Diplomarbeit, 2001
99 Seiten, Note: 2,0
Kapitel 1: Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau
Kapitel 2: Erfolg von Dienstleistungen
2.1 Dienstleistung
2.1.1 Klassifizierungen von Dienstleistungen
2.1.2 Die phasenorientierte Dienstleistungsdefinition
2.1.3 Die Besonderheiten von Dienstleistungen
2.2 Konzeptualisierung des Erfolges
2.3 Ergebnisse ausgewählter Studien zur Identifikation von Erfolgsindikatoren
2.3.1 Die „Profit Impact of Market Strategies” (PIMS)
2.3.2 In Search of Excellence
2.3.3 Die “Hidden Champions”
2.3.4 Die Studie von Korpiun
2.4 Schlüsselgrößen des Erfolges: Kundenzufriedenheit & Dienstleistungsqualität
Kapitel 3: Modelle der Kundenzufriedenheit
3.1 Definition Kundenzufriedenheit
3.2 Grundlegende verhaltenswissenschaftliche Theorien
3.2.1 Theorie der kognitiven Dissonanz
3.2.2 Kontrasttheorie
3.2.3 Assimilations-Kontrast-Theorie
3.3 Das Confirmation/Disconfirmation-Paradigm
3.3.1 Die Modell-Struktur
3.3.2 Die Modell-Komponenten
3.4 Die Equity Theory
3.5 Die Attributionstheorie
Kapitel 4: Modelle der Dienstleistungsqualität
4.1 Definition Dienstleistungsqualität
4.2 Das Qualitätsmodell von Donabedian
4.3 Das Qualitätsmodell nach Grönroos
4.4 Das Qualitätsmodell von Meyer/Mattmüller
4.5 Das Qualitätsmodell von Parasuraman/Zeithaml/Berry
Kapitel 5: Die Abgrenzung von Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität als Erfolgsmaße für Dienstleistungen
5.1 Kriterien der Abgrenzung
5.2 Studien zur Abgrenzung
5.2.1 Die Studie von Gotlieb/Grewal/Brown
5.2.2 Die Studie von Spreng/Mackoy
5.3.3 Die Studie von Spreng/Singh
5.3 Zusammenfassende Erläuterungen
Kapitel 6: Die Messung von Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität
6.1 Merkmalsorientierte Messverfahren
6.1.1 Multiattributive Verfahren
6.1.2 Penalty-Reward-Faktoren-Ansatz
6.1.3 Vignette-Methode
6.1.4 Willings-to-pay-Ansatz
6.1.5 Dekompositionelle Verfahren
6.2 Ereignisorientierte Messverfahren
6.2.1 Beobachtung
6.2.2 Beschwerdeanalyse
6.2.3 Sequentielle Ereignismethode
6.2.4 Critical Incident Technique
6.3 Implikationen für die Messung von Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität
Kapitel 7: Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Konzepte der Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität theoretisch fundiert zu systematisieren, die Abgrenzung dieser Konstrukte zu analysieren und ein umfassendes Verständnis über deren Messverfahren zu vermitteln, um für Dienstleistungsunternehmen relevante Erfolgsindikatoren handhabbar zu machen.
Die Besonderheiten von Dienstleistungen
Im Folgenden sollen nun die Besonderheiten von Dienstleistungen erläutert werden, da diese den Charakter von Dienstleistungen maßgeblich bestimmen und einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die mit Dienstleistungen im Zusammenhang stehenden, später erläuterten Modelle und Messverfahren haben.
Als erste wichtige Eigenschaft von Dienstleistungen ist die Immaterialität zu nennen. Im Gegensatz zu Produktionsgütern sind Dienstleistungen nicht greifbar, man kann sie also weder anfassen noch sehen. Unstimmigkeiten gibt es bei der Ergebnisbetrachtung einer Dienstleistung, da das Ergebnis zum einen materieller Art sein kann, z.B. die Farbe an der Wand bei der Malerdienstleistung, aber auch immaterieller Art, wie z.B. die wiederhergestellte Funktionstüchtigkeit eines Fahrzeuges nach einer Autoreparatur (Maleri 1994, S. 3; Meyer 1996, S. 20 f.).
Drei weitere Besonderheiten von Dienstleistungen, die aus der Immaterialität resultieren, sind die Nichtlagerfähigkeit, die Nichttransportfähigkeit und die Integration des externen Faktors. Das Zusammentreffen von Erstellung und Inanspruchnahme der Dienstleistung macht die Einbringung des externen Faktors (Menschen oder Objekte von Menschen) notwendig. Der externe Faktor ist das prozessauslösende Element an dem die Dienstleistung erbracht wird (Hilke 1989, S. 12 f.). Führt man sich nun vor Augen, dass aufgrund des Uno-actu-Prinzips die meisten Dienstleistungen zu keinem anderen Zeitpunkt und an keinem anderen Ort, als dem ihrer Entstehung konsumiert werden können, so erkennt man, dass sie auch nicht lager- und transportfähig sein müssen.
Kapitel 1: Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität für den unternehmerischen Erfolg in gesättigten Märkten und definiert das Ziel der Arbeit.
Kapitel 2: Erfolg von Dienstleistungen: Dieses Kapitel definiert den Dienstleistungsbegriff, klassifiziert diesen und zeigt anhand ausgewählter Studien die Relevanz der vorökonomischen Erfolgsindikatoren auf.
Kapitel 3: Modelle der Kundenzufriedenheit: Es werden zentrale verhaltenswissenschaftliche Theorien und das C/D-Paradigma als Basis für das Verständnis von Kundenzufriedenheit diskutiert.
Kapitel 4: Modelle der Dienstleistungsqualität: Fokus auf verschiedene Qualitätsmodelle, insbesondere die Ansätze von Donabedian, Grönroos und Parasuraman/Zeithaml/Berry (Gap-Modell).
Kapitel 5: Die Abgrenzung von Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität als Erfolgsmaße für Dienstleistungen: Untersuchung der konzeptionellen Unterschiede und Wirkungsbeziehungen beider Konstrukte anhand der Fachliteratur.
Kapitel 6: Die Messung von Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität: Systematisierung und kritische Würdigung merkmals- und ereignisorientierter Messverfahren sowie Implikationen für die Praxis.
Kapitel 7: Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Bedeutung dieser Erfolgsindikatoren für das strategische Management von Dienstleistern.
Kundenzufriedenheit, Dienstleistungsqualität, Service-Marketing, Erfolgsindikatoren, C/D-Paradigma, SERVQUAL, Messverfahren, Kundenbindung, Immaterialität, Integrationspotential, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Erwartungs-Diskonfirmations-Modell.
Die Arbeit analysiert die Konzepte der Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität als wesentliche Erfolgsfaktoren für Dienstleistungsunternehmen und untersucht deren Messbarkeit.
Im Zentrum stehen die Begriffsdefinitionen, theoretische Erklärungsmodelle, die konzeptionelle Abgrenzung beider Konstrukte sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Messmethoden.
Das Ziel ist es, den mangelnden Konsens in der Literatur durch eine strukturierte Gegenüberstellung der Konzepte zu überwinden und dem Anwender Kriterien für die Auswahl passender Messverfahren an die Hand zu geben.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Analyse aktueller Management-Konzeptionen und empirischer Studien aus der Marketingforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Kapitel 3 & 4), die analytische Abgrenzung (Kapitel 5) und die praktische Systematisierung der Messverfahren (Kapitel 6).
Zentrale Begriffe sind neben der Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität vor allem die Immaterialität, das C/D-Paradigma, SERVQUAL und die ereignisorientierte Messung.
Der externe Faktor (der Kunde selbst oder dessen Objekt) ist essenziell für die Erstellung der Dienstleistung, da er als prozessauslösendes Element in den Dienstleistungsprozess integriert wird.
Der Autor weist darauf hin, dass "Kundenorientierung" für viele Dienstleister ohne tatsächliche Investitionen in Qualität und Mitarbeiter lediglich ein Lippenbekenntnis bleibt.
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