Diplomarbeit, 2006
71 Seiten, Note: 1,7
I Einleitung
II Methodisches Vorgehen
III Instrumente der Personalselektion
1. Prüfung von Bewerbungsunterlagen
2. Einstellungsgespräch
3. Tests
4. Assessment-Center
5. Graphologische Gutachten
6. Fragebögen
7. Zusammenfassung
IV Prognostizierbarkeit von Berufserfolg
V Trends der Personalauswahl
1. Bewerberaufkommen
2. Verbreitung der Auswahlinstrumente
3. Entwicklung der Verbreitungsgrade
4. E-Recruiting
4.1. Jobbörsen und Online-Bewerbungen
4.2 Computergestützte Personalauswahl
4.3 Talent-Pools
VI Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Identifikation aktueller Trends in der Personalauswahl und die Analyse deren Auswirkungen auf Unternehmen in Deutschland. Basierend auf einer theoretischen Fundierung durch Standardliteratur und einer empirischen Überprüfung mittels Expertenbefragungen wird untersucht, wie Personalauswahlinstrumente in der Praxis eingesetzt werden und welchen Stellenwert technologische Entwicklungen einnehmen.
4. Assessment-Center
Assessment-Center (AC) kann definiert werden als „multiple Verfahrenstechnik, zu der mehrere eignungsdiagnostische Instrumente oder leistungsrelevante Aufgaben zusammengestellt werden.“ Diese dienen zur Einschätzung aktueller Kompetenzen oder der Prognose zukünftiger beruflicher Entwicklung und Bewährung.
Ursprünglich wurde die AC-Methode um das Jahr 1915 in Deutschland entwickelt und diente im militärischen Bereich bei der Auswahl von Offiziersanwärtern. Nachdem AC auch in England und den USA zur Selektion von Offiziersanwärtern bzw. Geheimagenten eingeführt wurden entwickelte sich die industrielle Form des AC und verbreitete sich insbesondere in den 70er Jahren in den USA und seit den 80er Jahren auch in Europa bzw. Deutschland.
Ein Vergleich der maßgeblichen Literatur auf dem Gebiet des AC zeigt neun Einzelziele, die mit diesem Verfahren verfolgt werden:
1. Auswahl von externen und internen Bewerbern um vakante Stellen
2. Auswahl von Führungskräftenachwuchs und Vorgesetzten
3. Auswahl von Trainees und Arbeitsgruppen
4. Schulung und Entwicklung des Personals
5. Ermittlung von Kenntnis- und Fähigkeitsdefiziten
6. Ermittlung von Kenntnis-, Fähigkeits- und Entwicklungspotentialen
7. Überprüfung der Potentialentwicklung nach Entwicklungsmaßnahmen
8. Erhöhung der Kompetenz von Beobachtern bei der Beurteilung des Sozialverhaltens von Kandidaten
9. Förderung der Selbsterkenntnis von AC-Probanden
Vor dem Hintergrund dieser Ziele werden dann Spiel- und Testsituationen unter Laborbedingungen modelliert, denen die Probanden im Rahmen des AC ausgesetzt werden. Ein AC erstreckt sich üblicherweise über 2-3 Tage mit 6-12 Teilnehmern und 3-6 Beobachtern. Als Beobachter werden dabei sowohl ranghohe, potentielle Vorgesetzte, als auch wissenschaftlich geschulte Beobachter eingesetzt.
I Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung der Personalauswahl für den Unternehmenserfolg ein und erläutert die Zielsetzung, Trends der Selektion kritisch zu analysieren.
II Methodisches Vorgehen: Es wird der dreistufige Analyseansatz aus Lehrbuchrecherche, Analyse von Fachzeitschriften/Studien und Experteninterviews dargelegt.
III Instrumente der Personalselektion: Die klassischen Auswahlverfahren werden hinsichtlich ihrer Eignung und Gütekriterien untersucht und kritisch bewertet.
IV Prognostizierbarkeit von Berufserfolg: Dieser Abschnitt thematisiert psychologische und persönliche Faktoren, die den Erfolg beim Berufseinstieg wissenschaftlich nachweisbar beeinflussen.
V Trends der Personalauswahl: Der Fokus liegt auf der Analyse aktueller Entwicklungen wie dem E-Recruiting, dem Einsatz von Talent-Pools und dem Einfluss neuer Medien.
VI Zusammenfassung und Ausblick: Die Ergebnisse werden synthetisiert und ein Ausblick auf die Zukunft der Personalauswahl unter Berücksichtigung technologischer Fortschritte gegeben.
Personalauswahl, Personalselektion, E-Recruiting, Assessment-Center, Bewerberaufkommen, Berufserfolg, Bewerbungsunterlagen, Personalauswahlverfahren, Talent-Pools, Personalplanung, Arbeitsmarkt, Validität, Online-Bewerbung, Personalführung, Bewerbermanagement.
Die Arbeit analysiert moderne Instrumente und aktuelle Trends der Personalauswahl in deutschen Unternehmen, wobei der Fokus auf dem Wandel durch technologische Entwicklungen liegt.
Die zentralen Felder umfassen klassische Selektionsinstrumente wie Interviews und Assessment-Center, die Prognose von Berufserfolg sowie den digitalen Wandel durch E-Recruiting.
Das Ziel ist es, den Status Quo der Personalauswahl zu ermitteln, die Verbreitung verschiedener Methoden zu bewerten und die Auswirkungen neuer Trends auf die Unternehmen zu untersuchen.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus Literaturanalyse (Standardlehrbücher, aktuelle Studien) und einer empirischen Primärdatenerhebung mittels Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Prüfung der klassischen Auswahlwerkzeuge, eine Diskussion zur Erfolgsprognose und eine detaillierte Trendanalyse des E-Recruitings.
Personalselektion, E-Recruiting, Assessment-Center, Berufserfolg, Talent-Pools und Personalauswahlverfahren sind die prägenden Begriffe der Untersuchung.
Trotz der hohen Kosten und der subjektiven Komponenten gilt es aufgrund der direkten Verhaltensbeobachtung in realitätsnahen Situationen als eines der aussagekräftigsten Instrumente für die Führungskräfteauswahl.
Das Internet fungiert als zentraler Trend (E-Recruiting), das durch Online-Jobbörsen, direkte Bewerbungsmöglichkeiten und Talent-Pools den Auswahlprozess effizienter gestaltet, aber auch neue Herausforderungen wie die "Quantitäten-Falle" mit sich bringt.
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