Bachelorarbeit, 2015
86 Seiten, Note: 1,0
I. Theoretischer und empirischer Hintergrund
1 Einleitung
2 Definition des Begriffs Emotion
2.1 Emotion, Stimmung und verwandte Konstrukte
3 Emotionen - Kategoriale und dimensionale Erklärungsansätze
3.1 Vor- und Nachteile der Erklärungsansätze
4 Stimmungsinduktion
4.1 Methoden zur Stimmungsinduktion
4.2 Induktionsmethode Imagination
5 Falsche Erinnerungen
5.1 Formen von falschen Erinnerungen
6 Das Deese/Roediger-McDermott (DRM)-Paradigma
6.1 Die Grundlage des DRM-Paradigmas
6.2 Replikation und Erweiterung von Roediger und McDermott
6.3 Stellenwert in der Wissenschaft
6.4 Theoretische Erklärungsansätze
7 Stimmung und Falsche Erinnerungen
7.1 Theoretische Erklärungsansätze
II. Methode
1 Fragestellung und Hypothesen
2 Allgemeiner Ablauf des Experiments
3 Studiendesign
4 Material
5 Versuchsablauf
5.1 Stimmungsinduktion
5.2 Reproduktionstest (recall test)
5.3 Wiedererkennungstest (recognition test)
6 Stichprobenanalyse
6.1 Ausreißeranalyse
6.2 Prüfung auf Normalverteilung
7 Messinstrumente zur Stimmungserfassung
7.1 Aktuelle Stimmungsskala (ASTS)
7.2 Emotionsgitter (affect grid)
8 Methoden zu Fragestellung
III. Ergebnisse
1 Stimmungsauswertung
1.1 Reduzierte Stichproben
2 Ergebnisse Fragestellung
2.1 Reproduktionstest (recall test)
2.2 Wiedererkennungstest (recognition test)
IV. Diskussion
1 Diskussion Ergebnisse
2 Methodenkritik
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Stimmungslage (Stimmungsvalenz und Arousal) auf die Anfälligkeit für falsche Erinnerungen unter Anwendung des Deese/Roediger-McDermott (DRM)-Paradigmas. Es wird erforscht, ob positive oder negative Stimmungen in Kombination mit unterschiedlichen Erregungsniveaus die Bildung von Pseudoerinnerungen systematisch beeinflussen.
Die Grundlage des DRM-Paradigmas
Die Ursprünge des Paradigmas basieren auf den Forschungsarbeiten von Deese (1959a, 1959b). Dieser widmete sich der systematischen Erforschung des Phänomens der Gedächtnisillusionen. Insbesondere galt seinem Interesse der Untersuchung assoziativer Prozesse und welche Wirkung diese auf die Erinnerung haben.
Deese (1959a) ging in seiner anfänglichen Vermutung davon aus, dass eine hohe Assoziationsstärke unter den Items auf einer stärkeren kognitiven Organisation basierte und schließlich die Reproduktionsleistung positiv beeinflussen sollte. Dementsprechend sollte eine hohe Assoziationsstärke die Anzahl von reproduzierten Items erhöhen und das Auftreten von Intrusionen verringern. Die Assoziationsstärke definierte er als durchschnittliche Frequenz, mit der jedes Listenitem die anderen Items derselben Liste als Reaktionen in der freien Assoziation hervorriefen.
Einerseits registrierte Deese, dass zufällig dargebotene Wörter, zwischen denen in der freien Assoziation eine inhaltliche Verknüpfung bestand, in der Testphase gemeinsam reproduziert wurden und die Sequenz der Reproduktion von deren Assoziationsstärke abhängig war. Ihm gelang es mittels Wortlisten eine Korrelation der Assoziationsstärke zwischen den Wörtern und der fehlerfreien Reproduktion dieser Wörter nachzuweisen. Diese Erkenntnis bestätigte seine erste Annahme. Andererseits bemerkte er, dass die in der Lernphase präsentierten stark assoziierten Wörter mit den auftretenden Intrusionen in der Testphase zusammenhingen. Dies wiederum widersprach seiner Annahme. Daraufhin hatte Deese die Vermutung, dass das Auftreten von Intrusionen von der Assoziationsstärke der Kategorientems bestimmt wird. Demnach entstanden die falschen Erinnerungen durch die Assoziation mit der Kategorie, wenn nicht alle entsprechenden Kriterienexemplare präsentiert wurden (Deese, 1959a).
1 Einleitung: Einführung in das Phänomen der falschen Erinnerungen und die historische Relevanz der Forschung von Bartlett, Deese, Roediger und McDermott.
2 Definition des Begriffs Emotion: Klärung der theoretischen Schwierigkeiten bei der Emotionsdefinition und Abgrenzung zwischen Emotion, Stimmung und verwandten Konstrukten.
3 Emotionen - Kategoriale und dimensionale Erklärungsansätze: Darstellung der theoretischen Ansätze zur Strukturierung von Emotionen und deren Vor- und Nachteile.
4 Stimmungsinduktion: Erörterung der Notwendigkeit und der Methoden zur experimentellen Manipulation von Emotionen, inklusive der Methode der Imagination.
5 Falsche Erinnerungen: Definition und Kategorisierung falscher Erinnerungen sowie deren theoretische Einbettung in die Gedächtnispsychologie.
6 Das Deese/Roediger-McDermott (DRM)-Paradigma: Erläuterung der Grundlagen, historischen Entwicklung und theoretischen Erklärungsmodelle des DRM-Paradigmas.
7 Stimmung und Falsche Erinnerungen: Überblick über bisherige Forschungsergebnisse und widersprüchliche Befunde zum Einfluss von Stimmungen auf das Gedächtnis.
1 Fragestellung und Hypothesen: Ableitung der spezifischen Forschungsfragen und Hypothesen auf Basis bestehender Literatur.
2 Allgemeiner Ablauf des Experiments: Beschreibung des experimentellen Designs und des Vorgehens bei der Datenerhebung.
3 Studiendesign: Darstellung des faktoriellen Versuchsplans zur Untersuchung der Faktoren Stimmungsvalenz und Arousal.
4 Material: Beschreibung der verwendeten Wortlisten und der Einteilung in Items und Distraktoren.
5 Versuchsablauf: Detaillierte Schilderung der Prozedur von der Stimmungsinduktion bis zu den spezifischen Gedächtnistests.
6 Stichprobenanalyse: Auswertung der demografischen Daten und Durchführung von Ausreißeranalysen sowie Normalverteilungsprüfungen.
7 Messinstrumente zur Stimmungserfassung: Vorstellung der verwendeten Skalen (ASTS, Emotionsgitter) zur Validierung der Stimmungsmanipulation.
8 Methoden zu Fragestellung: Erläuterung der statistischen Analysemethoden (Varianzanalysen, Post-Hoc-Tests) zur Prüfung der Hypothesen.
1 Stimmungsauswertung: Ergebnisanalyse der erfolgreichen oder nicht erfolgreichen Induktion der gewünschten Stimmungszustände.
2 Ergebnisse Fragestellung: Darstellung der statistischen Resultate bezüglich des Einflusses von Stimmung auf Reproduktionsleistung und Wiedererkennung.
1 Diskussion Ergebnisse: Interpretation der Ergebnisse im Kontext der theoretischen Erwartungen und der Literatur.
2 Methodenkritik: Kritische Reflexion des experimentellen Vorgehens, der Stichprobengröße und der eingesetzten Instrumente.
Falsche Erinnerungen, DRM-Paradigma, Stimmungsinduktion, Arousal, Stimmungsvalenz, Gedächtnisillusion, Reproduktionstest, Wiedererkennungstest, Affekt, Kognition, Imagination, Intrusion, Item-Assoziation, Fuzzy-Trace Theorie, Aktivierungs-Monitoring Theorie.
Die Arbeit untersucht, inwiefern die aktuelle Stimmungslage einer Person einen Einfluss darauf hat, ob diese Person im Gedächtnistest falsche Informationen als wahr erinnert (falsche Erinnerungen).
Die Themen umfassen die Emotionspsychologie, die Entstehung und Beeinflussbarkeit von Gedächtnisprozessen sowie die methodischen Herausforderungen bei der experimentellen Stimmungsmanipulation.
Das Ziel ist es, zu klären, ob die Stimmungsvalenz (positiv/negativ) oder das Erregungsniveau (Arousal) der entscheidende Faktor für die Anfälligkeit gegenüber falschen Erinnerungen im DRM-Paradigma ist.
Es wird eine empirische, experimentelle Studie im Rahmen eines 2x2-faktorielle Designs durchgeführt, wobei mittels Imaginationsübungen verschiedene Stimmungen induziert und anschließend die Gedächtnisleistung (Reproduktion/Wiedererkennen) gemessen wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Emotionen und Gedächtnistäuschungen, das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung sowie die statistische Auswertung und Diskussion der gewonnenen Ergebnisse.
Zentrale Begriffe sind DRM-Paradigma, Falsche Erinnerungen, Stimmung, Arousal, Stimmungsinduktion und kognitive Gedächtnistheorien.
Die Studie integriert spezifische Emotionsbedingungen wie Entspannung, Ärger, Traurigkeit und Freude und setzt diese in Bezug zu sowohl Arousal als auch Valenz, um widersprüchliche Befunde der Literatur (z. B. Storbeck & Clore vs. Van Damme) zu prüfen.
Das Emotionsgitter dient als Validierungsinstrument, um die subjektive Stimmung der Probanden sowohl vor als auch nach der Induktion präzise auf den Dimensionen Valenz und Arousal erfassen zu können.
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