Masterarbeit, 2009
85 Seiten, Note: 1,00
1 EINLEITUNG
2 DIE LEIBESERZIEHUNG IN DER WEIMARER REPUBLIK
3 DIE IDEOLOGISCHEN UND PÄDAGOGISCHEN LEITIDEEN DER NATIONALSOZIALISTEN ZUR LEIBESERZIEHUNG
3.1 DIE GRUNDSÄTZE DER LEIBESERZIEHUNG ADOLF HITLERS
3.2 DIE POLITISCHE LEIBESERZIEHUNG NACH ALFRED BÄUMLER
4 DIE ROLLE DES SPORTS IN DER SCHULE
4.1 DIE UMSTRUKTURIERUNG DES LEHRPLANS AN DEN HÖHEREN JUNGENSCHULEN
4.2 DIE SPORTARTEN AN DEN HÖHEREN JUNGENSCHULEN
4.2.1 SCHWIMMEN
4.2.2 FUßBALL
4.2.3 BOXEN
4.2.4 LEICHTATHLETIK
4.2.5 GERÄTE- UND BODENTURNEN
4.3 DIE NEUEN RICHTLINIEN 1937
4.4 DIE AUSWIRKUNGEN DES VIERJAHRESPLANS AUF DEN TURNUNTERRICHT
4.5 DER TURNUNTERRICHT WÄHREND DES ZWEITEN WELTKRIEGS
4.6 DIE ROLLE DES SPORTS AN DER MÄDCHENSCHULE
4.7 DIE ROLLE DES SPORTS AN ADOLF-HITLER-SCHULEN
5 DIE ROLLE DES SPORTS IN AUßERSCHULISCHEN ORGANISATIONEN
5.1 DIE ROLLE DES SPORTS IN DER HITLERJUGEND
5.2 DIE ROLLE DES SPORTS BEIM BUND DEUTSCHER MÄDEL
5.3 SPORT IN SA UND SS
5.4 SPORT BEI KRAFT-DURCH-FREUDE
5.5 DIE RÜCKDRÄNGUNG DES VEREINSSPORTS
6 DAS VERHÄLTNIS VON SCHULE UND HITLER-JUGEND
7 ABSCHLUSSANALYSE
Diese Arbeit untersucht die Rolle des Sports und der Leibeserziehung im nationalsozialistischen System, insbesondere deren Funktion als Mittel zur Kriegsvorbereitung und zur Vermittlung eines völkischen Überlegenheitsgefühls sowohl in schulischen als auch in außerschulischen Organisationen.
4.2.3 Boxen
Das Boxen symbolisierte am deutlichsten die neuen pädagogischen Maximen der Nationalsozialisten zu Mut, Entschlossenheit, Kampf, Aggressivität und Härte. Bereits 1927 schrieb Adolf Hitler dazu in Mein Kampf:
„Hierbei darf besonders ein Sport nicht vergessen werden, der in den Augen von gerade sehr vielen „Völkischen“ als roh und unwürdig gilt, das Boxen ... Es gibt keinen anderen Sport, der wie dieser den Angriffsgeist in gleichem Maße fördert, blitzschnelle Entschlußkraft verlangt, den Körper zu stählerner Geschmeidigkeit erzieht ... Vor allem aber, der junge, gesunde Knabe soll auch Schläge ertragen lernen“ (Hitler, 1935, S. 454f).
Da all diese Eigenschaften direkt beim Boxen trainiert werden, stellte das Reichsministerium gerade hierfür ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Die meisten Schulen verfügten über eine Turnhalle, wodurch das Raumproblem gelöst war. Allerdings ließ sich schnell erkennen, dass die Lehrkräfte oft nur unzureichend ausgebildet waren. Häufig führte dies dazu, dass eine tiefgreifende Technikschulung nicht möglich war, sondern nur vorbereitende Übungen wie Seilspringen, Fußarbeit oder einfache gerade Schläge eingeübt werden konnten (vgl. Peiffer, 1987, S. 111).
1 EINLEITUNG: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die den Wandel und die Rolle der Leibeserziehung im Nationalsozialismus sowie den Einfluss auf Schulen und Organisationen untersucht.
2 DIE LEIBESERZIEHUNG IN DER WEIMARER REPUBLIK: Beschreibung des sportlichen Umbruchs nach 1918 und der wachsenden Konkurrenz zwischen der Deutschen Turnerschaft und aufstrebenden Sportvereinen.
3 DIE IDEOLOGISCHEN UND PÄDAGOGISCHEN LEITIDEEN DER NATIONALSOZIALISTEN ZUR LEIBESERZIEHUNG: Analyse der nationalsozialistischen Erziehungsgrundsätze, die körperliche Ertüchtigung zur obersten Pflicht erhoben, sowie der politischen Leibeserziehung nach Alfred Bäumler.
4 DIE ROLLE DES SPORTS IN DER SCHULE: Untersuchung der schulischen Reformen, der Einführung neuer Sportarten wie Boxen und Fußball sowie der infrastrukturellen Herausforderungen und Kriegseinflüsse.
5 DIE ROLLE DES SPORTS IN AUßERSCHULISCHEN ORGANISATIONEN: Erläuterung der sportlichen Aktivitäten in der Hitlerjugend, beim Bund Deutscher Mädel, in SA/SS und bei Kraft-durch-Freude sowie die systematische Zurückdrängung des Vereinssports.
6 DAS VERHÄLTNIS VON SCHULE UND HITLER-JUGEND: Analyse der organisatorischen und inhaltlichen Konflikte zwischen dem staatlichen Schulwesen und den nationalsozialistischen Jugendorganisationen.
7 ABSCHLUSSANALYSE: Zusammenfassende Bewertung, dass die Leibeserziehung primär der systematischen Kriegsvorbereitung und der Etablierung eines völkischen Überlegenheitsgefühls diente.
Nationalsozialismus, Leibeserziehung, Schulsport, Hitlerjugend, Bund Deutscher Mädel, Wehrertüchtigung, Adolf-Hitler-Schulen, Körpererziehung, Wehrerziehung, Sportvereine, Kriegsvorbereitung, Volksgemeinschaft, Ideologie, Pädagogik
Die Arbeit analysiert die strategische Rolle, die Sport und Leibeserziehung im Nationalsozialismus spielten, um die Jugend im Sinne der NS-Ideologie zu formen.
Im Fokus stehen die schulische Leibeserziehung, die sportliche Ausbildung in NS-Organisationen wie HJ und BDM, sowie das Verhältnis zwischen Schule und Parteiorganisationen.
Ziel ist es zu klären, ob die Leibeserziehung rein zur Vermittlung eines Überlegenheitsgefühls diente oder eine gezielte Kriegsvorbereitung Hitlers darstellte.
Es handelt sich um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer umfassenden Analyse historischer Quellen, Lehrpläne und zeitgenössischer Literatur basiert.
Behandelt werden die Umstrukturierung des Schulsports, die Rolle des Boxens und Fußballs, die Konkurrenz zur Hitlerjugend und die Ausschaltung des unabhängigen Vereinssports.
Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Leibeserziehung, Wehrertüchtigung, Kriegsvorbereitung und die ideologische Formung des "arischen Herrenmenschen".
Das Boxen wurde als ideales Mittel zur Förderung von Mut, Kampfgeist, Aggressivität und körperlicher Härte angesehen, was den militärischen Idealen des Regimes entsprach.
Der Vierjahresplan führte zu einer massiven Verschlechterung der Sportbedingungen, da Turnhallen für Getreidelager beschlagnahmt und Sportgeräte zugunsten der Rüstungsindustrie verschrottet wurden.
Mädchensport zielte primär auf Gesundheit, Anmut und die Vorbereitung auf die Mutterrolle, während bei Jungen die vormilitärische Wehrerziehung im Vordergrund stand.
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