Bachelorarbeit, 2020
39 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Themen Tod und Sterben
2.1 Das allgemeine Verständnis von Tod und Sterben
2.2 Tod und Sterben im Kontext der katholischen Religion
2.3 Hemmschwellen, die mit der Thematisierung der Themen Tod und Sterben verbunden sind
3 Die Thematisierung von Tod und Sterben mit Kindern im Grundschulalter
3.1 Die Thematisierung von Tod und Sterben mit Kindern
3.2 Die Thematisierung von Tod und Sterben im Rahmen der Grundschule
4 Die Thematisierung von Tod und Sterben durch außerschulisches Lernen
4.1. Definition und Erläuterung zum außerschulischen Lernen
4.2 Vorzüge und Nachteile des außerschulischen Lernens - eine Abwägung
4.3 Außerschulisches Lernen im Religionsunterricht
4.4 Der außerschulische Lernort Friedhof
5 Vor- und Nachteile des außerschulischen Lernens (am Lernort Friedhof) bei der Thematisierung von Tod und Sterben im Religionsunterricht der Primarstufe
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob die Methode des außerschulischen Lernens im Fach katholische Religionslehre geeignet ist, um Kinder im Grundschulalter bei einem kompetenten Umgang mit den Themen Tod und Sterben zu unterstützen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern der außerschulische Lernort Friedhof hierbei einen positiven und förderlichen Beitrag leisten kann.
4.4 Der außerschulische Lernort Friedhof
Im Folgenden möchte ich den Friedhof als einen beispielhaften außerschulischen Lernort für die Thematisierung von Tod und Sterben im Religionsunterricht der Primarstufe darstellen. Je nach Alter, Interesse und Vorerfahrungen der Schüler_Innengruppe und dem Fokus, den man in der Unterrichtsreihe setzen möchte, kann man auch andere außerschulische Lernorte wählen, um die Themen Tod und Sterben in der Schule zu behandeln. Beispielsweise wäre auch ein Bestattungsinstitut oder ein Hospiz ein möglicher außerschulischer Lernort für diesen Themenbereich. Vor allem um sich näher mit dem Sterbeprozess auseinanderzusetzen ist beispielsweise ein Hospiz ein sinnvoller außerschulischer Lernort. Ich konzentriere mich im Kontext dieser Arbeit allerdings auf den außerschulischen Lernort Friedhof, da dieser ein sehr vielseitiger Ort ist, der viele verschieden Facetten und Lernmöglichkeiten vorzuweisen und einen starken religiösen Bezug hat, da er meist konfessionell gebunden ist und eine enge kirchliche Bindung hat.
Friedhöfe sind Orte, auf denen viele Divergenzen aufeinanderstoßen. So werden hier Themen wie Leben und Tod; Erinnern und Vergessen; Endlichkeit und Unendlichkeit; Zeit und Ewigkeit miteinander konfrontiert (vgl. Schulte, 2013, S. 138). Durch diese aufeinandertreffenden Gegensätze werden Menschen jeden Alters und somit auch Kinder und Jugendliche dazu angeregt über die „entscheidenden Fragen des Lebens und der Lebensgestaltung: Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Was ist der Sinn?“ nachzudenken (ebd., S. 138). Wie in Kapitel 3.1 näher erläutert, sind dies Fragen, die auch schon junge Kinder beschäftigen. Aus diesem Grund ist der Friedhof ein Ort, an dem durchaus die Fragen und Gedanken von Kindern und Jugendlichen aufgegriffen werden, auch wenn die Themen Kindheit und Tod auf den ersten Blick zu konträr erscheinen.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die allgemeine Tabuisierung von Tod und Sterben gegenüber Kindern und führt in die Absicht ein, das außerschulische Lernen als Methode zur Enttabuisierung zu bewerten.
2 Themen Tod und Sterben: Dieses Kapitel erläutert das gesellschaftliche sowie das theologisch-katholische Verständnis von Tod und Sterben und analysiert die Hemmschwellen in der Kommunikation.
3 Die Thematisierung von Tod und Sterben mit Kindern im Grundschulalter: Hier wird untersucht, wie Kinder den Tod wahrnehmen, welche Chancen die Schule in der Thematisierung hat und warum eine offene Auseinandersetzung pädagogisch notwendig ist.
4 Die Thematisierung von Tod und Sterben durch außerschulisches Lernen: Das Kapitel definiert außerschulisches Lernen, wägt Vor- und Nachteile ab und stellt den Friedhof als konkreten Lernort für den Religionsunterricht vor.
5 Vor- und Nachteile des außerschulischen Lernens (am Lernort Friedhof) bei der Thematisierung von Tod und Sterben im Religionsunterricht der Primarstufe: Hier findet die Zusammenführung der theoretischen Grundlagen mit dem beispielhaften Lernort Friedhof statt, um dessen Eignung zur Unterstützung des kindlichen Umgangs zu bewerten.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Friedhof als außerschulischer Lernort bei entsprechender Vorbereitung einen wertvollen Beitrag zur kindlichen Auseinandersetzung mit dem Tod leisten kann.
7 Literaturverzeichnis: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten fachwissenschaftlichen Literatur und Quellen.
Tod, Sterben, Grundschule, Religionsunterricht, außerschulisches Lernen, Friedhof, Kindheit, Trauer, Enttabuisierung, katholische Theologie, Kompetenzförderung, Lernort, Grundschullehramt, Sterbeprozess, Primarstufe.
Die Arbeit untersucht, wie der kindliche Umgang mit den oft tabuisierten Themen Tod und Sterben im Rahmen der Grundschule durch gezieltes außerschulisches Lernen unterstützt und gefördert werden kann.
Die zentralen Felder umfassen die kindliche Wahrnehmung von Tod, das katholische Verständnis des Sterbens, die didaktische Einordnung von außerschulischen Lernorten sowie die spezifische Rolle des Lernortes Friedhof.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass eine begleitete, offene Auseinandersetzung mit diesen Themen sinnvoll ist, um Kindern eine gesunde Haltung zum Leben und Sterben zu vermitteln, anstatt sie von diesen Themen fernzuhalten.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Ausarbeitung, die auf einer fundierten Literaturrecherche aus Bereichen wie Religionspädagogik, Biologie und Grundschulpädagogik basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Tod und Sterben, die Analyse kindlicher Bedürfnisse in diesem Kontext und die Bewertung des außerschulischen Lernens als methodischer Ansatz.
Wesentliche Begriffe sind: Tod, Sterben, Kindheit, Religionsunterricht, Außerschulisches Lernen, Friedhof, Enttabuisierung und Kompetenzförderung.
Der Friedhof bietet einen vielseitigen, konfessionell geprägten Raum, der physische Endlichkeit erlebbar macht und dem Religionsunterricht differenzierte Möglichkeiten zur christlichen Hoffnungstheologie bietet.
Nein. Die Arbeit stellt klar, dass es sich um einen präventiven, pädagogisch gesteuerten Besuch handelt, der keinesfalls mit dem Verlust eines geliebten Angehörigen gleichzusetzen ist.
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