Bachelorarbeit, 2021
55 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Gegenstandsbestimmung „Klinische Sozialarbeit“
2.1 Entstehungsgeschichte
2.2 Begriffsdefinition
2.3 Theoretische Rahmung, Abgrenzung und Aufgabenbereiche
3 Einführung in die Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
3.1 Die Arbeit in einem multiprofessionellen Team
3.2 Die Anforderungen an die Sozialarbeitenden in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
3.3 Die Klientel: Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen
3.4 Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen in einem stationären Setting
4 Theoretische Grundlagen, Modelle und Handlungsansätze
4.1 Das biopsychosoziale Modell
4.1.1 Bezug zur Klinischen Sozialarbeit
4.1.2 Kritik des biopsychosozialen Modells
4.2 Case Management in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
4.2.1 Entstehung und Entwicklung des Case Managements
4.2.2 Case Management und Klinische Sozialarbeit
4.2.3 Kritik des Case Managements
5 Der Hilfeplanprozess und das Schnittstellenmanagement
5.1 Die Kinder- und Jugendhilfe
5.2 Hilfen zur Erziehung nach §§27 f. SGB VIII
5.2.1 Der Hilfeplanprozess in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
5.2.2 §35a SGB VIII Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche
5.3 Die Kooperation der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Kinder- und Jugendhilfe
5.4 Fallbeispiel aus der Praxis einer Kinder- und Jugendpsychiatrie
5.4.1 Schilderung der Problemlagen
5.4.2 Familienanamnese
5.4.3 Diagnostische Überlegungen
5.4.4 Der Hilfeplanprozess und das Schnittstellenmanagement im Fall Moritz H.
5.5 Die Studie „AsPeKT“ (Aussagen zu Schnittstellenkoordination bei psychisch erkrankten Kindern und Teens)
5.5.1 Methode
5.5.2 Auswertung der Ergebnisse
5.5.3 Empfehlungen für die Praxis
6 Fazit
7 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Klinischen Sozialarbeit im Kontext der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie, insbesondere unter Berücksichtigung der systemübergreifenden Zusammenarbeit bei dem Hilfeplanprozess und dem Schnittstellenmanagement. Die zentrale Forschungsfrage lautet, welche Rolle die Klinische Sozialarbeit bei der systemübergreifenden Behandlung einnimmt und welche Anforderungen sich aus der Schnittstellenkoordination ergeben.
4.1.2 Kritik des biopsychosozialen Modells
Der Hauptkritikpunkt des biopsychosozialen Modells ist die unvollständige Anwendung auf die „klassische“ Humanmedizin, da das Modell wenig bis gar keine Erklärungsansätze für chronisch kranke Patient*innen bietet. Ähnliches gilt für die somatoformen Störungen (Egger 2015, 64). Darüber hinaus bemängeln Kritiker*innen das Fehlen eines einheitlichen Begriffssystems. Die biologischen, psychischen und sozialen Faktoren werden gemäß dem Modell erkannt, es fehle jedoch eine einheitliche Sprache, die sowohl die organmedizinischen Begriffe als auch die Begriffssysteme der Psychologie, der Sozialen Arbeit und der (Sozial-)Pädagogik beinhaltet und verbindet, um eine ganzheitliche Betrachtung zu gewährleisten (vgl. ebd., 65). Bis heute konnte wissenschaftlich nicht erklärt werden, ein Gedanke als nicht-materieller Vorgang Einfluss auf das materiell existierende Gehirn nehmen kann, ohne tatsächlich physisch existent zu sein (vgl. ebd., 65).
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen sowie die notwendige koordinierende Rolle der Klinischen Sozialarbeit im multiprofessionellen Behandlungskontext.
2 Gegenstandsbestimmung „Klinische Sozialarbeit“: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Klinischen Sozialarbeit, beleuchtet ihre historischen Wurzeln in den USA und ihre spezifische Ausrichtung im deutschen Gesundheitswesen.
3 Einführung in die Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie: Hier werden die Anforderungen an Fachkräfte in einem multiprofessionellen Team sowie die Besonderheiten der stationären Behandlung psychisch erkrankter junger Menschen erläutert.
4 Theoretische Grundlagen, Modelle und Handlungsansätze: Dieses Kapitel stellt das biopsychosoziale Modell sowie das Konzept des Case Managements als zentrale methodische Ansätze für die Klinische Sozialarbeit vor.
5 Der Hilfeplanprozess und das Schnittstellenmanagement: Dieses Kapitel analysiert die Kooperation zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Jugendhilfe und evaluiert anhand der AsPeKT-Studie praxisnahe Empfehlungen für das Schnittstellenmanagement.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die wesentliche Bedeutung einer koordinierenden sozialarbeiterischen Fachkraft für den Behandlungserfolg.
7 Ausblick: Der Ausblick identifiziert weitere Forschungsbedarfe, insbesondere hinsichtlich einer umfassenderen Patientenperspektive und der tiefgreifenden Auseinandersetzung mit sozioökonomischen Rahmenbedingungen.
Klinische Sozialarbeit, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Hilfeplanprozess, Schnittstellenmanagement, biopsychosoziales Modell, Case Management, Jugendhilfe, stationäre Behandlung, AsPeKT-Studie, Kooperation, systemübergreifende Behandlung, Sozialarbeit, Kinder, Jugendliche, psychische Erkrankung.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung der Klinischen Sozialarbeit bei der systemübergreifenden Behandlung von Kindern und Jugendlichen in der stationären Psychiatrie.
Die Arbeit deckt Themen wie die psychosoziale Diagnostik, die rechtlichen Grundlagen der Jugendhilfe, die Teamarbeit in Kliniken und das Schnittstellenmanagement zwischen Gesundheits- und Jugendhilfesystemen ab.
Das Ziel ist zu klären, welche Bedeutung die Klinische Sozialarbeit bei der systemübergreifenden Behandlung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Hinblick auf den Hilfeplanprozess und das Schnittstellenmanagement hat.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche sowie der sekundären Auswertung empirischer Ergebnisse aus der „AsPeKT“-Studie.
Im Zentrum steht die Verknüpfung von theoretischen Modellen (wie dem biopsychosozialen Modell) mit der praktischen Umsetzung einer koordinierenden Sozialarbeit zur Entlastung von Patienten und deren Familien.
Wesentliche Begriffe sind die Schnittstellenkoordination, die Kooperation zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe sowie die professionelle Identität der Sozialarbeitenden.
Das Fallbeispiel von Moritz H. illustriert konkret, welche Hindernisse bei der Schnittstellenkoordination zwischen verschiedenen Hilfesystemen auftreten können und welche intervenierenden Aufgaben die Sozialpädagogen übernehmen.
Die Studie zeigt, dass Eltern sich einen koordinierten Hilfeansprechpartner wünschen, der über rechtliche und sozialarbeiterische Expertise verfügt, um nahtlose Übergänge zwischen Klinik und Alltag zu gewährleisten.
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