Masterarbeit, 2018
102 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Heterogenität – Begriff und Merkmale
2.2 Angebots-Nutzungs-Modell von Helmke
2.3 Aus dem Angebot-Nutzungs-Modell abgeleitete Heterogenitätsdimensionen
2.4 Reaktionsmöglichkeiten auf Lerndifferenzen
2.5 Formen der Differenzierung
3. Forschungsstand
3.1 Einstellungen von Lehrkräften bezüglich der Heterogenität
3.2 Diagnostik im Bereich Heterogenität
3.3 Differenzierter Unterricht und dessen Effektivität
3.4 Heterogenität in der beruflichen Bildung
4. Methoden
4.1 Entwicklung der Forschungsfrage
4.2 Begründung des methodischen Vorgehens
4.3 Literaturrecherche
4.4 Methoden der Datenerhebung
4.4.1 Samplezusammenstellung
4.4.2 Interviewleitfaden
4.4.3 Transkriptionstechnik
4.5 Methode der Datenauswertung
5. Ethische Aspekte und Datenschutz
6. Ergebnisse
K 1 Wahrgenommene Heterogenitätsdimensionen
K 2 Heterogenitätsdiagnostik
K 3 Förderlicher Umgang mit Heterogenität
K 4 Effekte eines förderlichen Umgangs mit Heterogenität
K 5 Differenzierung der Lernangebote
K 6 Ausbaufähiger Umgang mit Heterogenität
K 7 Effekte eines mangelnden Umgangs mit Heterogenität
K 8 Herausforderungen beim Umgang mit Heterogenität
K 9 Auswirkungen der Heterogenität auf die Lehrkraft
K 10 Wünsche für einen Umgang mit Heterogenität
7. Diskussion
7.1 Diskussion der Ergebnisse
7.2 Kritik an der vorliegenden Arbeit
8. Fazit und Ausblick
9. Exkurs: Handreichung zum Umgang mit heterogenen (Alten-)Pflegeauszubildenden
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie Lehrkräfte in der Ausbildung zur Altenpflege ihre Lehr-Lern-Angebote vor dem Hintergrund der ausgeprägten Heterogenität der Auszubildenden entwickeln und praktizieren, mit dem übergeordneten Ziel, Vielfalt als Chance und Bereicherung für die berufliche Bildung nutzbar zu machen.
1. Einleitung
Berufsbildende Schulen sind durch eine besonders stark ausgeprägte Heterogenität ihrer Auszubildenden geprägt (Rauner & Piening 2010, S. 9). Dies trifft vor allem auf den Ausbildungsbereich der Altenpflege zu, da die Lernenden sich hier hinsichtlich vielfältiger Heterogenitätsdimensionen voneinander unterscheiden (Werner & Ebertz 2012, S. 43-50; Görres et al. 2006, S. 55f.). Lehrende sehen in der Heterogenität der SchülerInnen oftmals eine Herausforderung (Baumert et al. 1997, S. 211; Jablonka 2016, S. 77; Schneider 2014, S. 186; Solzbacher 2016, S. 35f. & Wittig 2014, S. 288), was mitunter damit begründet wird, dass im Bereich der diagnostischen Maßnahmen Defizite bestehen (Artelt et al. 2001, S. 119; Solzbacher 2016, S. 49; Hotarek 2011, S. 7) und ein Mangel an angewendeten Differenzierungsmaßnahmen herrscht, die der Vielfalt der Lernenden gerecht werden könnten (Trautmann & Wischer 2011, S. 122). Zudem stellt der Balanceakt einer Über- und Unterforderung häufig ein Problem dar (vgl. Bräu 2005).
Dabei ist ein förderlicher Umgang mit Heterogenität unverzichtbar, da ein unzureichender Umgang mit Heterogenität soziale Ungleichheit zur Folge haben kann und die Schule als Institution „an der Herstellung von Ungleichheit beteiligt [ist]“ (Budde et al. 2015, S. 7). Umso bedeutsamer wird die Betrachtung von Heterogenität als „Chance und Gewinn für das pädagogische Handeln“ (Kramer 2015, S. 40), da eine solche dazu beitragen kann, „Bildungsungleichheiten im Verlauf von Schulkarrieren“ (ebd.) und „[s]oziale Stigmatisierung“ (ebd.) zu vermeiden.
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage, Relevanz und Forschungsfrage der Arbeit bezüglich des Umgangs mit Heterogenität in der Altenpflegeausbildung.
2. Theoretischer Rahmen: Expliziert den Heterogenitätsbegriff und analysiert das Angebots-Nutzungs-Modell von Helmke als theoretische Basis für die Untersuchung.
3. Forschungsstand: Gibt einen Überblick über bisherige empirische Erkenntnisse zu LehrerInneneinstellungen, Diagnostik und Differenzierung in der beruflichen Bildung.
4. Methoden: Erläutert das Vorgehen der qualitativen Forschung, einschließlich der Stichprobenauswahl, der Interviewführung und der inhaltlichen Datenanalyse.
5. Ethische Aspekte und Datenschutz: Legt die getroffenen Maßnahmen zum Schutz der Interviewten und zur datenschutzkonformen Handhabung der Transkripte dar.
6. Ergebnisse: Präsentiert die aus den Leitfadeninterviews abgeleiteten zehn Kategorien, von wahrgenommenen Heterogenitätsdimensionen bis hin zu Wünschen für die Ausbildung.
7. Diskussion: Setzt die Ergebnisse in Bezug zum theoretischen Rahmen, diskutiert Limitationen der Studie und zieht Schlussfolgerungen für die Praxis.
8. Fazit und Ausblick: Fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont den weiteren Handlungsbedarf zur Etablierung einer Pädagogik der Vielfalt.
9. Exkurs: Handreichung zum Umgang mit heterogenen (Alten-)Pflegeauszubildenden: Bietet praxisorientierte Empfehlungen für den pädagogischen Alltag auf Basis der Untersuchungsergebnisse.
Heterogenität, Altenpflegeausbildung, Lernangebote, Lehrkräfte, Differenzierung, Diagnostik, Lernvoraussetzungen, Inklusion, berufliche Bildung, Lernmotivation, Lehrerinneneinstellungen, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsgestaltung, Diversität, individuelle Förderung
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Lehrkräfte in der Altenpflegeausbildung mit der ausgeprägten Heterogenität der Lernenden umgehen und wie sie ihre Unterrichtsangebote gestalten, um diesen Unterschieden gerecht zu werden.
Die Arbeit behandelt die Einstellung der Lehrenden zur Vielfalt, diagnostische Verfahren im Bereich Schule, diverse Strategien der Differenzierung sowie die Auswirkungen dieser Ansätze auf das Klassenklima und den Lernerfolg.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie gestalten Lehrende in der Altenpflegeausbildung ihre Lernangebote hinsichtlich der Heterogenität der Auszubildenden?“
Es handelt sich um eine qualitative Forschungsarbeit. Zur Datenerhebung wurden fünf leitfadengestützte Interviews mit Lehrkräften geführt und diese nach der qualitativen Inhaltsanalyse von Mayring ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen Überblick über den Forschungsstand sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der zehn aus den Interviews abgeleiteten Ergebnisse.
Zu den zentralen Begriffen zählen Heterogenität, Differenzierung, Lernvoraussetzungen, Diagnostik, Kompetenzentwicklung und der Umgang mit Diversität im Kontext der Altenpflege.
Es dient als theoretische Grundlage, um die Zusammenhänge zwischen Unterrichtsangebot, Lehrperson, Kontextfaktoren und den Lernprozessen der Auszubildenden zu systematisieren und die Bedeutung der Lehrkraft für den Lernerfolg zu unterstreichen.
Die Arbeit zeigt, dass eine fundierte Diagnostik, die über intuitive Einschätzungen hinausgeht, entscheidend ist, um individuell passende Lernzugänge zu schaffen, auch wenn im untersuchten Feld hier noch Defizite bestehen.
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