Examensarbeit, 2007
108 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Begriffsdefinitionen
1.1 Aggression und Gewalt – definitorische Klärung der Begriffe
1.2 Erscheinungsformen von Aggression
1.3 Was ist Aggressivität?
1.4 Zur Unterscheidung der Begriffe Gewalt und Aggression
2 Empirische Befunde zu Ausmaß und Entwicklung der Opfererfahrungen von Hamburger Schülern
3 Erklärungspositionen aggressiven Verhaltens
3.1 Triebtheorien nach FREUD und LORENZ
3.2 Frustrations-Aggressions-Theorie
3.3 Lernpsychologische Theorien
3.3.1 Klassisches Konditionieren
3.3.2 Operantes Konditionieren
3.3.3 Lernen am Modell
3.4 Motivationstheorie
3.4.1 Aggression als Zwangsgewalt
3.5 Soziologische Theorien
3.5.1 Subkulturtheorie
3.5.2 Etikettierungsansatz
3.5.3 Anomietheorie
3.5.4 Aggression als Folge sozialer Wandlungsprozesse
3.5.5 Anomie und Schule
3.5.6 Resümee aus den Theorien zur Entstehung von Aggression und Gewalt
4 Sozialisationsfelder
4.1 Persönliches
4.2 Familie
4.3 Peer Groups
4.4 Medien
4.5 Schule
5 Begriffsbestimmungen
5.1 Aggressionsintervention
5.2 Aggressionsprävention
6 Konzepte zur schulischen Aggressionsprävention
6.1 Schulumfassende Programme
6.1.1 SchiLF (Schulinterne Lehrerfortbildung zur Aggressionsprävention)
6.1.2 Interventionsprogramm nach OLWEUS
6.1.3 „Konflikte positiv lösen“ nach ZITZMANN
6.1.4 Das FAUSTLOS-Curriculum
6.2 Maßnahmen für Schüler und/oder Lehrer
6.2.1 „Soziales Lernen“ nach LERCHENMÜLLER
6.2.2 Mediation
6.3 Am Sozialraum orientierte Kinder- und Jugendarbeit
7 Resümee
8 Verallgemeinerung der Erkenntnisse und Ausblick
Diese Hausarbeit untersucht die Erscheinungsformen, Bedingungen und Präventionsmodelle von Gewalt an Schulen, um Lehrkräften fundierte Ansätze für den Umgang mit aggressivem Verhalten zu liefern. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie es zu Aggression und Gewalt unter Schülern kommt und welche pädagogischen Konzepte effektiv zur Prävention und Intervention beitragen können.
1.1 Aggression und Gewalt – definitorische Klärung der Begriffe
Einführend kläre ich den Begriff der Gewalt, da dieser in der Alltagssprache verbreiteter ist als der der Aggression und zudem häufig synonym verwendet wird.
Gewalt ist in der deutschen Sprache ein mehrdeutiger Begriff. Es wird damit das Recht oder die Macht über etwas bezeichnet. Historisch geht der Begriff auf das Verb „walten“ zurück, welches die ordnende und gestaltende Funktion einer Macht beschreibt. Gewaltenteilung als staatstheoretischer Begriff steht für die Aufteilung der Staatsgewalt zwischen Judikative, Exekutive und Legislative. Positive oder neutrale Assoziationen zum Begriff Gewalt oder walten wie Anwalt, Verwaltung, „Schalten und Walten“ oder auch „Gnade walten lassen“ werden zunehmend von negativen wie „rassistische Gewalt“, „Gewalt durch Unterlassung“, „Gewalt durch Linksterrorismus“ oder auch „Gewalt an Schulen“ verdrängt. Schwere Körperverletzung bis hin zum Mord ist das Alltagsverständnis von Gewalt. Häufig ließe sich statt Aggression auch Gewalt sagen. Insbesondere körperliche Formen von Aggression werden Gewalt genannt, andere Formen wie Ausgrenzen nicht. Verbale Gewalt führt nicht direkt zu sichtbaren Schädigungen, ist deswegen aber nicht weniger gefährlich. Aggression nonverbaler Form wie Mimik und Gestik werden weniger der Gewalt zugeordnet. Aggression ist also ein weiterer Begriff, Gewalt ein engerer.
Einleitung: Umriss der Thematik Gewalt an Schulen sowie Darlegung der persönlichen Motivation und methodischen Vorgehensweise.
1 Begriffsdefinitionen: Wissenschaftliche Differenzierung der Begriffe Gewalt, Aggression und Aggressivität sowie Klärung ihrer Erscheinungsformen.
2 Empirische Befunde zu Ausmaß und Entwicklung der Opfererfahrungen von Hamburger Schülern: Darstellung von Studienergebnissen zur Gewalterfahrung und Kriminalitätsfurcht, um den Status quo zu beleuchten.
3 Erklärungspositionen aggressiven Verhaltens: Vorstellung zentraler psychologischer und soziologischer Theorien, die die Entstehung von Aggression erklären.
4 Sozialisationsfelder: Analyse der prägenden Einflüsse von Geschlecht, Familie, Peer Groups, Medien und Schule auf die Aggressionsentwicklung.
5 Begriffsbestimmungen: Abgrenzung und Definition von Interventions- und Präventionsmaßnahmen im pädagogischen Kontext.
6 Konzepte zur schulischen Aggressionsprävention: Praktische Vorstellung bewährter Programme wie SchiLF, Olweus, Faulstlos und Mediation zur Gewaltminderung.
7 Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Entstehung und Prävention von Aggression an Schulen.
8 Verallgemeinerung der Erkenntnisse und Ausblick: Schlussfolgerungen für die Lehrerausbildung und die Notwendigkeit gesamtgesellschaftlicher Ansätze zur Gewaltprävention.
Aggression, Gewalt, Gewaltprävention, Schule, Pädagogik, Interventionsprogramm, Mobbing, Soziale Kompetenz, Erziehung, Konfliktlösung, Sozialisation, Mediation, SchiLF, Faustlos, Anomietheorie
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen sowie den praktischen Präventionsmöglichkeiten von Gewalt und Aggression an Schulen.
Die Arbeit umfasst Begriffsdefinitionen, empirische Daten zu Schüler-Opfererfahrungen, verschiedene Erklärungsmodelle für Gewalt sowie pädagogische Interventionskonzepte.
Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Ursachen von Aggression bei Schülern zu schaffen und daraus konkrete Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte abzuleiten.
Es handelt sich um eine theoretische Examensarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender empirischer Studien (z.B. Hamburger Dunkelfeldstudie) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (psychologische/soziologische Theorien) und eine praxisorientierte Untersuchung verschiedener Präventionsprogramme im Schulalltag.
Aggression, Gewalt, Gewaltprävention, Schule, Erziehung, soziale Kompetenz, Mobbing und Konfliktlösung sind die zentralen Begriffe.
Die Trennung ist notwendig, da im wissenschaftlichen Sprachgebrauch Gewalt ein engerer, oft physischer Begriff ist, während Aggression ein breiteres Spektrum an Verhalten und Dispositionen umfasst.
Die Autorin betont, dass Lehrkräfte eine Vorbildfunktion einnehmen, ihre Rolle bei Etikettierungsprozessen reflektieren und aktiv eine positive Lehrer-Schüler-Beziehung aufbauen müssen.
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