Bachelorarbeit, 2022
55 Seiten, Note: 2.0
1 Einleitung
2 Die Neue Sachlichkeit
2.1 Die Zeit der Weimarer Republik
2.2 Großstädte um die Jahrhundertwende
2.2.1 Allgemeines
2.2.2 Berlin
2.2.3 Großstadtkindheit
2.3 Neues Kindheitsbild
3 Die Großstadt in der Literatur der Neuen Sachlichkeit
3.1 Die Großstadt in der Kinder- und Jugendliteratur der Neuen Sachlichkeit - Ein Überblick
4 Kai aus der Kiste
4.1 Wolf Durian
4.2 Entstehungsgeschichte
4.3 Inhalt
4.4 Analyse
4.4.1 Allgemeines
4.4.2 Die Straßenbande
4.4.3 Kritik
4.5 Fazit
5 Emil und die Detektive
5.1 Erich Kästner
5.2 Entstehungsgeschichte
5.3 Inhaltsangabe
5.4 Analyse
5.4.1 Die Straßenbande
5.4.2 Schauplätze
5.4.3 Kritik
5.5 Fazit
6 Ede und Unku
6.1 Alex Wedding
6.2 Inhaltsangabe
6.3 Entstehungsgeschichte
6.4 Analyse
6.4.1 Politisches
6.4.2 Lernprozesse
6.4.3 Schauplätze
6.4.4 Realitätsgehalt
6.4.5 Kritik
6.5 Fazit
7 Einbettung der Werke in den Gesamtkontext
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung des Großstadtmotivs in der Kinder- und Jugendliteratur der Neuen Sachlichkeit anhand der drei repräsentativen Werke Kai aus der Kiste, Emil und die Detektive und Ede und Unku. Ziel ist es herauszuarbeiten, wie das Motiv der Großstadt zustande kommt, wie es sich äußert und welchen Zweck die Motivik in den jeweiligen Werken verfolgt, um die spezifische Großstadt-Konzeption dieser literarischen Strömung zu verdeutlichen.
4.4.1 Allgemeines
Kai aus der Kiste gilt als das erste deutsche Kinderbuch, „das deutlich die Signatur der Neuen Sachlichkeit trägt.“ Mit dem Roman führt Durian es ein zeitgemäßes Tempo in der Kinderliteratur ein und synchronisiert das bisher so langsame Medium mit dem neusachlichen Zeitgeist.
Die „mit atemberaubendem Tempo in Szene gesetzte Story“ begeistert sowohl Kinder als auch erwachsene Leser der Zeit. Der Aufstieg des Straßenjungen Kai wirkt wie eine Geschichte, die den amerikanischen Traum ‚Vom Tellerwäscher zum Millionär‘ nach Berlin „importiert“.
Die Metropole Berlin, in der die zivilisatorischen Attribute der Moderne so intensiv wie sonst nirgends spürbar werden, gibt dabei das Tempo vor. Dies macht sich in einer „schnelle[n] Folge von Dialog- und Actionszenen“ bemerkbar, in denen das Großstadtabenteuer in filmischer Erzählweise dargestellt wird.
„Mit der Unmittelbarkeit des Kameraauges führt […] der Text das klassische Oberflächenbild der Stadt vor: ‚Totale‘ auf flutenden Verkehr und hetzende Passanten; Schwenk und ‚Zoom‘ auf die Aktivitäten der Hauptdarsteller. Verlangsamende, in die Tiefe gehende Reflexionen kommen nicht vor, seltene Beschreibungen dienen der schnellen Identifizierung von Figuren und Situationen, sind Zeichenarrangements, die strikt an der ‚Außenhaut‘ der Phänomene bleiben.“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Großstadt für die Neue Sachlichkeit ein und legt dar, wie das Motiv anhand der drei Werke Kai aus der Kiste, Emil und die Detektive und Ede und Unku analysiert wird.
2 Die Neue Sachlichkeit: Es wird die literarische Strömung der Neuen Sachlichkeit in der Weimarer Republik definiert, inklusive ihrer Merkmale wie Nüchternheit und Realismus, sowie die soziokulturellen Hintergründe wie Verstädterung und neues Kindheitsbild.
3 Die Großstadt in der Literatur der Neuen Sachlichkeit: Dieses Kapitel gibt einen Überblick darüber, wie das Thema Großstadt in die Kinder- und Jugendliteratur integriert wurde und welche Rolle dabei die urbane Dynamik spielt.
4 Kai aus der Kiste: Es folgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit Wolf Durians Werk, von der Entstehungsgeschichte über eine Analyse der narrativen Elemente bis hin zu einer kritischen Würdigung.
5 Emil und die Detektive: Dieses Kapitel widmet sich Erich Kästners Klassiker, analysiert die filmische Erzählweise, die Schauplätze in Berlin sowie die moralischen Prinzipien, die das Werk prägen.
6 Ede und Unku: Die Analyse von Alex Weddings Werk stellt die politische Dimension und die authentische Darstellung proletarischer Lebensverhältnisse in den Vordergrund.
7 Einbettung der Werke in den Gesamtkontext: Hier werden die analysierten Werke miteinander in Bezug gesetzt und der Einfluss der Großastadtmotivik auf die Entwicklung der Kinderliteratur des 20. Jahrhunderts reflektiert.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach die Großstadt für die Neue Sachlichkeit als notweniger Schauplatz dient, um Moderne und neue Kindheitsbilder abzubilden.
Neue Sachlichkeit, Weimarer Republik, Großstadtmotiv, Kinder- und Jugendliteratur, Literaturwissenschaft, Kai aus der Kiste, Emil und die Detektive, Ede und Unku, Realismus, Urbanisierung, Kindheitsbild, Berlin, Straßenkinder, Moderne, Proletariat.
Die Arbeit analysiert die Darstellung der Großstadt als zentrales Motiv in der Kinder- und Jugendliteratur der Neuen Sachlichkeit der 1920er Jahre.
Im Fokus stehen die Einflüsse von Industrialisierung und Urbanisierung, das Aufkommen neuer technischer Medien (wie Film und Radio), ein gewandeltes Kindheitsbild sowie das soziale Leben in der Metropole Berlin.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das Großstadtmotiv in drei ausgewählten Romanen konstituiert wird und welchen Zweck es innerhalb der erzählten Geschichten erfüllt.
Die Arbeit nutzt eine exemplarische Literaturanalyse, kombiniert mit kulturwissenschaftlichen und sozialgeschichtlichen Kontextualisierungen der Weimarer Republik.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Neuen Sachlichkeit und eine detaillierte Analyse der drei Werke (Durian, Kästner, Wedding) hinsichtlich ihrer Entstehung, Erzählstruktur, Schauplatzwahl und zeitgenössischer Kritik.
Großstadtmetaphorik, Realismus, Moderne, Kinderliteratur, Weimarer Republik, Sozialhistorischer Kontext.
Während Durians Straßengruppe als „Stadtindianer“ eher anarchisch auftritt, fungieren Kästners „Detektive“ als bürgerliches-demokratisches Modell, und Wedding wählt einen politisch motivierten Realismus ohne das übliche Pathos der anderen Werke.
Es spiegelt die krisenhafte soziale Realität der Zeit wider – ob als Motiv für den sozialen Aufstieg (Kai), die Notwendigkeit zur moralischen Gerechtigkeit (Emil) oder als Indikator für bittere Armut und Klassenunterschiede (Ede und Unku).
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