Masterarbeit, 2008
172 Seiten, Note: 1.2
I EINLEITUNG
1. Thema der Arbeit
1.1. Begründung der Themenwahl
1.2. Das Ziel der Arbeit
1.3. Zur Gliederung der Arbeit
2. Ausgangslage
2.1. Bedarf
2.2. Bedürfnisse
II THEORIEBEZUG
3. Der Gesundheitsbegriff
3.1. Gesundheitsverhalten (Health behaviour)
3.2. Salutogenetisches Gesundheitsmodell
3.3. Ressourcen am Arbeitsplatz
4. Betriebliche Gesundheitsförderung
4.1. Die Luxemburger Deklaration als Grundlage der Betrieblichen Gesundheitsförderung
4.2. Die Lissabonner Erklärung zur Gesundheit am Arbeitsplatz in Klein- und Mittelunternehmen
4.3. Ziele der Betrieblichen Gesundheitsförderung
4.3.1. Prozesse der Betrieblichen Gesundheitsförderung
4.3.2. Massnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung
4.4. Wirksamkeit und Nutzen der Betrieblichen Gesundheitsförderung
4.5. Evaluation Betrieblicher Gesundheitsförderung
4.6. Anforderungen im Erwerbsleben
4.7. Unterschiedliche Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern
5. Gesundheitsförderung durch Organisationsentwicklung
5.1. Veränderungen in der Organisation gestalten
5.2. Organisationsentwicklung durch Partizipation der MA
5.3. Phasen in einem Veränderungsprozess
5.4. Umgang mit Widerstand während der OE
6. Bedeutung und Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements
6.1. Investition in das Humankapital
6.2. Der Settingansatz
6.3. Strategien und Instrumente des Gesundheitsmanagements
6.4. Spezifisches zum Setting Pflegefachschule HF (CH)
7. Gesundheitsberichterstattung
7.1. Definition, Zweck und Ziele der Gesundheitsberichterstattung
7.2. Gesundheitsbericht der EU
7.3. Gesundheitsberichte aus A/CH
7.4. Aspekte des dritten Gesundheitsberichtes des Kanton Bern 2006
7.5. Betriebliche Gesundheitsberichte
7.6. Gesundheitsbericht zum Lehrerberuf und psychische Gesundheit in der Schweiz
III ERHEBUNG
8. Erhebung betreffend Gesundheitsverhalten und -ressourcen bei zwei relevanten Zielgruppen
8.1. Grundzüge der Aktivierenden Befragung
8.1.1. Beispiel einer Aktivierenden Befragung
8.1.2. Begründung zur Methodenwahl der aktivierenden Befragung
8.1.3. Aktivierende Befragung als Forschungsstrategie im Setting Pflegefachschule
8.2. Begründung zum Setting Pflegeberufschule
8.3. Begründung zur Wahl Oberösterreich als Vergleichswert
9. Ziel der Erhebung
9.1. Forschungsfragen
9.2. Sample 1 schriftliche Mitarbeiterinnenbefragung (MAB, CH)
9.3. Sample 2 Interviews (A)
9.4. Begründung zur Randomisierung der Fokusgruppe (CH)
10. Durchführung der Erhebung
10.1. Deskription/Ergebnisse der Erhebung der Mitarbeiterinnen (CH)
10.2. Kategorien und Items zur Deskription und Interpretation der MAB (CH)
10.2.1. Deskription / Interpretation der MAB Kategorie 1
10.2.2. Deskription / Interpretation der MAB Kategorie 2
10.2.3. Deskription / Interpretation der MAB Kategorie 3
10.2.4. Deskription / Interpretation der MAB Kategorie 4
10.2.5. Deskription / Interpretation der MAB Kategorie 5
10.2.6. Deskription / Interpretation der MAB Kategorie 6
10.2.7. Deskription / Interpretation der MAB Kategorie 7
10.2.8. Deskription / Interpretation der MAB Kategorie 8
10.3. Durchführung der Fokusgruppeninterviews 1 und 2 (CH)
10.3.1. Ergebnis Fokusgruppeninterview 1 (CH)
10.3.2. Ergebnis Fokusgruppeninterview 2 (CH)
10.4. Durchführung und Ergebnisse der Interviews (A)
11. Allgemeiner Bericht anhand von Reflexionskriterien
11.1. Ist-Analyse als betrieblicher Gesundheitsbericht der Berner Pflegefachschule
11.2. Vergleichende Schlussfolgerungen CH und A
11.3. Beschreibung des OE-Prozess der Berner Schule bis Juni 2008
11.4. Konsequenzen für das Gesundheitsmanagement in der Pflegeberufsschule HF
13. Zusammenfassende Beantwortung der Fragestellungen der Arbeit
14. Danksagung
Die Masterarbeit zielt darauf ab, Ressourcen und Belastungen von berufstätigen Frauen an einer Höheren Fachschule Pflege im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung zu untersuchen. Das primäre Ziel ist die Erstellung eines innerbetrieblichen Gesundheitsberichts als Instrument des Gesundheitsmanagements, um gesundheitsrelevante Faktoren systematisch zu erfassen und gezielte Maßnahmen zur Gesundheitserhaltung in Zeiten des Wandels zu entwickeln.
1.1. Begründung der Themenwahl
Laut Aussagen von Eberhard Ulich, ETH-Professor (CH) und Spezialist in Fragen Arbeitsorganisation, hat die psychomentale Belastung am Arbeitsplatz in den letzten Jahren dramatisch zugenommen und ein Ende ist nicht absehbar. Folgende handfeste Belege führt er dabei ins Feld: Laut Untersuchungen der „Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitplatz“ stehen 50-60% aller ausgefallenen Arbeitstage mit Stressproblemen in Zusammenhang. Auf politischer Ebene ist das Bewusstsein gereift, dass Stress und seine Folgen gravierende Auswirkungen auf die Volksgesundheit haben und damit in zunehmendem Mass ein soziales, politisches und volkswirtschaftliches Problem geworden sind.
Beruf und Familie sind für Frauen nicht nur zwei unterschiedliche Lebenswelten, sondern auch unterschiedliche Arbeitswelten, die komplementär zu organisieren und strukturieren sind. Sie sind von grosser und anhaltender und im vorliegenden Setting von zunehmender Aktualität. Soll dieses Kunststück an Organisation, durch sich immer schneller verändernde Arbeitsbedingungen, nicht zur Zerreissprobe werden, bedeutet dies, dass im Rahmen betrieblicher Gesundheitsförderung der gesamten Lebensrealität von Frauen Bedeutung beizumessen ist. Da an den Pflegefachschulen vorwiegend Frauen arbeiten, ist eine spezifische Erfassung der Bedürfnisse und der gesundheitsförderlichen Ressourcen der dort arbeitenden Frauen gerechtfertigt. Die Berufsschullehrerinnen in Pflege (CH) sind alles diplomierte Pflegefachfrauen mit einer zusätzlichen andragogischen Ausbildung. Zum Teil arbeiten die Berufschullehrerinnen in der Pflegepraxis, sei dies in der direkten Pflege oder innerhalb ihres Ausbildungsauftrages mit einer Studierenden.
1. Thema der Arbeit: Einführung in die Thematik der Ressourcen und Belastungen von Pflegefachfrauen im Kontext der betrieblichen Gesundheitsförderung.
2. Ausgangslage: Beschreibung der strukturellen Veränderungen im Rahmen der Fusion zu einem Kompetenzzentrum für Pflege im Kanton Bern.
3. Der Gesundheitsbegriff: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Gesundheitsbegriff sowie verschiedenen Modellen und Einflussfaktoren.
4. Betriebliche Gesundheitsförderung: Darstellung der Rahmenbedingungen, Ziele, Prozesse und Instrumente zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz.
5. Gesundheitsförderung durch Organisationsentwicklung: Erörterung, wie Veränderungsprozesse in Bildungsorganisationen gesundheitsförderlich gestaltet werden können.
6. Bedeutung und Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements: Analyse des Gesundheitsmanagements als Investition in das Humankapital und Bedeutung des Settingansatzes.
7. Gesundheitsberichterstattung: Definition von Zielen, Nutzen und Arten der Gesundheitsberichterstattung auf verschiedenen politischen Ebenen.
Betriebliche Gesundheitsförderung, Gesundheitsbericht, Pflegeberufsschule, Organisationsentwicklung, Salutogenese, Ressourcen, Belastungen, Frauen in der Pflege, Gesundheitsmanagement, Aktivierende Befragung, Gender-Gesundheitsbericht, Mitarbeiterinnenbefragung, Arbeitsbedingungen, Stressprävention, Humankapital.
Die Arbeit untersucht Ressourcen und Belastungen von berufstätigen Frauen an einer Höheren Fachschule Pflege und entwickelt einen Gesundheitsbericht als Instrument des betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Die Schwerpunkte liegen auf betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF), Organisationsentwicklung, Salutogenese und der spezifischen gesundheitlichen Situation von Frauen in Pflegeberufsschulen.
Das Ziel ist die systematische Erfassung von Gesundheitsressourcen und -risiken, um Interventionen zur betrieblichen Gesundheitsförderung zielgerichtet zu planen und umzusetzen.
Es wurde ein Mehr-Methoden-Ansatz gewählt, der primär auf der „Aktivierenden Befragung“ basiert und standardisierte Fragebögen, Leitfadeninterviews sowie Fokusgruppen kombiniert.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen der BGF, Organisationsentwicklung, Strategien des Gesundheitsmanagements sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Erhebung bei den Mitarbeitenden.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören betriebliche Gesundheitsförderung, Salutogenese, Organisationsentwicklung, Ressourcen, Belastungen und Gesundheitsberichterstattung.
Oberösterreich wurde gewählt, da dort ähnliche berufliche Strukturen in der Krankenpflegeausbildung bestehen und bereits spezifische Erfahrungen mit Frauengesundheitsberichten vorliegen.
Da der Lehrberuf in der Pflege überwiegend von Frauen ausgeübt wird, ist die Untersuchung explizit als frauenspezifisch angelegt, um die gesundheitliche Situation und Bedürfnisse in diesem Kontext angemessen zu erfassen.
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