Doktorarbeit / Dissertation, 2009
266 Seiten, Note: 1,7
Die Dissertation analysiert die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den hochkulturellen Sektor, insbesondere am Beispiel der Lübecker Museen. Sie untersucht die finanzielle Situation der Museen im Kontext der alternden Gesellschaft und der damit verbundenen Herausforderungen für die staatliche Kulturförderung.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik und stellt die Ziele und das Vorgehen der Dissertation dar. Anschließend wird der Begriff „Kultur“ in seinen ökonomischen und soziologischen Dimensionen untersucht, bevor die staatliche Kulturförderung im Detail beleuchtet wird.
In den folgenden Kapiteln wird der demographische Wandel und seine Folgen für den hochkulturellen Sektor analysiert. Dabei werden sowohl die fiskalpolitischen als auch die soziokulturellen Implikationen des Wandels berücksichtigt. Die Studie greift auf die theoretischen Modelle von Pierre Bourdieu und Mary Douglas zurück, um die habituellen Muster des kulturellen Konsums zu beleuchten.
Die empirische Untersuchung konzentriert sich auf die Lübecker Museen. Die Analyse der sozioökonomischen Situation der Stadt Lübeck sowie der Besucherstruktur der Museen liefert wertvolle Erkenntnisse für die Gestaltung der Kulturpolitik im Kontext des demographischen Wandels. Ein Exkurs zur Elbphilharmonie in Hamburg vertieft die Betrachtung der Herausforderungen und Chancen, denen der hochkulturelle Sektor in Deutschland gegenübersteht.
Demographischer Wandel, Kulturfinanzierung, Hochkultur, Museen, Besucherstruktur, Sozioökonomie, Habitus, Clusterbildung, Lübecker Museen, Elbphilharmonie.
Durch die Alterung und Schrumpfung der Gesellschaft sinkt das potenzielle Stammpublikum, während die Zersplitterung in verschiedene Milieus die gezielte Kundenansprache erschwert.
Aufgrund der Krise der öffentlichen Haushalte stehen Kultursubventionen unter Druck, was Institutionen wie Museen dazu zwingt, neue Finanzierungs- und Marketingwege zu finden.
Bourdieus Theorie der "feinen Unterschiede" und des Habitus wird genutzt, um zu erklären, warum bestimmte soziale Milieus Hochkultur konsumieren und andere nicht.
Die Befragung analysierte die sozioökonomische Struktur des Publikums, um Rückschlüsse auf die Wirksamkeit des Marketings und die Zukunft der Lübecker Museen zu ziehen.
Die Elbphilharmonie dient als Beispiel für eine hochkulturelle Großinvestition in einem demographischen Cluster (Hamburg), um Unterschiede in der Standortpolitik zu verdeutlichen.
Umwegrentabilität bezeichnet den wirtschaftlichen Nutzen einer Kultureinrichtung, der nicht direkt durch Eintrittsgelder, sondern indirekt durch Tourismus und Standortattraktivität entsteht.
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