuer.
Im Fokus stehen die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die steuerliche Einordnung von Altersvorsorgeprodukten und die Analyse gängiger Anlageformen wie Aktien, Fonds und Immobilien.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die neue Abgeltungsteuer auf Anlageprodukte auswirkt und welche Produkte unter steuerlichen Gesichtspunkten sinnvoll sind.
Der Autor führt eine deskriptive Produktanalyse durch, unterstützt durch Beispielrechnungen für die verschiedenen Anlageklassen unter Berücksichtigung der steuerlichen Parameter.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte steuerliche Prüfung von Versicherungsprodukten, geschlossenen Fonds, Immobilien, staatlich geförderten Altersvorsorgen sowie typischen Kapitalmarktprodukten.
Zentrale Begriffe sind neben der Abgeltungsteuer vor allem der Bestandsschutz, das Halbeinkünfteverfahren, das Alterseinkünftegesetz und die verschiedenen Schichten der Altersvorsorge.
Mit dem Wegfall der Spekulationsfrist nach 2009 werden Kursgewinne voll abgeltungsteuerpflichtig, was die Rentabilität im Vergleich zum alten Recht bei entsprechendem Steuersatz mindert.
Immobilien bleiben durch spezifische Fristen (Spekulationsfrist bei Vermietung oder Eigennutzung) von der Abgeltungsteuer ausgenommen und werden daher als inflationsresistente Anlageform hervorgehoben.
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