Diplomarbeit, 2009
90 Seiten, Note: Sehr Gut
Einleitung
1. Der Direktvertrieb
1.1 Multi-Level-Marketing
1.2 Party-Verkauf
1.3 Produkte und Dienstleistungen im Direktvertrieb
1.4 Direktvertrieb in Österreich
2. Erfolgsfaktoren im Party-Verkauf
2.1 Beziehungsqualität
2.2 Beratungsqualität
2.3 Kundenloyalität
2.4 Mundpropaganda
3. Zusammenhänge zwischen den Erfolgsfaktoren
3.1 Beziehungsqualität und Beratungsqualität
3.2 Beziehungsqualität und Kundenloyalität
3.3 Beziehungsqualität und Mundpropaganda
3.4 Mundpropaganda und Kundenloyalität
4. Konstruktbildung der Erfolgsfaktoren
4.1 Beziehungsqualität
4.2 Beratungsqualität
4.2.1 Das Gap-Modell der Dienstleistungsqualität
4.2.2 SERVPERF
4.3 Kundenloyalität
4.4 Mundpropaganda
5. Empirische Forschung in Österreich
6. Empirische Studie
6.1 Untersuchungsdesign
6.2 Konfirmatorische Untersuchung
6.2.1 Hypothesen und Untersuchungsmodell
6.2.2 Beziehungsqualität
6.2.3 Beratungsqualität
6.2.4 Kundenloyalität
6.2.5 Mundpropaganda
6.2.6 Erfahrungen mit Party-Verkauf
6.2.7 Demographische Angaben
6.3 Datenauswertung
6.3.1 Demographische Daten
6.3.2 Skalenbildung
6.3.2.1 Beziehungsqualität
6.3.2.1.1 Vertrauen
6.3.2.1.2 Zufriedenheit
6.3.2.2 Beratungsqualität
6.3.2.2.1 Tangibles Umfeld
6.3.2.2.2 Zuverlässigkeit
6.3.2.2.3 Reaktionsfähigkeit
6.3.2.2.4 Leistungskompetenz
6.3.2.2.5 Einfühlungsvermögen
6.3.2.3 Kundenloyalität
6.3.2.4 Mundpropaganda
6.3.3 Geschlechtsunterschiede
6.3.4 Altersunterschiede
6.3.5 Unterschiede nach MLM-Unternehmen
6.3.6 Unterschiede nach Anzahl der Teilnahmen an Produktpartys
6.3.7 Auswertung der Hypothesen
6.3.7.1 Hypothese 1
6.3.7.2 Hypothese 2
6.3.7.3 Hypothese 3
6.3.7.4 Hypothese 4
Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die Erfolgsfaktoren im Multi-Level-Marketing (MLM) Party-Verkauf, mit der zentralen Forschungsfrage, inwieweit Zusammenhänge zwischen der Beziehungsqualität, der Beratungsqualität, der Kundenloyalität und der Mundpropaganda bestehen.
1.1 Multi-Level-Marketing
Multi-Level-Marketing wurde in den 1940er Jahren in den USA entwickelt (Vgl. Diller 2001 S. 1150, Holland 1998 S. 68), wo auch die ersten großen Verkaufs- und Vermittlungsorganisationen entstanden sind (Vgl. Tietz 1993 S. 16). Das Unternehmen CALIFORNIA VITAMINS (später NUTRI LITE), das Nahrungsergänzungsprodukte anbot, gewährte seinen Mitarbeitern das Recht, neue Mitarbeiter für den Vertrieb der Produkte zu werben und an deren Umsätzen teilzuhaben. Aus dieser Ursprungsidee wurden Unternehmen wie Amway und Mary Kay gegründet (Vgl. Schmahl 2006 S. 28). In den 1980er Jahren wurden MLM-Unternehmen erstmals in Deutschland gegründet (Vgl. Zacharias 2005 S. 27).
Multi-Level-Marketing zählt zum Direktvertrieb, obwohl Waren und Dienstleistungen nicht direkt vom Hersteller über unselbstständige Verkäufer zum Konsumenten vertrieben werden, sondern eine Stufe selbstständiger Direktberater eingeschaltet ist (Vgl. Diller 2001 S. 313, Holland 1998 S. 57). Die Besonderheit von MLM liegt in der Möglichkeit der Direktberater, neben dem Vertrieb von Produkten, Personen als Direktberater für das MLM-Unternehmen anzuwerben (Vgl. Tietz 1993 S. 16).
Abbildung 2 vermittelt das MLM-Wachstum und die Netzwerk- Struktur. Hierbei wird der idealtypische Fall eines gleichmäßigen geometrischen Wachstums unterstellt, bei dem jeder der Mitarbeiter zwei Geschäftspartner sponsert. Obwohl der an der Spitze stehende Direktberater lediglich zwei Personen eingeschrieben hat, besteht diese Geschäftsorganisation schon aus insgesamt 30 Geschäftspartnern, die sich auf vier Levels verteilen.
Einleitung: Einführung in die Thematik des Direktvertriebs und des MLM, Darstellung der Forschungsfrage und des Aufbaus der Arbeit.
1. Der Direktvertrieb: Definition und Abgrenzung verschiedener Formen des Direktvertriebs sowie Erläuterung der Bedeutung von MLM und Party-Verkauf.
2. Erfolgsfaktoren im Party-Verkauf: Theoretische Herleitung der vier zentralen Erfolgsfaktoren Beziehungsqualität, Beratungsqualität, Kundenloyalität und Mundpropaganda.
3. Zusammenhänge zwischen den Erfolgsfaktoren: Identifizierung theoretischer Zusammenhänge zwischen den Erfolgsfaktoren und Ableitung der vier Hypothesen.
4. Konstruktbildung der Erfolgsfaktoren: Analyse der komplexen Konstrukte anhand der wissenschaftlichen Literatur und Darstellung anerkannter Messmethoden.
5. Empirische Forschung in Österreich: Überblick über bisherige wissenschaftliche Studien zum Direktvertrieb und MLM in Österreich.
6. Empirische Studie: Darstellung des Untersuchungsdesigns, der Datenerhebung, der Skalenbildung sowie Auswertung und Interpretation der Ergebnisse zur Hypothesenprüfung.
Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der zentralen Argumente und Beantwortung der Forschungsfrage.
Multi-Level-Marketing, MLM, Direktvertrieb, Party-Verkauf, Beziehungsqualität, Beratungsqualität, Kundenloyalität, Mundpropaganda, Kundenzufriedenheit, empirische Studie, SERVPERF, Netzwerk-Marketing, Kundenbindung, Strukturvertrieb, Konsumentenverhalten.
Die Arbeit beschäftigt sich mit Erfolgsfaktoren im Multi-Level-Marketing, insbesondere im Bereich des Party-Verkaufs, und untersucht deren Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg.
Die zentralen Themenfelder sind die Beziehungsqualität zwischen Berater und Kunde, die Beratungsqualität, die Kundenloyalität sowie der Einsatz von Mundpropaganda.
Die zentrale Forschungsfrage ist, ob und wie die Erfolgsfaktoren Beziehungsqualität, Beratungsqualität, Kundenloyalität und Mundpropaganda im MLM-Party-Verkauf miteinander zusammenhängen.
Es wurde eine explorative, quantitative Studie mittels eines schriftlichen Fragebogens bei Studenten der Wirtschaftsuniversität Wien durchgeführt und die Daten mittels multipler linearer Regression ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, in dem die Erfolgsfaktoren definiert und ihre Zusammenhänge hergeleitet werden, sowie einen empirischen Teil, der das Studiendesign und die Auswertung der erhobenen Daten umfasst.
Wichtige Begriffe sind Multi-Level-Marketing, Beziehungsqualität, Beratungsqualität, Kundenloyalität, Mundpropaganda und Dienstleistungsqualität.
Da Produktpartys meist in privater Atmosphäre stattfinden, ist Vertrauen die Basis für den Verkaufserfolg und beeinflusst maßgeblich die Einschätzung der Beratungsleistung sowie die Loyalität zum Unternehmen.
Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass eine höhere Anzahl an Teilnahmen an Produktpartys tendenziell mit einer besseren oder günstigeren Beurteilung der Erfolgsfaktoren einhergeht.
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