Bachelorarbeit, 2022
85 Seiten, Note: 1.7
1. Einleitung
1.1. Relevanz des Themas
1.2. Ziel der Arbeit
2. Theoretischer Teil
2.1. Begriffserklärung
2.1.1. Supervision
2.1.2. Qualität und Qualitätsmanagement
2.1.3. Versorgungsqualität im Rettungsdienst
2.2. Organisation und Aufbau des Wiener Field-Supervisor-Systems
2.3. Definition und Verortung der Wiener Field Supervisor*innen
2.4. Aus- und Fortbildung der Wiener Field Supervisor*innen
2.5. Aufgaben und Tätigkeitsfelder der Wiener Supervisor*innen
2.5.1. Einsatzgebundene Tätigkeiten
2.5.2. Einsatznachbereitung und Debriefing
2.5.3. Tätigkeiten im Rahmen der Aus-, Weiter-, und Fortbildung
2.5.4. Wissenschaftliche Tätigkeiten
3. Empirischer Teil
3.1. Methodologie und Durchführung der teilnehmenden Beobachtungen
3.2. Methodologie und Durchführung der Expert*innen-Interviews
3.2.1. Methodologie Expert*innen-Interview
3.2.2. Definition Experte*in
3.2.3. Auswertung der leitfadenorientierten Experten-Interviews
3.2.4. Transkription
3.2.5. Kategorien- und Codesystem
3.3. Ergebnisteil
3.3.1. Strukturelle Voraussetzungen (ID:01)
3.3.1.1. Grundlegende Voraussetzungen (ID: 1.1)
3.3.1.2. Organisatorische Voraussetzungen (ID: 1.2)
3.3.1.3. Monetäre Voraussetzungen (ID: 1.3)
3.3.1.4. Qualifikation des Personals (ID: 1.4)
3.3.2. Auswirkungen Prozessqualität (ID: 02)
3.3.2.1. Auswirkungen im Bereich Qualitätsmanagement (ID: 2.1)
3.3.2.2. Auswirkungen im Bereich Qualitätssicherung (ID: 2.2)
3.3.2.3. Auswirkungen im Bereich Versorgungsqualität (ID: 2.3)
3.3.3. Bedeutung Ergebnisqualität (ID: 03)
3.3.3.1. Bedeutung für den Bereich Aus- und Weiterbildung (ID: 3.1)
3.3.3.2. Bedeutung für den Bereich Qualitätsmanagement & Versorgungsqualität (ID: 3.2)
3.3.3.3. Bedeutung für den Bereich Wissenschaft (ID: 3.3)
3.4. Auswertung und Diskussion der Ergebnisse
3.4.1. Diskussion der strukturellen Voraussetzungen
3.4.2. Diskussion der Auswirkungen
3.4.3. Diskussion der Bedeutsamkeit des Systems
4. Zusammenfassung
5. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen eines Field-Supervisor-Systems auf die rettungsdienstliche Versorgungsqualität zu untersuchen, wobei das System der Wiener Berufsrettung als praxisorientiertes Beispiel dient. Die Arbeit zielt darauf ab, Voraussetzungen für die Etablierung solcher Systeme herauszuarbeiten, ihr Potenzial zur Qualitätsverbesserung im Rettungswesen zu explorieren und Grundlagen für eine mögliche Implementierung im deutschsprachigen Raum zu schaffen.
1.1. Relevanz des Themas
Der Bereich des Rettungswesens ist von vielen Prozessen geprägt, die auf eine Vereinheitlichung und Standardisierung der Arbeits- und Behandlungsabläufe abzielen. In der täglichen Arbeit der Rettungsdienstmitarbeiter*innen wird diese mit den Prozessen des Qualitätsmanagements (QM), der Qualitätssicherung (QS) und der Einhaltung von Leitlinien, Handlungs- oder Dienstanweisungen konfrontiert. Ein zertifiziertes standardisiertes Qualitätsmanagement sowie standardisierte Behandlungs- und Arbeitsabläufe sollen dabei helfen, die Versorgungsqualität zu überwachen, zu steuern und zu verbessern. (Hensen, 2016a) Den Benefit dieser Standardisierungen oder die fachliche Umsetzung der Leitlinien und Anweisungen können wir allerdings nur schwer erfassen und wissenschaftlich aufarbeiten.
Häufig beschränken sich diese qualitätsorientierten Verfahren lediglich auf die Dokumentation und die Beschreibung von bestimmten Prozessen. An dieser Stelle fehlen die beobachtenden und zutragenden Strukturen, die auf die Versorgungsqualität im Einsatzgeschehen abzielen und eine wissenschaftliche Analyse möglich machen würden. Im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung werden Simulationen mittlerweile als probates Mittel eingesetzt, um den Rettungsdienstalltag so realitätsnah wie möglich abzubilden. Hier ist der positive Effekt im Rahmen der Entscheidungs- und Maßnahmenprozesse unter Einfluss eines Supervisor-Systems bereits erkannt worden. (Marx & Lange, 2019, S. 83) Diese Simulationsszenarien geben allerdings nur einen eingeschränkten Einblick auf die Einhaltung und Auswirkung von qualitätsoptimierenden Prozessen in der täglichen Arbeit der Rettungsdienste.
In den USA ist der Einsatz eines Field-Supervisor-Systems im Rettungsdienst vielerorts Standard. Im deutschsprachigen Raum wurde das System der Field Supervisor*innen (FISU) im Rahmen einer gemeinsamen Studie mit der Medizinischen Universität Wien und den Kolleg*innen aus den USA erstmals vorgestellt. Die CIRC (Circulation Improving Resuscitation) Autopulse Studie 2009 – 2011 war der Grundstein für die Einführung der Field Supervisor*innen in Wien. (Girsa, 2019a, S. 44f) Im Abschluss an die Studienphase führte die Wiener Berufsrettung das System der Field Supervisor*innen als festen Bestandteil des örtlichen Rettungswesens ein.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Standardisierung im Rettungswesen und führt in die Thematik der Einsatz-Supervision als Mittel zur Qualitätskontrolle ein.
2. Theoretischer Teil: Hier werden zentrale Begriffe wie Supervision, Qualitätsmanagement und Versorgungsqualität definiert sowie das Wiener Field-Supervisor-System detailliert beschrieben.
3. Empirischer Teil: Dieses Kapitel beschreibt methodisch die Durchführung von Interviews und Beobachtungen und präsentiert sowie diskutiert die Ergebnisse hinsichtlich Voraussetzungen und Auswirkungen des Systems.
4. Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Bedeutung des Systems für das Rettungswesen zusammen.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet das System als erfolgreich für die Wiener Berufsrettung und regt eine weiterführende Forschung zur Implementierung in anderen Regionen an.
Field-Supervisor-System, Rettungsdienst, Versorgungsqualität, Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement, Supervision, Einsatznachbesprechung, Notfallrettung, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Wiener Berufsrettung, Simulationsszenarien, Experteninterview, Einsatzsupervision, Notfallsanitäter.
Die Arbeit untersucht das Field-Supervisor-System der Wiener Berufsrettung, um festzustellen, inwieweit dieses Modell zur Optimierung der rettungsdienstlichen Versorgungsqualität beitragen kann.
Zentrale Themen sind Qualitätsmanagement im Rettungswesen, die methodische Supervision von Rettungsteams während des Einsatzes sowie die Auswirkungen solcher Strukturen auf die Patientenversorgung.
Das primäre Ziel ist es, die Voraussetzungen und Auswirkungen der Einsatzsupervision zu explorieren und zu prüfen, ob das Wiener Modell als Grundlage für Optimierungen in anderen Rettungsdienstbereichen, insbesondere in Deutschland, dienen kann.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das auf leitfadengestützten Experteninterviews und teilnehmenden Beobachtungen basiert, um das System aus der Innensicht zu beschreiben.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Organisation des Field-Supervisor-Systems, die empirische Datenerhebung und die anschließende Diskussion der Ergebnisse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Field-Supervisor-System, Versorgungsqualität, Qualitätssicherung, Rettungsdienst, Supervision und Prozessqualität charakterisiert.
Die Wiener Rettungsakademie fungiert als zentrale Instanz für die Ausbildung und Qualitätssicherung der Field Supervisor*innen und bildet das organisatorische Fundament des Systems.
Sie vereinen Fachwissen in der Notfallmedizin mit Kompetenzen in pädagogischem Lehren, wissenschaftlichem Arbeiten und der Fähigkeit zur wertfreien, distanzierten Analyse im Einsatzgeschehen.
Das System fördert durch strukturierte Einsatznachbesprechungen (Debriefings) eine offene Fehlerkultur, die dazu dient, systemische Schwachstellen zu identifizieren und nachhaltige Lernprozesse zu etablieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

