Bachelorarbeit, 2020
43 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
2.1 Kategorisierung und Klassifikation von außerschulischen Lernorten
2.2 Kategorisierung außerschulischer Lernorte nach der Begegnung mit dem Lerngegenstand
3. Didaktische und methodische Aspekte zur Planung für das außerschulische Lernen
3.1 Didaktische Planungsüberlegung
3.2 Der didaktische Dreischritt des außerschulischen Lernens
4. Außerschulische Lernorte im Sachunterricht
5. Außerschulische Lernorte und Outdoor Education
6. Sachanalyse zum außerschulischen Lernort „Wald am Ernst-August-Kanal“
7. Der Wald am Ernst-August-Kanal als außerschulischer Lernort im Sachunterricht
8. Didaktisches Potenzial des Waldes am Ernst-August-Kanal
8.1 Gegenwarts-, Zukunfts- und exemplarische Bedeutung der unterrichtlichen Sachverhalte
8.2 Inklusionsdidaktisches Netz mit dem Themenschwerpunkt „Der Wald am Ernst-August-Kanal“
8.3 Lernziele für den Wald am Ernst-August-Kanal als außerschulischer Lernort
9. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern der „Wald am Ernst-August-Kanal“ als außerschulischer Lernort für den Sachunterricht geeignet ist und welches didaktische Potenzial dieser Standort für die Gestaltung lebendiger Lernprozesse bietet.
6. Sachanalyse zum außerschulischen Lernort „Wald am Ernst-August-Kanal“
Die Sachanalyse wirkt als wissenschaftliche Basis für den zu behandelnden Unterrichtsgegenstand. Dabei werden wichtige Kriterien, welche für den außerschulischen Lernort relevant sind, näher erklärt. Dazu zählen unter anderem der Aufbau des Ortes, die Beschaffenheit und die Geschichte des Ortes.
Der Wald am Ernst-August-Kanal liegt in Hamburg. Er ist im Bezirk Hamburg-Mitte, genauer in Wilhelmsburg zu finden. Das Besondere an diesem Wald ist seine Lokalisation. Inmitten der Stadt und im Spreehafenviertel im nördlichen Wilhelmsburg ist diese Grünfläche präsent. Die Waldfläche entlang des Ernst-August-Kanals teilt sich in zwei Flächenabschnitte auf (siehe Anhang 1). Der Wald westlich der Georg-Wilhelm-Straße wird dreiecksförmig eingegrenzt durch den Ernst-August-Kanal im Süden, der Georg-Wilhelm-Straße im Osten und der Harburger Chaussee im Norden. Sowohl die Georg-Wilhelm-Straße als auch die Harburger Chaussee sind stark befahrene Straßen. Am Nordufer des Ernst-August-Kanals befindet sich die zweite Waldfläche einschließlich wilder Wiesen. Sie werden eingeschlossen durch die stark befahrene Schlenzigstraße im Osten, durch den Ernst-August-Kanal im Süden und der Georg-Wilhelmstraße im Westen. Aufgrund der wild durchwachsenen Waldflächen werden die Wälder entlang des Ernst-August-Kanals auch von den Anwohnerinnen und Anwohnern als der „wilde Wald Wilhelmsburg“ bezeichnet. Die Gesamtfläche der beiden Wälder umfasst 11,93 Hektar (vgl. IBA Hamburg GmbH 2017: 32). Dabei sind Flächenunterschiede der Wälder bemerkbar. Der Wald westlich der Georg-Wilhelm-Straße, dessen Fläche einem Dreieck ähnelt, umfasst eine Fläche von 3,24 Hektar und der Wald östlich der Georg-Wilhelmstraße umfasst eine Fläche von 8,69 Hektar (vgl. ebd.).
Es handelt sich bei beiden Waldflächen um Pionierwälder, also Wälder, die ohne Menschenhand und spontan entstanden sind. Der flächenmäßig kleinere Wald, westlich der Georg-Wilhelm-Straße, ist ein Auwald ähnlicher Pionierwald, welcher hauptsächlich aus Weichhölzern wie Weiden, Erlen und Pappeln besteht (vgl. Waldretter 2019). Der Wald zeichnet sich durch einen stufigen Aufbau, dicken Bäumen und Weiden mit einem Durchmesser von bis zu 90 cm aus (vgl. Waldretter 2019).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung authentischer Naturerfahrungen im modernen, städtisch geprägten Zeitalter und begründet die Wahl des Walds am Ernst-August-Kanal als Forschungsgegenstand.
2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie „außerschulischer Lernort“, „Lernort“ versus „Lehrort“ und erarbeitet eine begriffliche Basis für die weitere Analyse.
3. Didaktische und methodische Aspekte zur Planung für das außerschulische Lernen: Hier werden didaktische Planungsebenen und das Modell des „didaktischen Dreischritts“ zur Vorbereitung, Durchführung und Auswertung vorgestellt.
4. Außerschulische Lernorte im Sachunterricht: Das Kapitel verortet das Lernen vor Ort innerhalb des Perspektivrahmens Sachunterricht und verdeutlicht die Relevanz für Kompetenzerwerb und Lebensweltbezug.
5. Außerschulische Lernorte und Outdoor Education: Es wird analysiert, wie Ansätze der Outdoor Education den Unterricht bereichern und sich von punktuellen Exkursionen unterscheiden.
6. Sachanalyse zum außerschulischen Lernort „Wald am Ernst-August-Kanal“: Eine detaillierte geografische, ökologische und historische Analyse des spezifischen Standorts in Hamburg-Wilhelmsburg.
7. Der Wald am Ernst-August-Kanal als außerschulischer Lernort im Sachunterricht: Beurteilung der Eignung des Standorts unter Berücksichtigung der Kriterien für einen gelingenden, inklusiven Sachunterricht.
8. Didaktisches Potenzial des Waldes am Ernst-August-Kanal: Vorstellung und Anwendung des inklusionsdidaktischen Netzes sowie Festlegung spezifischer Lernziele zur Erschließung des Potenzials.
9. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass der Standort trotz organisatorischer Anforderungen einen hochgradig wertvollen Lernraum darstellt, der zwingend in den Unterricht integriert werden sollte.
Sachunterricht, außerschulischer Lernort, Wald, Ernst-August-Kanal, Outdoor Education, Inklusionsdidaktik, Naturerfahrung, Lebensweltorientierung, Pionierwald, ökologisches Lernen, Hamburger Bildungsplan, Didaktik, Nachhaltigkeit, Umweltbildung, Grundschule.
Die Arbeit untersucht, ob der Wald am Ernst-August-Kanal in Hamburg-Wilhelmsburg einen geeigneten außerschulischen Lernort für den Sachunterricht in der Grundschule darstellt.
Zentrale Themen sind die didaktische Planung außerschulischen Lernens, die Einordnung von Outdoor Education, die ökologische Sachanalyse des spezifischen Waldstandorts sowie die schulische Nutzung zur Förderung überfachlicher Kompetenzen.
Das Ziel ist es, das didaktische Potenzial des Waldes als Lernraum aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie dieser Standort den Sachunterricht durch reale Naturerfahrungen bereichern kann.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse und Sachanalyse wird primär das Modell des inklusionsdidaktischen Netzes nach Heimlich und Kahlert angewandt, um Unterrichtsinhalte lerngruppenspezifisch zu erschließen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung außerschulischen Lernens, die geografische und historische Analyse des Waldes am Ernst-August-Kanal sowie die praktische Konkretisierung der Unterrichtsmöglichkeiten durch das inklusionsdidaktische Netz.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sachunterricht, außerschulischer Lernort, Outdoor Education, Inklusionsdidaktik und Naturerfahrung charakterisieren.
Der „wilde Wald Wilhelmsburg“ ist ein durch eine historische Sturmflut entstandener Pionierwald, der sich inmitten eines städtischen Umfelds befindet und somit einen wertvollen, naturbelassenen Freiraum für städtische Kinder bietet.
Die Inklusionsdidaktik hilft dabei, den Lernort für alle Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichen Reflexionsstufen zugänglich zu machen, indem verschiedene fachliche und entwicklungsorientierte Aspekte verknüpft werden.
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