Masterarbeit, 2009
97 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
1.4 Definitionen und Abgrenzungen
1.4.1 Private Haushalte
1.4.2 Kapitalanlagen privater Haushalte
1.4.3 Sparen
1.4.4 Sparquote der privaten Haushalte
2 Zur Theorie des Sparens
2.1 Die neoklassische Spartheorie
2.2 Die Normaleinkommenshypothesen
2.2.1 Die Lebenszyklushypothese
2.2.2 Die Permanente Einkommenshypothese
2.2.3 Kritik an den Normaleinkommenshypothesen
2.3 Behavioristische Ansätze
2.3.1 Die Theorie des strategischen Verhaltens
2.3.2 Die Spieltheorie
3 Die Bestimmung des Sparverhaltens
3.1 Determinanten des individuellen Sparens
3.1.1 Einkommen
3.1.2 Berufliche Tätigkeit
3.1.3 Bildung
3.1.4 Alter
3.1.5 Haushaltszusammensetzung
3.2 Sparmotive der privaten Haushalte
3.2.1 Die Sparmotive der ökonomischen Literatur
3.2.2 Der bisher beobachtbare Wandel in den Sparmotiven
3.3 Vergangene Entwicklung der Spartätigkeit
3.3.1 Entwicklung der Sparquote privater Haushalte
3.3.2 Entwicklung der Portfoliostruktur privater Haushalte
4 Untersuchung des Marktpotentials von Kapitalanlagen
4.1 Die Datengrundlage des Sozio-oekonomischen Panels
4.2 Bestimmung der relevanten Daten
4.3 Datenmodifikation
4.4 Erstellung der Berechnungen
4.4.1 Der mathematische Aufbau des Untersuchungsgegenstands
4.4.2 Zu den Kausalzusammenhängen
4.4.3 Zu den Regressionszusammenhängen
4.4.4 Zu den Entwicklungstrends der Kapitalanlagen
5 Schlussfolgerungen der empirischen Analyse
5.1 Abgleich der Bestimmungsfaktoren des Sparens
5.2 Rückschlüsse für die theoretische Grundlage
5.3 Zukünftige Entwicklungen der untersuchten Kapitalanlageformen
5.3.1 Entwicklung der Determination
5.3.2 Entwicklung der Kapitalanlageformen
6 Fazit
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Ausblick und weiterführende Fragen
Das Hauptziel der Arbeit ist es, das Sparverhalten privater Haushalte in Deutschland zu analysieren und eine Prognose für das zukünftige Marktpotential von Anbietern verschiedener Kapitalanlageprodukte zu erstellen. Dabei wird untersucht, wie sozioökonomische Faktoren und sich ändernde Sparmotive die Nachfrage nach spezifischen Anlageformen beeinflussen.
1.1 Problemstellung
„Sparen ist eine Tugend!“ verkündete einst Bundeskanzler Konrad Adenauer auf dem Deutschen Sparkassentag im Frühjahr 1954 (Die ZEIT 1954, S. 12). Eine Tugend, die bis heute nicht ausgestorben ist. Gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Entwicklungen um die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) hat das Sparen aktuell wieder deutlich an Bedeutung gewonnen. Der demografische Wandel zwingt die Verantwortlichen des staatlichen Alterssicherungssystems zu konstruktiven Änderungen. Durch die doppelte Alterung der Gesellschaft, Verlängerung der Lebenserwartung auf der einen und zurückgehende Fertilität auf der anderen Seite, ergeben sich in den nächsten Jahren für die Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung derartige Verschiebungen, dass eine unveränderte Fortführung des bisher so beliebten Umlageverfahrens als Finanzierungsgrundlage der GRV unmöglich erscheint.
Als Folge wurden die Leistungen beginnend mit der Rentenreform von 1992 sukzessive heruntergefahren. Mit der Einführung der sogenannten „Riesterrente“ im Jahr 2001 fand dann sogar die Wiederbesinnung auf das Kapitaldeckungsverfahren statt. Durch eine staatliche Förderung sollte die Bevölkerung zu ergänzender eigenverantwortlicher Alterssicherung bewegt werden. Eine nur auf Umlage finanzierte gesetzliche Vorsorge würde im Alter erhebliche Einkommensverluste bedeuten und sich in der langen Frist zwangsläufig auf Existenzminimumniveau einstellen. Um dies zu verhindern, sorgt zusätzliches kapitalgedecktes Sparen dafür, dass der einmal erreichte Lebensstandard im Alter gehalten werden kann. Bis heute ist dies allerdings eine freiwillige Maßnahme und ein jeder kann für sich entscheiden, ob und in welchem Umfang er für sein Alter spart.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Sparverhaltens vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ein und definiert die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Untersuchung.
2 Zur Theorie des Sparens: Hier werden zentrale ökonomische Theorien wie die neoklassische Spartheorie, die Normaleinkommenshypothesen und behavioristische Ansätze zur Erklärung des Sparverhaltens theoretisch eingeordnet.
3 Die Bestimmung des Sparverhaltens: Das Kapitel identifiziert die entscheidenden sozioökonomischen Determinanten und Sparmotive, die das individuelle Sparverhalten beeinflussen.
4 Untersuchung des Marktpotentials von Kapitalanlagen: Dieser Teil beschreibt die empirische Analyse, die Datengrundlage (SOEP) und die methodische Vorgehensweise zur Bestimmung der zukünftigen Nachfrage nach Anlageformen.
5 Schlussfolgerungen der empirischen Analyse: Hier erfolgt der Abgleich der empirischen Ergebnisse mit der Theorie sowie eine Prognose der zukünftigen Entwicklungen einzelner Kapitalanlageformen.
6 Fazit: Das Kapitel resümiert die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit, bewertet die aufgestellten Arbeitshypothesen und gibt einen Ausblick auf weiterführende Fragestellungen.
Sparverhalten, Kapitalanlageformen, Ersparnisbildung, private Haushalte, Sozio-oekonomisches Panel, Altersvorsorge, Sparquote, Demografischer Wandel, Kapitaldeckungsverfahren, Prognose, Kausalzusammenhänge, Regressionsanalyse, Sparmotive, Anlagestrategie, Marktpotential
Die Arbeit untersucht das Sparverhalten privater Haushalte in Deutschland und dessen Auswirkungen auf das zukünftige Marktpotential für Anbieter von Kapitalanlageprodukten.
Zentral sind die Analyse der sozioökonomischen Determinanten des Sparens, der Wandel von Sparmotiven im Zeitverlauf sowie die empirische Modellierung der Nachfrage nach verschiedenen Anlageformen.
Das primäre Ziel ist es, basierend auf sozioökonomischen Daten Prognosen für die Entwicklung des Marktpotentials verschiedener Kapitalanlagen unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen zu erstellen.
Die Autorin/der Autor kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), wobei logistische Regressionsmodelle eingesetzt werden, um die Wahrscheinlichkeit der Wahl bestimmter Anlageformen zu bestimmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Sparmotive, die detaillierte empirische Untersuchung anhand sozioökonomischer Variablen (Einkommen, Alter, Bildung, etc.) und die darauf aufbauende Prognose für das Marktpotential.
Kernbegriffe sind unter anderem Sparverhalten, private Haushalte, Ersparnisbildung, Demografischer Wandel, Altersvorsorge und Kapitalanlageformen.
Das Einkommen erweist sich als zentrale Determinante, wobei höhere Einkommensgruppen tendenziell eine höhere Sparneigung und eine stärkere Präferenz für Wertpapiere zeigen, während bei niedrigeren Einkommen andere Anlageformen oder das Sparbuch dominieren.
Der demografische Wandel führt zu einem Anstieg des Durchschnittsalters und einer veränderten Haushaltsstruktur, was die Sparmotive (z.B. vom Sparen für Anschaffungen hin zum Vorsorgesparen) und damit die Nachfrage nach spezifischen langfristigen Anlageprodukten maßgeblich beeinflusst.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

