Bachelorarbeit, 2022
55 Seiten, Note: 2,4
1. Einleitung
1.1 Problemlage und Relevanz der Arbeit
1.2 Ziel und Theoriebezug
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Forschungsdesign
3. Terminologie und Grundlagen
3.1 Wer oder was ist ein Flüchtling?
3.2 Heutiger Begriff der Grenze
3.3 Funktionen und Hindernisse von Grenzen auf europäischer Ebene
3.4 Migration
3.4.1 Gründe für Migration
3.4.2 Illegale Migration
3.4.3 Eine Herausforderung für Nationalstaaten
3.5 Theorie der Versicherheitlichung („Theory of Securitization“)
4. Flüchtlingspolitik in Europa nach Gründung der Frontex
4.1 Grundlagen der Flüchtlingspolitik
4.2 Das europäische Grenzregime der Europäischen Union
4.2.1 Die Hauptaufgaben der Frontex
4.3 Vor- und Nachteile
4.4 Die Rolle von Frontex
5. Der Weg nach Europa
5.1 Fallanalysen: Frontex-Operationen
5.1.1 Operation Themis: Italien
5.1.2 Operation Poseidon: Griechenland/ Türkei
5.1.3 Operation Indalo: Marokko/ Spanien
5.1.4 Frontex und Libyen
6. Diskussion
7. Zukunft der europäischen Flüchtlingspolitik
7.1 Europa als Chance oder Risiko
8. Konklusion und Ausblick
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Rolle der europäischen Grenzschutzagentur Frontex im Kontext der illegalen Migration nach Europa kritisch zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen das Mandat der Agentur auf schutzsuchende Menschen hat, wobei insbesondere eine politikwissenschaftliche Perspektive unter Einbeziehung der „Theory of Securitization“ eingenommen wird.
3.5 Theorie der Versicherheitlichung („Theory of Securitization“)
Securitization wurde von den Kopenhagener Schulen von Barry Buzan, Oleuber und Jaap de Wilde entwickelt, wobei der Großteil der Arbeiten in den 1990er Jahren am Copenhagen Institute for Conflict and Peace (COPRI) entstanden ist. Das Konzept der Versicherheitlichung ist derzeit das am weitesten entwickelte im Bereich der Sicherheit (vgl. Léonard u. Kaunert, S. 11). Den Ausarbeitungen von Buzan, de Wilde und Waever zufolge konnten bereits umfassende Forschungsfragen im Rahmen der ‚Theory of Securitization‘ gestellt werden. Sie hinterfragt, ob und auf welche Art die Versicherheitlichung eines Problems erfolgen kann.
Die ‚Theory of Securitization‘ drückt aus, dass nationale Sicherheitspolitik nicht zufällig entsteht, sondern von Politiker*innen und politischen Entscheidungsträger*innen hochachtungsvoll konzipiert werden. Wenn politische Themen als beispielsweise gefährlich, risikoreich, aufschreckend und warnend bezeichnet werden, gelten sie gemäß der ‚Theory of Securitization‘ als extravagante Sicherheitsprobleme, die dringend angegangen werden müssen.
Wie macht sich die Politik Bedrohungsbilder zunutze? Zum Beispiel verlagert die Typisierung der Einwanderung als Bedrohung der nationalen Sicherheit die Einwanderung von einem politischen Problem mit niedriger Priorität zu einem Thema mit hoher Priorität, das Maßnahmen erfordert, wie die Sicherung der Außengrenzen. Die ‚Theory of Securitization‘ fordert traditionelle Sicherheitsansätze in der Informationsgesellschaft heraus und behauptet, dass die Probleme selbst keine Bedrohungen sind. Viel mehr werden sie zu Sicherheitsproblemen, wenn sie erst als solche bezeichnet werden können (vgl. Eroukhmanoff 2018, S. 1).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Flucht nach Europa ein und definiert die Forschungsfrage sowie die Relevanz der Arbeit.
2. Forschungsdesign: Hier wird der methodische Ansatz der Untersuchung erläutert, inklusive der Fallauswahl und der zeitlichen Eingrenzung.
3. Terminologie und Grundlagen: Dieses Kapitel definiert wichtige Begriffe wie Flüchtling und Grenze und führt in die „Theory of Securitization“ ein.
4. Flüchtlingspolitik in Europa nach Gründung der Frontex: Es behandelt die Grundlagen der EU-Flüchtlingspolitik sowie das europäische Grenzregime und die zentralen Aufgaben der Agentur.
5. Der Weg nach Europa: Ein zentraler Teil der Arbeit, in dem Fallanalysen zu spezifischen Frontex-Operationen und die Rolle in Libyen untersucht werden.
6. Diskussion: Hier findet eine kritische Bewertung der Ergebnisse zur europäischen Migrationspolitik und der Rolle von Frontex statt.
7. Zukunft der europäischen Flüchtlingspolitik: Das Kapitel reflektiert über zukünftige Herausforderungen und diskutiert Europa als Chance oder Risiko.
8. Konklusion und Ausblick: Diese Sektion fasst die wesentlichen Resultate zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige politische Reformschritte.
Frontex, illegale Migration, europäische Grenzpolitik, Flüchtlingsschutz, Außengrenzen, Versicherheitlichung, Securitization, Menschenrechte, Seenotrettung, Asylpolitik, Mittelmeer, Operation Themis, Operation Poseidon, Pushbacks, Grenzschutz.
Die Bachelorarbeit analysiert die Rolle der europäischen Grenzschutzagentur Frontex im Kontext der illegalen Migration nach Europa und untersucht, wie die Agentur zur Sicherung der Außengrenzen beiträgt.
Zentrale Themen sind die Migrationsbewegungen nach Europa, das europäische Grenzregime, die rechtlichen Grundlagen des Flüchtlingsschutzes (GFK) und die Anwendung der Theorie der Versicherheitlichung auf die europäische Politik.
Das primäre Ziel ist es, die Rolle von Frontex bei der illegalen Migration zu klären und zu untersuchen, welche Konsequenzen dies für schutzsuchende Menschen hat. Die Forschungsfrage lautet: „Welche Rolle nimmt die FRONTEX bei einer illegalen Migration nach Europa ein?“
Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse auf Basis vorhandener Literatur, wissenschaftlicher Artikel sowie offizieller Berichte von Frontex und UNHCR, ergänzt durch Fallanalysen spezifischer Operationen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Begriffen, der Entwicklung der Frontex seit 2004, den einzelnen Aufgabenbereichen der Agentur sowie detaillierten Fallanalysen (Operation Themis, Poseidon, Indalo und die Kooperation mit Libyen).
Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem: Frontex, illegale Migration, EU-Außengrenzen, Versicherheitlichung (Securitization), Menschenrechte und Seenotrettung.
Die Autorin hebt kritisch hervor, dass Frontex Kooperationsprojekte mit Libyen fördert, obwohl in dem Land Menschenrechte oft nicht gewachtet werden, und hinterfragt die Vereinbarkeit dieser Maßnahmen mit den rechtlichen Bestimmungen für Suche und Rettung auf See.
Sie dient als ein zentrales theoretisches Gerüst, um zu erklären, wie und warum Migration politisch als existenzielle Bedrohung markiert und durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen in den Fokus der europäischen Agenda gerückt wird.
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