Diplomarbeit, 2007
117 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Literatur über Bankenrentabilität und –Effizienz in Mittel- und Osteuropa
2.1. Rentabilitäts- und Effizienzerhebung
2.2. Vergleich westeuropäischer mit mittel- und osteuropäischen Banken
2.3. Länder und Regionen in CEE
2.4. Eigentumsverhältnisse
2.5. Eintrittsstrategie
2.6. Markt- u. Wachstumsstrategie
2.7. Finanzausstattung und Liquidität
2.8. Marktanteil und Unternehmensgröße
2.9. Qualitative und operative Erfolgsfaktoren
2.10. Zinsmargen im Kredit- und Einlagengeschäft
2.11. Risiko
2.12. Konzentration und Wettbewerb
2.13. Führungsverhalten
2.14. Zusammenfassung
3. Die Charakteristik des Bankensektors in Mittel- und Osteuropa
3.1. Die Bankenreform in den Neunzigerjahren
3.2. Regionen
3.3. Größe des Bankensektors
3.4. Finanzintermediation
3.4.1. Privatkredite
3.4.2. Hypothekarkredite
3.5. Anteil ausländischer Kreditinstitute
3.6. Konzentrationsgrad
4. Marktüberblick
4.1. Zentraleuropa
4.1.1. Polen
4.1.2. Tschechien
4.1.3. Slowakei
4.1.4. Ungarn
4.1.5. Slowenien
4.2. Südosteuropa
4.2.1. Kroatien
4.2.2. Rumänien
4.2.3. Bulgarien
4.2.4. Bosnien und Herzegowina
5. Österreichische Banken in Mittel- u. Osteuropa
5.1. Marktanteile
5.2. Wachstum
5.3. Positionierung
5.4. Erste Bank
5.4.1. Allgemeines
5.4.2. Eintritts- u. Wachstumsstrategie
5.4.3. Bilanzsumme, Jahresüberschuss und Eigenkapitalrentabilität
5.5. Bank-Austria-Creditanstalt
5.5.1. Allgemeines
5.5.2. Eintritts- u. Wachstumsstrategie
5.5.3. Bilanzsumme, Jahresüberschuss und Eigenkapitalrentabilität
5.6. RZB
5.6.1. Allgemeines
5.6.2. Eintritts- u. Wachstumsstrategie
5.6.3. Bilanzsumme, Jahresüberschuss und Eigenkapitalrentabilität
5.7. Erfolgsfaktoren
5.7.1. Länder und Regionen
5.7.2. Marktanteil
5.7.3. Bilanzsumme
5.7.4. Finanzausstattung und Liquidität
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ertrags- und Rentabilitätsentwicklung sowie die zentralen Erfolgsfaktoren österreichischer Tochterbanken in den Regionen Mittel- und Osteuropas, um zu analysieren, welche Strategien und Rahmenbedingungen den Erfolg in diesen Transformationsmärkten maßgeblich beeinflussen.
2.1. Rentabilitäts- und Effizienzerhebung
Studien, welche die Leistungsfähigkeit von Banken untersuchen, unterscheiden sich sowohl in Hinsicht auf die angewandte Methode als auch auf das angestrebte Forschungsziel. Einerseits gibt es Untersuchungen, welche ein bestimmtes Sample an Banken als ganzes analysieren und die dynamische Entwicklung der Leistungsfähigkeit erheben. Das Ziel dieser Studien ist es, die zeitliche Entwicklung verschiedener Variablen einer bestimmten Region zu untersuchen. Andere Modelle vergleichen die Leistungskennzahlen verschiedener Bankentypen oder auch individueller Banken wobei die Erhebung statisch oder dynamisch erfolgen kann. Neben diesen allgemeinen Modellen gibt es noch Modelle, welche die spezifischen Einflüsse exogener Variablen auf Leistungskennzahlen von Banken untersuchen. Diese Variablen können z.B. das Wirtschaftswachstum, das BIP pro Kopf oder die Eigentümerstruktur sein.
Zur Leistungsbeurteilung der Banken werden im Wesentlichen zwei verschiedene Ansätze herangezogen, Rentabilitätskennzahlen wie Eigenkapitalrentabilität oder Gesamtkapitalrentabilität einerseits sowie verschiedene Formen der Effizienzerhebung andererseits. Rentabilitätskennzahlen bieten den Vorteil, dass sie einfach zu berechnen und die erforderlichen Daten in der Regel gut verfügbar sind. Aufgrund unterschiedlich rechtlicher Rahmenbedingungen in einzelnen Ländern sowie bilanzpolitischer Verzerrungen auf der Unternehmensseite bieten sie jedoch nur eine beschränkte Aussagekraft. Effizienzerhebungsmethoden wie die „Stochastic Frontier Analysis“ oder die „Data Envelopment Analysis“, welche sich im Bereich der Bankenforschung weitgehend durchgesetzt haben erlauben hingegen die Verwendung mehrerer Input- und Outputvariablen und somit eine umfassendere Möglichkeit der Leistungsbeurteilung. SFA und DEA sind jedoch sehr aufwendige Verfahren, die Bestimmung der Variablen ist schwierig und ein Vergleich einzelner Studien ist aufgrund unterschiedlicher Ansätze in der Regel nicht möglich.
1. Einführung: Überblick über die Transformation des Bankensektors in Mittel- und Osteuropa und die Motivation für den Markteintritt österreichischer Banken.
2. Literatur über Bankenrentabilität und –Effizienz in Mittel- und Osteuropa: Darstellung bisheriger wissenschaftlicher Studien zu Erfolgsfaktoren, Effizienzmessung und Markteintrittsstrategien im CEE-Bankenraum.
3. Die Charakteristik des Bankensektors in Mittel- und Osteuropa: Analyse der Besonderheiten des Sektors, einschließlich Finanzintermediation, Konzentrationsgrad und der Rolle ausländischer Institute.
4. Marktüberblick: Detaillierte Analyse der Bankenmärkte in ausgewählten Ländern der Region Zentral- und Südosteuropa unter Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Indikatoren.
5. Österreichische Banken in Mittel- u. Osteuropa: Untersuchung der spezifischen Strategien und Bilanzentwicklung der Bank Austria-Creditanstalt, der Erste Bank und der Raiffeisen Zentralbank.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse und Einschätzung der zukünftigen Marktentwicklung für die betrachteten Bankengruppen.
Bankenrentabilität, Effizienzmessung, Osteuropa, CEE, Österreichische Banken, Eigenkapitalrentabilität, Marktanteil, Finanzintermediation, Transformationsprozess, Bankenreform, SFA, DEA, Eintrittsstrategie, Bankenkrisen, Bilanzsumme
Die Diplomarbeit analysiert die Ertrags- und Rentabilitätsentwicklung sowie die Erfolgsfaktoren von österreichischen Tochterbanken in den Märkten Mittel- und Osteuropas.
Zentral sind die Themenbereiche Bankenrentabilität, Effizienzmessung, Marktstrategien von Bankengruppen, der Transformationsprozess und die länderspezifische Charakteristik des Bankensektors in CEE-Ländern.
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren (wie z.B. Marktanteil, Liquidität, Eintrittsstrategie oder Region) den Erfolg österreichischer Banken in den genannten aufstrebenden Märkten nachhaltig beeinflussen.
Die Studie stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Forschungsarbeiten sowie auf eine empirische Auswertung eigener Berechnungen basierend auf Geschäftsberichten der Banken aus dem Jahr 2005.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Literaturaufarbeitung, eine Charakterisierung des CEE-Bankensektors, einen länderübergreifenden Marktüberblick und eine detaillierte Fallstudie der drei großen österreichischen Institute (Erste Bank, BA-CA, RZB).
Wichtige Begriffe sind CEE, Rentabilität, Effizienz, österreichische Banken, Marktanteil, Transformationsprozess und Bankenstrategie.
Die Arbeit zeigt, dass Akquisitionen langfristig bei hohem Marktanteil rentabler sind, während Neugründungen (Greenfield) besonders in den ersten Jahren hohe Profitabilität aufweisen können.
Es zeigt sich ein positiver Zusammenhang zwischen der Bilanzsumme (Unternehmensgröße) und der Eigenkapitalrentabilität, wobei vor allem Banken mit einer Bilanzsumme von weniger als einer Milliarde Euro eine deutlich geringere Rentabilität aufweisen.
Banken mit einem Finanzmittelüberschuss (LDR unter 80%) weisen eine höhere Rentabilität auf als Institute, die zur Deckung von Finanzmitteldefiziten teure Refinanzierungen am Markt aufnehmen müssen.
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