Bachelorarbeit, 2008
38 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Klientenzentrierte Beratung
2.1 Anforderungen an den Therapeuten
2.2 Die Elemente des Beratungsgespräch
3 Hirnforschung
3.1 Das Gehirn
3.1.1 Das limbische System
3.1.2 Das Gedächtnis
3.2 Hirnforschung Früher und Heute
3.3 Forschungsergebnisse
3.3.1 Anlage-Umwelt-Debatte
3.3.2 Lernen und Gedächtnis
3.3.3 Willensfreiheit
4 Die Veränderung der klientenzentrierten Beratung durch die neue Hirnforschung
4.1 Die Umorganisation der Verschaltungsmuster
4.2 Die Praxis der klientenzentrierten Beratung und Neurowissenschaftliche Aspekte
4.3 Grundlagen unseres Bewusstseins und die Neurobiologie
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Relevanz der modernen Hirnforschung für die klientenzentrierte Beratung nach Carl Rogers. Ziel ist es, neurobiologische Erkenntnisse über Lern- und Veränderungsprozesse im Gehirn mit den Grundhaltungen der klientenzentrierten Beratung zu vergleichen und deren Kompatibilität sowie praktische Anwendungsmöglichkeiten in der therapeutischen Arbeit zu erörtern.
3.3.3 Willensfreiheit
Die Frage, ob Willensfreiheit überhaupt existiert, hat derzeit ein sehr großes Medieninteresse. Roth und Singe kamen zu der Erkenntnis, dass unser Gehirn bereits entschieden hat, bevor wir uns bewusst für oder gegen etwas entschieden haben und uns somit als „frei wählend“ erleben. Die wissenschaftliche Grundlage, dafür das es keine Willensfreiheit gibt, besteht aus zwei Experimenten.
Roth stellt zunächst die Frage, wann Menschen überhaupt der Meinung sind willensfrei zu sein und kommt zu den Ergebnis, dass dies der Fall ist, wenn der Mensch sich dazu entschließt etwas zu tun. Er beurteilt dies anhand von drei Gesichtspunkten.
„(1) die Gewissheit, diese Tätigkeit [eine willentliche Handlung; T.M.] werde von uns bzw. unserem Willen erzeugt und gelenkt, wir bzw. unser Wille seien der Verursacher unserer Handlungen; (2) die Überzeugung, wir könnten auch anders handeln oder hätten im Rückblick auch anders handeln können, wenn wir nur wollen oder gewollt hätten; (3) wir fühlen uns für diese Handlung verantwortlich und akzeptieren (bereitwillig oder widerstehend), für die Konsequenzen unseres Handelns zur Verantwortung gezogen zu werden.“ (MÜLLER, 2005: 62) Ein Mensch fühlt sich allerdings nur „frei“, wenn er das Gefühl hat etwas aus freien Stücken zu tun.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Hirnforschung ein und erläutert die Motivation, deren Bedeutung für die klientenzentrierte Beratung zu untersuchen.
2 Klientenzentrierte Beratung: Dieses Kapitel stellt die Grundlagen der Beratung nach Carl Rogers sowie die essenziellen Anforderungen an den Therapeuten und den Ablauf des Beratungsgesprächs dar.
3 Hirnforschung: Hier werden der anatomische Aufbau des Gehirns, historische Entwicklungen der Hirnforschung sowie zentrale Forschungsergebnisse zu Anlage, Lernen und Willensfreiheit erläutert.
4 Die Veränderung der klientenzentrierten Beratung durch die neue Hirnforschung: Dieses Kapitel verknüpft neurowissenschaftliche Erkenntnisse, wie die neuronale Plastizität und die Spiegelneuronen, direkt mit der praktischen Anwendung und dem Verständnis des Beratungsprozesses.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung viele Grundhaltungen des klientenzentrierten Ansatzes wissenschaftlich stützen.
Klientenzentrierte Beratung, Hirnforschung, Neurobiologie, Carl Rogers, Neuronale Plastizität, Spiegelneuronen, Selbstaktualisierung, Gehirn, Bewusstsein, Willensfreiheit, Lernprozesse, Psychotherapie, Empathie, Kongruenz, Selbstkonzept
Die Arbeit analysiert, inwieweit moderne Erkenntnisse aus der Hirnforschung die klientenzentrierte Beratung nach Carl Rogers bestätigen oder neue Perspektiven für deren Anwendung eröffnen.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der klientenzentrierten Beratung, die anatomischen und funktionalen Aspekte des Gehirns sowie neurowissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Lernen, Gedächtnis, Willensfreiheit und Bewusstsein.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Hirnforschung das Verständnis der klientenzentrierten Beratung bereichern kann und welche theoretischen Überschneidungen zwischen diesen beiden Fachbereichen existieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle neurowissenschaftliche Fachliteratur mit den etablierten theoretischen Grundlagen der klientenzentrierten Beratung verglichen wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der beratungstheoretischen Grundlagen, eine Einführung in die Hirnforschung inklusive der Anlage-Umwelt-Debatte und endet mit der Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Beratungspraxis.
Die zentralen Schlagworte sind klientenzentrierte Beratung, Hirnforschung, neuronale Plastizität, Spiegelneuronen und Selbstaktualisierung.
Spiegelneuronen ermöglichen dem Berater ein unbewusstes, intuitives Verständnis der Emotionen und der Körpersprache des Klienten, was das empathische Eingehen auf diesen wesentlich unterstützt.
Die Autorin stellt fest, dass die Theorie der Hirnforschung, nach der Handlungen bereits vor dem bewussten Entschluss neuronal eingeleitet sind, im Widerspruch zum klassischen Selbstverständnis von Rogers steht, was eine spannende theoretische Reibungsfläche bietet.
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