Bachelorarbeit, 2022
38 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Erkenntnisinteresse, Fragestellungen, Aufbau der Arbeit
1.2 Forschungsstand
1.3 Verwendete Quellen und Literatur
2 Hauptteil
2.1 Umriss der Ausgangslage im Jahr 1370
2.2 Politische Perspektive
2.3 Ökonomische Perspektive
2.4 Ethnische Perspektiven
3 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Perspektiven der dänisch-norwegischen Dynastie auf die Hanse im Zeitraum zwischen 1370 und 1380. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit die nordischen Länder, insbesondere das dänisch-norwegische Königshaus, die Hanse als politische Opponentin einstuften oder sie im Rahmen eigener machtpolitischer Interessen instrumentalisieren konnten.
Die Hansestädte – Städte als politische Akteure
Der Begriff „Hanse“ wird im weitere Verlauf der Untersuchung mehrmals erwähnt, deshalb muss an dieser Stelle die Definition erklärt werden. So stellt es sich in erster Linie als irreführend dar die deutschen Kaufleute, welche sich Ende des 14. Jahrhunderts mit den nordischen Ländern in irgendeiner Form von Konflikt befanden, allesamt unter dem politischen Begriff der Hanse zusammenzufassen. Denn die Hanse verkörpere, wie Carsten Jahnke betont, nur ein Sammelbecken für verschiedene Interessen, Regionen und Blickwinkel.
Nach moderner Definition stellt die Hanse „[...] eine lose organisierte, wirtschaftliche Institution auf freiwilliger und solidarischer Basis“ dar. Darüber hinaus befanden sich der Terminus sowie die Institution im Allgemeinen um 1350 in der Phase der Etablierung und Entwicklung. Daher kann die Hanse nicht als entscheidender Akteur in politischen Angelegenheiten betrachtet werden, denn es sind genauer definiert die Städtebünde. So schlossen sich die Kaufleute und Räte der Städte, aufgrund von kontinuierlichen ausländischen Konflikten, als auch mit dem Ziel der Wahrung der Handelsinteressen im Ausland, zu Städtegruppen zusammen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel legt das Erkenntnisinteresse dar, definiert die Zeitspanne zwischen 1370 und 1380 und gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand sowie die primär genutzten Quellen.
2 Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert die Ausgangslage im Jahr 1370 und beleuchtet die politischen, ökonomischen sowie ethnischen Perspektiven in der Interaktion zwischen dem dänisch-norwegischen Königshaus und der Hanse.
3 Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt und verdeutlicht, dass die Akteure durch eine von wechselseitigen Interessen geprägte Konfliktkommunikation ihre Handlungsspielräume zu wahren suchten.
Hanse, Dänemark, Norwegen, Waldemar IV., Håkon VI., Margareta, Hansestädte, Stralsunder Frieden, Sundschlösser, Schonenmarkt, Machtpolitik, Interregnum, Handelsprivilegien, Personalunion, Außenhandel.
Die Arbeit analysiert die Interaktionen und Machtverhältnisse zwischen der dänisch-norwegischen Dynastie und den Hansestädten in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.
Die zentralen Themen umfassen politische Strategien, ökonomische Abhängigkeiten durch den Fernhandel sowie die (ethno-)politische Wahrnehmung der Hanse in skandinavischen Dokumenten.
Die Forschungsfrage prüft, inwieweit das dänisch-norwegische Königshaus die Hanse im Untersuchungszeitraum eher als politische Gegnerin betrachtete oder als ökonomischen Partner in die eigene Politik einband.
Die Arbeit basiert auf einer akteurszentrierten Auswertung historischer Primärquellen, insbesondere der Hanserecesse und königlicher Korrespondenzen, ergänzt durch moderne historiographische Forschung.
Neben der politischen Ausgangslage von 1370 thematisiert der Hauptteil spezifisch die Ratifizierung des Stralsunder Friedens, die ökonomische Bedeutung von Krediten und Handelsprivilegien sowie die ethnische Einordnung der Hanse als Akteur.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hanse, Machtpolitik, Handelsprivilegien, Nordische Union und Konfliktkommunikation charakterisieren.
Die dänisch-norwegischen Herrscher erkannten die wachsende wirtschaftliche Bedeutung der Hanse an und nutzten sie punktuell aus, schätzten jedoch ihr rein politisches Gewicht im Vergleich zu königlichen Strukturen oft als untergeordnet ein.
Die Sundschlösser fungierten als zentrales Verhandlungsinstrument; sie wurden von den Städten als Pfand übernommen, um ihre Verluste aus den Kriegen zu decken und Kontrolle über den lukrativen Schonenmarkt zu sichern.
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