Bachelorarbeit, 2020
98 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Konstruktion von Frauenbildern
2.1. Geschlechterkonstruktionen – Die Herstellung von Geschlecht
2.1.1.Performativitätstheorie
2.1.2 sex, gender und desire
2.1.3 Heterosexuelle Matrix, Diskursive Performativität und Phallogozentrismus
2.1.4 Materialisierung und Normierung von Körpern
2.2 Phallische Frauen
2. 3 Die „vierte Welle“ der Frauenbewegungen
2.4 Geschlechterverhältnisse im und beim Musikfernsehen nach Bechdolf
2.4.1. Kriterien für Geschlechterverhältnisse in Musikclips nach Bechdolf
2.4.2 De- und Rekonstruktion von Geschlechterverhältnissen nach Bechdolf
3. HipHop
3.1 Ursprünge des HipHop
3.2 Kultur des HipHops
3.2.1 Die Inszenierungsgesellschaft und ihre Theatralität
3.3 Weibliche und männliche Rollen in Rapvideos
3.3.1. Weibliche Pioniere der Rapgeschichte
3.3.2 Geschlechterrollen im HipHop und Rap
4. Dekonstruktion
5. Methodisches Vorgehen
5.1 Musikvideo Analyse nach Bullerjahn
5.2 Kommentarauswertung nach der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring
6. Analyse
6. 1 Shirin David
6.1.1 Dekonstruktion des Frauenbildes in Gib Ihm
6.1.2 Zwischenfazit zu Gib ihm
6.1.3 Auswertung der YouTube-Kommentare von Gib Ihm
6.1.4 Zusammenführung von Gib ihm
6.2 Loredana Zefi
6.2.1. Dekonstruktion des Frauenbildes in Milliondollar$mile
6.2.2 Zwischenfazit zu Milliondollar$mile
6.2.3 Auswertung der YouTube-Kommentare von Milliondollar$mile
6.2.4 Zusammenführung von Milliondollar$mile
6.3 Katja Krasavice
6.3.1 Dekonstruktion des Frauenbildes in Wer bist du von Katja Krasavice
6.3.2 Zwischenfazit zu Wer bist du
6.3.3 Auswertung der YouTube-Kommentare
6.3.4 Zusammenführung von Wer bist du
7. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, welches Frauenbild im zeitgenössischen Deutschrap vermittelt wird und inwiefern erfolgreiche Rapperinnen durch ihre Musikvideos und Selbstinszenierung Geschlechterrepräsentationen dekonstruieren oder festigen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie diese Künstlerinnen mit der männlich dominierten Struktur des Rap-Genres interagieren.
6.1.1 Dekonstruktion des Frauenbildes in Gib Ihm
Gib Ihm – diesen Titel trägt die Single von Shirin David und lässt sich im Genre des HipHop beziehungsweise Deutschrap verorten. Das am 17.02.2019 veröffentlichte Musikvideo hat nach nur fünf Stunden und 52 Minuten nach der Premiere über eine Millionen Aufrufe bei YouTube erreicht (Thiele, 2019). Damit hat Shirin David einen neuen Rekord, von der am schnellsten erreichten eine Million-Aufrufe-Marke aufgestellt und damit alle bisherigen deutschen RapperInnen übertrumpft. Außerdem ist der Song 18 Wochen in den deutschen Charts verblieben, darunter zwei Wochen auf dem ersten Platz. Produziert wurde Gib Ihm in Berlin-Kreuzberg von dem Produzententrio FNSHRS, die für viele bekannte männliche Rapper seit den 2000er Jahren produzieren (z.B.: „Einer dieser Steine“ von Sido.)
Die Laufzeit des Musikvideos beträgt drei Minuten und zwei Sekunden, mit gleich zwei mal 16 Bars, im ersten Part und zwei mal acht Bars in der Hook, womit er sich durch die typischen Merkmale eines Rap-Songs auszeichnet. Auch das Tempo bleibt den ganzen Song über bei 98bpm, was typisch für das Genre Rap ist. Diese Anzahl der Taktschläge pro Minute werden häufig damit beschrieben, dass sie eine fordernde und aufputschende Wirkung auf den Rezipienten haben. Durch den häufigen Einsatz von tiefen Tönen und Bass wird Stärke suggeriert und sorgt in Zusammenarbeit mit dem Beat für einen Anschein von Selbstbewusstsein. Es wird viel mit elektronischen Keyboards gearbeitet, die im Gegensatz zu dem Beat und Bass sehr hoch sind und damit eine Verknüpfung zwischen den weiblich assoziierten hohen und den männlich assoziierten männlichen, tiefen Tönen schafft (vgl. T: 00:58, 01:02).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von weiblichen Rappern in der zeitgenössischen Rapkultur ein und stellt die forschungsleitende Frage zur Geschlechterrepräsentation in Musikvideos.
2. Die Konstruktion von Frauenbildern: Das Kapitel definiert den theoretischen Rahmen, insbesondere durch die Performativitätstheorie nach Judith Butler und Strategien der Dekonstruktion.
3. HipHop: Hier werden die Ursprünge und kulturellen Merkmale des HipHop beleuchtet, wobei besonders auf Männlichkeitsbilder und die Rolle der Frau eingegangen wird.
4. Dekonstruktion: Dieses Kapitel erläutert den wissenschaftlichen Begriff der Dekonstruktion nach Derrida und dessen Anwendung als Analysewerkzeug.
5. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das methodische Design der Musikvideoanalyse nach Bullerjahn sowie die qualitative Auswertung der YouTube-Kommentare nach Mayring.
6. Analyse: In diesem Hauptteil werden die Musikvideos von Shirin David, Loredana Zefi und Katja Krasavice in Bezug auf Geschlechterkonstruktionen und Zuschauerreaktionen analysiert.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert über das neue, selbstbestimmte Frauenbild im Deutschrap.
Deutschrap, HipHop, Geschlechterkonstruktion, Performativität, Dekonstruktion, Judith Butler, Musikvideos, Frauenbild, Feminismus, Postfeminismus, YouTube-Kommentare, Geschlechterrepräsentation, Maskerade, Identität, Geschlechterrollen
Die Arbeit untersucht das Frauenbild im aktuellen Deutschrap anhand prominenter Rapperinnen, um aufzudecken, wie diese Künstlerinnen Geschlechterrollen inszenieren und damit spielen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf Shirin David, Loredana Zefi und Katja Krasavice aufgrund ihrer hohen Chartplatzierungen und ihrer medienwirksamen Selbstinszenierung.
Ziel ist es zu ergründen, welche Frauenbilder vermittelt werden und ob die Rapperinnen diese durch ihre Musikvideos dekonstruieren, erfüllen oder provokativ überspitzen.
Die Arbeit nutzt die Musikvideoanalyse nach Claudia Bullerjahn kombiniert mit einer qualitativen Auswertung von YouTube-Kommentaren nach Philip Mayring, fundiert durch gendertheoretische Ansätze.
Der Hauptteil analysiert spezifische Musikvideos der drei genannten Rapperinnen, prüft deren textliche und visuelle Ebene und kontrastiert diese mit der Rezeption durch das YouTube-Publikum.
Besonders relevant sind die Begriffe Dekonstruktion, Performativität, die "phallische Frau" als postfeministische Maskerade und die Bedeutung von Authentizität im HipHop-Kontext.
Shirin David nutzt eine spielerische Provokation und Rollentausch, um das klassische, heteronormative "Bitch"-Image durch materielle Selbstbestimmung und Überzeichnung zu ironisieren.
Loredana verhüllt ihre Weiblichkeit oft eher und adaptiert maskuline Attitüden und Performancetypen des "Gangsta-Raps", um auf einer hierarchischen Ebene mit ihren männlichen Kollegen zu agieren.
Katja Krasavice überspitzt das Klischee der "Boss Bitch" mittels extremer Sexualisierung und offensiver Nacktheit, um Autonomie über den eigenen Körper zu reklamieren und Schönheitsideale zu provozieren.
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