Examensarbeit, 2009
83 Seiten, Note: 1,5
1 EINLEITUNG UND ALLGEMEINE PROBLEMSTELLUNG
2 WERTEWANDEL
2.1 Gesellschaftlicher Wertewandel
2.2 Wertewandel im Sport
2.3 Welche Werte verändern sich und wie im Besonderen?
3 TRENDSPORT
3.1 Trendsportdefinition
3.1.1 Zum Begriff „Trend“
3.1.2 Zum Begriff „Sport“
3.1.3 Versuch einer Trendsportdefinition
3.2 Zusammenfassung
4 TRENDSPORTARTEN IM SCHULSPORT – PERSPEKTIVEN UND PROBLEME
4.1 Warum gehört Trendsport in die Schule?
4.2 Wie beweglich ist die Schule?
4.3 Welcher Trendsport passt in die Schule?
4.4 Probleme bei der Integration von Trendsportarten in den Schulsport
4.5 Wie kann man Trendsportarten im Sportunterricht vermitteln?
4.6 Zusammenfassung
5 KONKRETE PROBLEMSTELLUNG
6 EMPIRISCHE STUDIE
6.1 Theoretische Konzeption der empirischen Studie
6.1.1 Begründung und Zielsetzung der empirischen Studie
6.1.2 Auswahl der Erhebungsmethode
6.1.3 Fragebogenkonstruktion
6.2 Durchführung und Auswertung der erhobenen Daten
7 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
7.1 Allgemeine Angaben
7.2 Fragen zum Thema „Trendsport“
7.3 Fragen zum Thema „Trendsport in der Schule“
8 DISKUSSION
8.1 Allgemeine Angaben
8.2 Fragen zum Thema „Trendsport“
8.3 Fragen zum Thema „Trendsportarten in der Schule“
8.4 Zusammenfassung
9 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die Integration von Trendsportarten in den Sportunterricht an Schulen. Ziel ist es, durch eine empirische Lehrerbefragung zu ermitteln, ob Trendsport aus fachlicher und pädagogischer Sicht als sinnvoll erachtet wird und welche Hindernisse oder Potenziale dabei wahrgenommen werden.
4.1 Warum gehört Trendsport in die Schule?
Die Schule wählt ihre Unterrichtsinhalte nicht danach aus, ob etwas „gut“ ist, sondern ob der Gegenstand für „etwas gut“ ist im Sinne einer Erziehung und zukünftigen Brauchbarkeit. Sport stellt sich zu jeder Zeit der Gesellschaft anders dar, dennoch wird nicht nach dem gegenwärtigen Bezug des Schülers gefragt. Oftmals wird die Rechtfertigung einen Gegenstand in der Schule zu behandeln unter dem Aspekt der Wichtigkeit in der Zukunft gefällt. Genau da gilt es anzusetzen und umzudenken (vgl. Volkamer, 2003, S. 43-44). „Nur ein Sport, der die Gegenwart erfüllt, kann Bedeutung für die Zukunft des Schülers haben“ (Volkamer, 2003, S. 44). Denn daraus entsteht Interesse, intrinsische Motivation und Unmittelbarkeit.
Schule ist diejenige Instanz, die alle Heranwachsenden in die Welt des Sports einführt, egal ob sie außerhalb der Schule Sport treiben oder nicht. Schule kann und muss daher als Instanz zum Ausgleich sozialer Disparitäten fungieren, sich auch für Interessen von Schülern einsetzten und mit der Zeit gehen. Bei einer empirischen Untersuchung von Saß (1993), wird dies noch einmal verdeutlicht (vgl. Baur & Brettschneider, 1990, S. 49). Man befragte Schüler dazu, warum ihnen Sportunterricht keinen Spaß macht. Es zeigte sich, dass Schüler ihre eigenen Interessen im Sportunterricht zu wenig berücksichtigt finden, was für den Sportunterricht bedeutet, dass er wenig Spaß macht und unkreativ wirkt.
Wenn man aber die Motivation zum Sporttreiben in der Freizeit betrachtet, kann festgestellt werden, dass Jugendliche nach sportlichen Bewegungsaktivitäten suchen und dies bei ihnen auch Freude und Spaß impliziert (vgl. Schillack, Kunze, Schwabe, 1993, S. 180; Saß 1993, S. 178). Infolgedessen soll Schulsport den Schülern das Erlebnis von unmittelbarer Freude am Tun ermöglichen (vgl. Balz, 1996, S. 7).
1 EINLEITUNG UND ALLGEMEINE PROBLEMSTELLUNG: Einführung in den gesellschaftlichen Wandel und die Notwendigkeit, Schulsportinhalte an veränderte Lebenswelten anzupassen.
2 WERTEWANDEL: Analyse der Verschiebung von traditionellen Werten hin zu postmaterialistischen Lebensstilen und deren Einfluss auf Sport und Freizeit.
3 TRENDSPORT: Theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Trend und Sport sowie Versuch einer wissenschaftlich begründeten Trendsportdefinition.
4 TRENDSPORTARTEN IM SCHULSPORT – PERSPEKTIVEN UND PROBLEME: Diskussion über die Legitimation von Trendsport in der Schule, curriculare Möglichkeiten sowie didaktische Herausforderungen bei der Vermittlung.
5 KONKRETE PROBLEMSTELLUNG: Herleitung der Forschungsfrage und Begründung der Notwendigkeit einer empirischen Untersuchung mittels Lehrerbefragung.
6 EMPIRISCHE STUDIE: Erläuterung des Studiendesigns, der methodischen Auswahl der schriftlichen Befragung sowie der Konstruktion des Fragebogens.
7 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Präsentation und statistische Aufarbeitung der erhobenen Daten aus der Befragung von Sportlehrkräften.
8 DISKUSSION: Interpretation der Studienergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage und Vergleich mit dem theoretischen Hintergrund.
9 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassendes Fazit der Arbeit und Anregungen für zukünftige Forschungsbedarfe.
Trendsport, Schulsport, Wertewandel, Sportunterricht, empirische Untersuchung, Lehrerbefragung, Bewegungsaktivität, Sportdidaktik, Motivation, Schulsportintegration, Lebensstil, Jugendkultur, Sportpädagogik, Sportartenkanon, Sportpraxis.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Trendsportarten in den schulischen Sportunterricht integriert werden können, um die Kluft zwischen moderner Lebenswelt der Jugendlichen und traditionellem Schulsport zu verringern.
Die Arbeit beleuchtet den gesellschaftlichen Wertewandel, die theoretische Definition von Trendsport, die didaktische Einbindung in Bildungspläne sowie die praktische Einstellung von Sportlehrkräften durch eine empirische Studie.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer Befragung von Sportlehrkräften zu klären, ob Trendsport aus fachlicher und pädagogischer Sicht eine geeignete Ergänzung oder Alternative im Schulsport darstellt.
Es wurde eine teilstrukturierte schriftliche Expertenbefragung (Fragebogen) durchgeführt, die sowohl qualitative als auch quantitative Daten zur Meinung und Praxis von Lehrkräften erfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung zum Wertewandel und Trendsport sowie eine empirische Untersuchung, die den aktuellen Kenntnisstand und die Einstellungen von Sportlehrern analysiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Trendsport, Schulsport, Wertewandel, Sportpädagogik und empirische Lehrerbefragung zentral charakterisiert.
Die Lehrkräfte nennen insbesondere die Beschaffung von Material und Geräten, mangelnde zeitliche Kapazitäten, fehlende methodische Konzepte sowie die Notwendigkeit von zusätzlichem Fachwissen bei den Lehrkräften.
Die befragten Lehrkräfte sehen einen hohen Gewinn vor allem in der gesteigerten Motivation der Schüler, einer größeren Abwechslung im Unterricht und der Möglichkeit, Schüler stärker für den Sport zu begeistern.
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