Masterarbeit, 2007
104 Seiten, Note: sehr gut
1. Ausgangssituation
1.1. Zusammenfassung und Eingrenzung des Themas
1.2. Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
2. Praxisfeld Pflege
2.1. Was heisst Pflege
2.2. Der Beruf der Pflege
2.3. Professionelle Pflege im 21. Jahrhundert
2.4. Gesundheitsförderung als Aspekt des Pflegeberufes
2.4.1. Gesundheitspflege
2.4.2. Aufgaben der Pflege in der Gesundheitspflege
3. Praxisfeld Pflegeausbildungen
3.1. Einleitung zur Berufsbildung
3.2. Übersicht über die Pflegeausbildungen
3.3. Unterscheidung der Berufsprofile Pflege HF und Pflege FH
4. Kompetenz und Erwerb von Kompetenzen in der Pflege
4.1. Der Begriff „Kompetenz“
4.2. Pflegekompetenz allgemein
4.3. Kompetenzerwerb nach Benner
4.4. Berufskompetenzen in den bisherigen Ausbildungsbestimmungen des SRK, hinsichtlich ihrer Relevanz für die Gesundheitsförderung
4.5. Die fünf Funktionen der Gesundheits- und Krankenpflege, hinsichtlich ihrer Relevanz für die Gesundheitsförderung
4.6. Zusammenfassung
5. Kompetenzorientierte Tätigkeitsfelder in der Gesundheitsförderung
5.1. Tätigkeitsbereiche im Überblick
5.2. Pflegefeld-übergreifende Kompetenzen in der GF einer Berufsanfängerin
5.3. Kompetenzen einer kompetenten Pflegenden in der Gesundheitsförderung
5.4. Kompetenzerfassungsverfahren in der Pflege
6. Erhebung betreffend Erfahrungen zum Kompetenzerwerb bei zwei relevanten Zielgruppen
6.1. Methodenwahl und Begründung
6.2. Beschreibung der Expertinnenbefragung
6.3. Beschreibung Erhebung bei den Berufsanfängerinnen
6.4. Ergebnisse der Expertinnenaussagen zum erwünschten Kompetenzerwerb
6.5. Ergebnisse der Erhebung bei Berufsanfängerinnen zur Selbsteinschätzung der faktischen Kompetenzen
7. Bildungstheoretische und fachdidaktische Überlegungen
7.1. Grobübersicht über den ABZ-Lehrplan
7.2. Das Pädagogische Konzept im ABZ-Lehrplan
7.3. Lernen in den drei Lernbereichen
7.4. Einbettung Gesundheitsförderung im ABZ-Lehrplan
7.5. Kompetenzbereiche im ABZ-Curriculum
7.6. Inhalte und Kompetenzen im Lernbereich Schule des ABZ-Lehrplans
8. Allgemeines Fazit
8.1. Beantwortung der Ziele und Fragestellungen
8.2. Weiterführende Gedanken
8.3. Persönlicher Reflexionsprozess
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Kompetenzen von diplomierten Pflegefachpersonen HF im Hinblick auf Gesundheitsförderung kurz nach ihrer Ausbildung erwartet werden können und welche curricularen Rahmenbedingungen für deren Erwerb notwendig sind.
4.3. Kompetenzerwerb nach Benner
Pflegende werden gefordert neue Pflegekompetenzen zu generieren. Bei all diesen Diskussionen um die Pflegekompetenzen darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Patienten sich zu kompetenten Kunden entwickeln, daher ihre eigenen Forderungen stellen und dadurch die Pflegekompetenz auch beeinflussen. Es gilt neue Visionen zu entwickeln.
Patricia Benner beschreibt den Kompetenzerwerb nach dem Modell von Dreyfus und Dreyfus (1988) als einen Kompetenzprozess.
Benner studierte Krankenpflege, um das Fachwissen, welches in der Pflegepraxis enthalten ist, zu entdecken und zu beschreiben, d. h. das Wissen, welches während einer Praxisdisziplin zusammengekommen ist, um den Unterschied zwischen praktischem und theoretischem Wissen zu schildern. Eine der ersten theoretischen Unterscheidungen, die Benner machte, bezog sich auf die Theorie selbst. Benner behauptete, dass Wissensentwicklung in einer Praxisdisziplin in der Erweiterung des praktischen Wissens (Know-how), durch auf Theorie basierende wissenschaftliche Untersuchungen und durch Beschreibung des vorhandene "Know-how" besteht, welches durch klinische Erfahrungen in der Praxis dieser Disziplin entwickelt wurde. Benner stellte fest, dass das praktische Wissen über die Theorie hinausgehen oder Vorläufer von wissenschaftlichen Formeln sein kann.
Die Krankenpflege muss die Wissensgrundlage ihrer Praxis entfalten und durch wissenschaftliche Untersuchungen und Beobachtungen anfangen, das Know-how des klinischen Wissens zu dokumentieren und zu entwickeln.
1. Ausgangssituation: Beschreibt den strukturellen und kulturellen Wandel des Pflegeberufs und die notwendige Neudefinition von Kompetenzen.
2. Praxisfeld Pflege: Definiert das heutige Pflegeverständnis und die Rolle der Gesundheitsförderung als integralen Bestandteil.
3. Praxisfeld Pflegeausbildungen: Gibt einen Überblick über die tertiäre Pflegeausbildung und die Differenzierung zwischen HF- und FH-Abschlüssen.
4. Kompetenz und Erwerb von Kompetenzen in der Pflege: Erläutert theoretische Modelle zum Kompetenzerwerb, insbesondere nach Benner, und die Relevanz für die Ausbildung.
5. Kompetenzorientierte Tätigkeitsfelder in der Gesundheitsförderung: Strukturiert konkrete Einsatzgebiete und Kompetenzprofile für die Gesundheitsförderung.
6. Erhebung betreffend Erfahrungen zum Kompetenzerwerb bei zwei relevanten Zielgruppen: Dokumentiert die methodische Vorgehensweise und Ergebnisse der Befragung von Praxisexperten und Berufsanfängern.
7. Bildungstheoretische und fachdidaktische Überlegungen: Analysiert den ABZ-Lehrplan und die didaktische Verankerung gesundheitsfördernder Inhalte.
8. Allgemeines Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und reflektiert den persönlichen Lernprozess der Autorin.
Gesundheitsförderung, Pflegeausbildung HF, Kompetenzerwerb, Berufsanfänger, Benner-Modell, Curriculum, Gesundheitspflege, Pflegekompetenz, Praxisfeld, Salutogenese, Empowerment, Pflegewissenschaft, Lehrplan ABZ, Berufsidentität, Kompetenzerfassung
Die Arbeit analysiert die Kompetenzen von Berufsanfängern (diplomierte Pflegefachpersonen HF) im Bereich der Gesundheitsförderung und untersucht, wie diese im Rahmen der Ausbildung vermittelt werden können.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Pflegeberufs, Kompetenzmodelle nach Patricia Benner, die Umsetzung von Gesundheitsförderung in der Pflegepraxis sowie die didaktische Gestaltung des ABZ-Lehrplans.
Das Ziel ist es, ein Kompetenzprofil für Berufsanfängerinnen im Bereich der Gesundheitsförderung zu entwickeln und zu prüfen, wie die Curriculumsarbeit zur Strukturierung und Klarheit in diesem Aktionsfeld beitragen kann.
Es wurde ein anforderungsorientierter Ansatz gewählt, der neben einer theoretischen Fundierung eine empirische Erhebung mittels schriftlicher Befragung bei Ausbildungsverantwortlichen und Online-Selbsteinschätzungen bei Berufsanfängerinnen umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung von Kompetenz, die Darstellung des aktuellen Ausbildungssystems (HF), die Definition spezifischer Tätigkeitsfelder in der Gesundheitsförderung sowie die Auswertung der erhobenen Daten aus der Praxis.
Wichtige Begriffe sind Gesundheitsförderung, Pflegekompetenz, der Kompetenzerwerb nach Benner, das ABZ-Curriculum und die professionelle Identität diplomierter Pflegefachpersonen.
Die Autorin stellt eine Divergenz zwischen dem pädagogischen Anspruch des ABZ-Lehrplans (konstruktivistischer Ansatz, Kompetenzorientierung) und der tatsächlichen inhaltlichen Überladung mit pathogenetisch orientierten Themen fest.
Reflexion wird als zentrales Element der beruflichen Entwicklung identifiziert; die Arbeit betont die Notwendigkeit, dass diese nicht nur technisch (z.B. Portfolioführung), sondern inhaltlich tiefgreifend auf der Handlungsebene stattfinden muss.

