Masterarbeit, 2021
115 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Bewertungskompetenz
2.1 Bildung für nachhaltige Entwicklung
2.2 Bildungsstandards
2.3 Teilkompetenzen
2.4 Aktueller Forschungsstand
3 Fragestellungen
4 Methodik
4.1 Beschreibung der Stichprobe
4.2 Untersuchungsdesign
4.3 Erhebungsinstrumente
4.3.1 Aufbau des Fragebogens
4.3.2 Fallbeispiel
4.4 Intervention
4.5 Erhebungsmodalität
4.6 Datenauswertung
5 Ergebnisse
5.1 Wahrnehmen und Bewusstmachen moralischer Relevanz
5.2 Folgenreflexion
5.3 Perspektivwechsel
5.4 Argumentieren
6 Interpretation und Diskussion
6.1 Wahrnehmen und Bewusstmachen moralischer Relevanz
6.2 Folgenreflexion
6.3 Perspektivwechsel
6.4 Argumentieren
6.5 Bewertungskompetenz
7 Fazit und Ausblick
8 Verzeichnisse
8.1 Literaturverzeichnis
8.2 Abbildungsverzeichnis
8.3 Tabellenverzeichnis
Ziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung, inwiefern eine gezielte Unterrichtsinterventionsstudie zum Thema Massentierhaltung die Entwicklung der Bewertungskompetenz sowie deren Teilkompetenzen bei Schülerinnen und Schülern der zehnten Jahrgangsstufe fördern kann.
2.4 Aktueller Forschungsstand
Zur ethischen Bewertungskompetenz im Allgemeinen gibt es bisher lediglich vereinzelt empirische Arbeiten. Einige davon beziehen sich auf die Kompetenz der Lehrkräfte, die Kompetenz zu diagnostizieren (bspw. Heusinger von Waldegge, 2016). Andere Arbeiten beschäftigen sich mit Kompetenzniveaus, der Förderung oder der Entwicklung von Bewertungskompetenz bei Schüler:innen (bspw. Hößle, 2001; Alfs u.a., 2011; Mittelsten Scheid, 2008 und Reitschert, 2009). Die entsprechenden Studien werden im Folgenden dargestellt, sodass der aktuelle Forschungsstand nachvollzogen werden kann.
Corinna Hößle (2001) führte von 1995 bis 1999 eine Interventionsstudie durch, welche die Förderung der moralischen Urteilsfähigkeit von Schüler:innen zum Ziel hatte. Eines der zentralen Ergebnisse der Studie ist, dass die Urteilsfähigkeit der Lernenden insbesondere dann gefördert werden kann, wenn ihre Hoffnungen und Befürchtungen aufgegriffen werden. Dabei steht sowohl das Erkennen moralischer Relevanz und ethischer Werte als auch der Perspektivwechsel und die Begründung des eigenen Urteils im Vordergrund. Des Weiteren erfolgte im Rahmen der Studie die Entwicklung von sechs Schritten, anhand derer die Urteilsfähigkeit sowohl erarbeitet als auch gefördert werden kann. Bei der Entwicklung der Sechs Schritte moralischer Urteilsfindung (Hößle, 2001) wurde sich an bereits bestehenden Modellen und Unterrichtshilfen sowie an Forschungsergebnissen aus der Entwicklungspsychologie orientiert. Konkrete Schrittfolgen wie diese, die die Teilkompetenzen des ethischen Bewertens fördern, werden von vielen in der Biologiedidaktik Tätigen als sinnvoll erachtet (Harms & Kattmann, 2018; Mittelsten Scheid, 2008).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den Bildungsauftrag zur ethischen Bewertungskompetenz ein und begründet die Relevanz der Massentierhaltung als aktuelles Kontextthema.
2 Bewertungskompetenz: Dieses Kapitel verortet das Konzept der Bewertungskompetenz im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und erläutert die relevanten Teilkompetenzen sowie existierende Bildungsstandards.
3 Fragestellungen: Hier werden die zentralen Forschungsfragen der Studie präzise formuliert, die sich auf die Entwicklung der Bewertungskompetenz durch die spezifische Intervention beziehen.
4 Methodik: Dieses Kapitel detailliert das Untersuchungsdesign der Interventionsstudie, einschließlich der Stichprobenbeschreibung, der verwendeten Erhebungsinstrumente und der statistischen Auswertungsmethoden.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse einzelner Teilkompetenzen werden hier durch einen Vergleich von Prä- und Post-Test-Daten sowie statistische Signifikanzanalysen visualisiert und dargestellt.
6 Interpretation und Diskussion: Dieses Kapitel beleuchtet die Resultate kritisch, ordnet sie in den Forschungsstand ein und diskutiert mögliche Gründe für die beobachteten Kompetenzveränderungen.
7 Fazit und Ausblick: Diese abschließende Sektion fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und diskutiert Implikationen für die zukünftige Unterrichtspraxis sowie weiteren Forschungsbedarf.
8 Verzeichnisse: Dieser Abschnitt enthält das umfassende Literaturverzeichnis sowie die Verzeichnisse der verwendeten Abbildungen und Tabellen.
Bewertungskompetenz, Biologieunterricht, Massentierhaltung, ethische Urteilsbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Interventionsstudie, Teilkompetenzen, Perspektivwechsel, Folgenreflexion, Argumentieren, moralische Relevanz, empirische Forschung, Zehnte Klasse, Sekundarstufe I.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Förderung der ethischen Bewertungskompetenz von Schülerinnen und Schülern im Biologieunterricht durch eine gezielte Interventionsstudie.
Die zentralen Themen sind die Förderung von ethischer Urteilsbildung, die Bildung für nachhaltige Entwicklung und der inhaltliche Fokus auf die kritische Auseinandersetzung mit Massentierhaltung.
Das Ziel ist zu untersuchen, inwiefern eine dreistündige Unterrichtsintervention die Bewertungskompetenz und deren Teilkompetenzen (Wahrnehmen, Folgenreflexion, Perspektivwechsel, Argumentieren) bei Zehntklässlern steigern kann.
Es wird ein empirisches Interventionsdesign (Prä-Post-Test-Design) mit qualitativer Inhaltsanalyse offener Fragebögen und ergänzender statistischer Quantifizierung angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Bewertungskompetenz, die methodische Darlegung der Studie, eine detaillierte Ergebnisanalyse sowie die fachdidaktische Interpretation der Daten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Bewertungskompetenz, Massentierhaltung, ethisches Urteilen und die Förderung durch interaktive Unterrichtsformen wie Rollenspiele.
Die Massentierhaltung dient als lebensnahes, kontrovers diskutiertes Kontextthema, das hohe mediale Relevanz besitzt und sich damit ideal als Gegenstand zur Förderung ethischen Bewertens eignet.
Offene Fragen wurden gewählt, um die individuellen Ansichten der Schülerinnen und Schüler nicht zu lenken und eine freie Entfaltung der Argumente zu ermöglichen, was eine präzisere Analyse der Kompetenzniveaus erlaubt.
Der Perspektivwechsel gilt als entscheidende Teilkompetenz, um die Mehrdimensionalität von ethischen Problemen zu erfassen und soziale Empathie sowie Toleranz gegenüber anderen Meinungen zu entwickeln.
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