Doktorarbeit / Dissertation, 2009
266 Seiten, Note: 1,7
1. Der kulturelle Sektor im Kontext von Demographie und Wirtschaft I
1.1. Das Vorgehen der Arbeit
1.2. Thesen der Arbeit
1.3. Ziele und Schwierigkeiten der Arbeit
2. Die Problematik der staatlichen Kulturförderung
2.1. Die Kultur – Eine Begriffsbestimmung
2.1.1. Der ökonomisch-institutionelle Kulturbegriff
2.1.2. Der kultursoziologische Kulturbegriff nach Mary Douglas
2.1.3. Die Verknüpfung der Kulturbegriffe
2.2. Der hochkulturelle Sektor – Eine Begriffsdefinition
3. Die staatliche Förderung von Kultur
3.1. Die Kultursubventionierung in Zahlen
3.2. Die Krise der öffentlichen Haushalte
3.2.1. Die öffentliche Haushaltskrise in Zahlen
3.2.2. Mögliche Lösungsansätze
3.3. Gründe für die staatliche Kulturfinanzierung
3.3.1. Externe Effekte von Kultur
3.3.2. Hochkultur als Standortfaktor
3.3.3. Das Konzept der Umwegrentabilität als Messinstrument
3.4. Der hochkulturelle Sektor – Die volkswirtschaftliche Sicht
4. Die Problematik der Hochkultur im demographischen Wandel
4.1. Die Alterung der Gesellschaft im Zeitverlauf
4.1.1. Ein Blick in die Vergangenheit
4.1.2. Ein Blick in die Zukunft
4.2. Die Auswirkungen des demographischen Wandels
4.2.1. Die fiskalpolitischen Auswirkungen
4.2.2. Die regional-demographischen Auswirkungen
4.2.3. Schlussfolgerungen aus den demographischen Auswirkungen
4.3. Eine habituelle Betrachtung der Gesellschaft
4.3.1. Die feinen Unterschiede in der Gesellschaft nach Pierre Bourdieu
4.3.1.1. Von Klassen und Milieus
4.3.1.2. Die Milieus und ihr Lebensstil
4.3.1.3. Die Verknüpfung der Milieus mit dem Kulturmodell
4.3.2. Kritik an den Modellen von Pierre Bourdieu und Mary Douglas
4.4. Demographische Clusterbildungen
4.4.1. Was sind demographische Cluster?
4.4.2. Demographische Cluster und politisches Handeln
4.5. Der hochkulturelle Sektor – Die soziologische Sicht
5. Empirische Befunde am Beispiel der Lübecker Museen
5.1. Die sozioökonomische Lage der Stadt Lübeck
5.1.1. Die demographische Situation der Stadt Lübeck
5.1.2. Die wirtschaftliche Situation der Stadt Lübeck
5.1.3. Die Haushaltslage der Stadt Lübeck
5.1.4. Die Kulturfinanzierung der Stadt Lübeck
5.1.5. Zusammenfassung der wichtigsten Clusterdaten
5.2. Die Lübecker Museenlandschaft – Eine Bestandsaufnahme
5.2.1. Die Finanzierung der Lübecker Museen
5.2.2. Das Besucheraufkommen der Lübecker Museen im Vergleich
5.3. Die Besucherstruktur der Lübecker Museen
5.3.1. Erste Ergebnisse der Studie
5.3.1.1. Die Methodik der Untersuchung der Besucherstruktur
5.3.1.2. Der Fragebogen
5.3.2. Probleme der Untersuchung der Besucherstruktur
5.3.3. Ergebnisse der Untersuchung der Besucherstruktur
5.3.4. Die Konsequenzen der Ergebnisse für die Lübecker Museen
5.3.4.1. Die Zukunft der Lübecker Museen
5.3.4.2. Mögliche Handlungsansätze
5.3.4.2.1. Handlungsansätze der Lübecker Museen und der Stadt Lübeck
5.3.4.2.2. Kritik an den Handlungsansätzen und der aktuellen Situation
5.4. Der hochkulturelle Sektor – Die empirische Sicht I
6. Ein Exkurs zur Elbphilharmonie nach Hamburg
6.1. Die sozioökonomische Situation des Landes Hamburg
6.1.1. Die demographische Situation des Landes Hamburg
6.1.2. Die wirtschaftliche Lage des Landes Hamburg
6.1.3. Die Haushaltslage und Kulturfinanzierung des Landes Hamburg
6.1.4. Zusammenfassung der wichtigsten Clusterdaten
6.2. Das Projekt Elbphilharmonie sowie dessen Situation und Bedeutung
6.3. Der hochkulturelle Sektor – Die empirische Sicht II
7. Der kulturelle Sektor im Kontext von Demographie und Wirtschaft II
7.1. Die Zusammenfassung der Ergebnisse
7.1.1. Die Situation der Cluster Hamburg und Lübeck
7.1.2. Die Kulturinstitutionen Hamburgs und Lübecks im Vergleich
7.2. Anregungspotential und Ziele der Arbeit
7.3. Die Zukunft der Hochkultur in Deutschland
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den hochkulturellen Sektor, wobei die Lübecker Museen sowie die Elbphilharmonie in Hamburg als Fallbeispiele dienen. Das Primärziel besteht darin, Handlungsansätze für hochkulturelle Institutionen zu entwickeln, damit diese in einem strukturell veränderten Markt langfristig erfolgreich bestehen und ihre Legitimation sichern können.
1. Der kulturelle Sektor im Kontext von Demographie und Wirtschaft I
Das gesellschaftliche System der Bundesrepublik Deutschland befindet sich im Umbruch. Grob gesprochen, zeigt sich dieser Umbruch auf zwei Ebenen ganz besonders deutlich, die sowohl als Symptom als auch als Ursache dieses Wandels gesehen werden können: auf der volkswirtschaftlichen Ebene, genauer gesagt der fiskalpolitischen, und auf der gesellschaftlich-demographischen Ebene. Zum einen ist auf der volkswirtschaftlichen Ebene eine grassierende Erhöhung der Staatsverschuldung aufgrund wegbrechender Steuereinnahmen, einhergehend mit einer Stabilisierung der Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau, zu erleben. Zum anderen zeigt sich auf der gesellschaftlich-demographischen Ebene eine zunehmende Verschiebung der Altersstruktur der Bevölkerung hin zu einer immer älter werdenden Gesellschaft mit all den negativen Auswirkungen auf die Sozialsysteme in den Bereichen Gesundheit, Rente etc. und die öffentlichen Finanzen, die aus der beginnenden Reduzierung der beitrags- und steuerzahlenden Mitglieder der Gesellschaft resultieren.
Welche Auswirkungen diese Entwicklung auf das öffentliche kulturelle Leben besonders im hochkulturellen Sektor haben wird, lässt sich momentan nur erahnen. Jedoch ist es unabdingbare Notwendigkeit, dass sich gerade die Kulturinstitutionen des hochkulturellen Sektors mit dieser Entwicklung konfrontieren, gerade weil sie staatlich subventioniert werden und daher von dieser Entwicklung in besonderem Maße betroffen sind. Denn fiskalpolitisch zeichnet sich mittel- bis langfristig eine Reduktion der Kultursubventionen ab, die zugleich eine Schließung mehrerer Kulturinstitutionen zur Folge haben wird.
1. Der kulturelle Sektor im Kontext von Demographie und Wirtschaft I: Einleitung in die Umbruchsituation der deutschen Gesellschaft durch demographische und ökonomische Faktoren und deren Auswirkung auf den Kulturbereich.
5. Empirische Befunde am Beispiel der Lübecker Museen: Detaillierte Darstellung der sozioökonomischen Situation Lübecks sowie eine Bestandsaufnahme und Besucherbefragung der hiesigen Museen inklusive Handlungsansätzen.
6. Ein Exkurs zur Elbphilharmonie nach Hamburg: Vergleich der Cluster Lübeck und Hamburg zur Verdeutlichung unterschiedlicher Handlungsbedarfe in der Kulturpolitik.
7. Der kulturelle Sektor im Kontext von Demographie und Wirtschaft II: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Prognose zur Zukunft der Hochkultur in Deutschland.
Demographischer Wandel, Kulturförderung, Hochkultur, Museen, Lübeck, Hamburg, Elbphilharmonie, Umwegrentabilität, Kulturmarketing, Besucherstruktur, Milieus, Bourdieu, Finanzierungskrise, Standortfaktor, Kulturökonomie.
Die Arbeit analysiert, wie der demographische Wandel und die damit verbundene Haushaltskrise den hochkulturellen Sektor in Deutschland beeinflussen und welche Strategien Kulturinstitutionen entwickeln müssen, um langfristig zu überleben.
Die zentralen Felder sind die staatliche Kulturfinanzierung, die demographische Entwicklung Deutschlands, soziologische Milieutheorien nach Bourdieu und Douglas sowie empirische Besucheranalysen am Beispiel der Lübecker Museen.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Handlungsansätzen für Kulturinstitutionen, um durch ein besseres Verständnis ihres Publikums und eine effizientere Marketing- und Vernetzungsstrategie auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen bestehen zu können.
Die Arbeit verknüpft eine umfassende Literatur- und Theorieanalyse (ökonomisch und kultursoziologisch) mit einer empirischen Auswertung einer Besucherbefragung der Lübecker Museen sowie regionalen Clusterdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der demographischen Problematik, die empirische Untersuchung in Lübeck, einen Vergleich mit dem Cluster Hamburg (Elbphilharmonie) und die Zusammenfassung der Ergebnisse.
Die Arbeit ist im Schnittbereich von Kulturökonomie, Kulturpolitik und Soziologie angesiedelt und fokussiert auf die Zukunftssicherung kultureller Institutionen in einem schrumpfenden Markt.
Das Konzept wird genutzt, um die positiven externen Effekte staatlicher Kulturförderung zu monetarisieren und so eine volkswirtschaftliche Rechtfertigung für Subventionen zu liefern, auch wenn diese sich nicht direkt als Gewinn in den Museen niederschlagen.
Der Autor konstatiert Handlungsbedarf, sieht in der organisatorischen Zusammenfassung der Museen unter der Dachmarke "Kulturstiftung Lübeck" und einer stärkeren Zielgruppenorientierung jedoch vielversprechende Ansätze für die Zukunft.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

