Masterarbeit, 2021
98 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Entwicklung der Tierethik von der Antike bis heute
3. Die Tierrechtsbewegung
3.1 Der Unterschied zwischen Tierschutz und Tierrechten
3.2 Das Great Ape Project
3.3 Peter Singer
3.3.1 Das Gleichheitsprinzip
3.3.2 Speziesismus, Rassismus und Sexismus
3.3.3 Tiere als Nahrung
3.3.4 Tierversuche
3.4 Tom Regan
3.4.1 Wohlergehen
3.4.2 Indirekte und Direkte Pflichten
3.4.2.1 Indirekte Pflichten
3.4.2.2 Direkte Pflichten
3.4.3 Inhärenter Wert
3.4.4 Rechte
3.4.5 Strategien zur Konfliktlösung
3.4.6 Folgen für den Umgang mit Tieren
4. Gefühle und sozio-kognitive Fähigkeiten bei Tieren
4.1 Bewusstsein
4.2 Gefühlsleben
4.3 Moral bei Tieren
4.4 Sozialleben
4.5 Werkzeuggebrauch und -herstellung
4.6 Kultur bei Tieren
4.7 Sprache
4.8 Theory of Mind
5. Ethische Konsequenzen für den Umgang mit Tieren
6. Kinder und Tierethik
6.1 Das Verhältnis von Kindern zu Tieren
6.2 Tierethische Themen in Kinderbüchern
6.2.1 „Wilbur und Charlotte“ von E.B. White
6.2.2 „Josef Schaf will auch einen Menschen“ von Kirsten Boie
6.2.3 „Wie Tiere denken und fühlen“ von Karsten Brensing
6.2.4 „Warum wir keine Tiere essen“ von Ruby Roth
6.2.5 „Tiere haben Rechte“ von Ola Woldańska-Płocińska
7. Resümee
Ziel dieser Masterarbeit ist die kritische Untersuchung der Mensch-Tier-Beziehung in der westlichen Gesellschaft. Die Arbeit erforscht, ob Tiere tatsächlich fundamentale kognitive und emotionale Fähigkeiten vermissen lassen, die einen moralisch niederen Status rechtfertigen würden, und analysiert, wie diese Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung den ethisch vertretbaren Umgang mit Tieren verändern sollten. Zudem wird untersucht, wie kulturelle Prägungen und sprachliche Mechanismen unseren Umgang mit Tieren rechtfertigen und ob Kinder einen unvoreingenommeneren Zugang zu Tieren besitzen als Erwachsene.
3.3.1 Das Gleichheitsprinzip
Das zentrale Konzept bei Singer ist das Gleichheitsprinzip („principle of equality“), dem zufolge ähnliche Interessen ähnlich gewichtet werden sollen. Singer betont dabei, dass das Gleichheitsprinzip keine faktische Gleichheit bedeutet, sondern dass es ein moralisches Prinzip begründet:
„[...] the claim to equality does not depend on intelligence, moral capacity, physical strength, or similar matters of fact. Equality is a moral idea, not an assertion of fact. There is no logically compelling reason for assuming that a factual difference in ability between two people justifies any difference in the amount of consideration we give their needs and interests. The principle of the equality of human beings is not a description of an actual equality among humans: it is a prescription of how we should treat human beings.“
Mit der gleichen Argumentation geht er auf die Behauptung ein, dass Menschen und Tiere aufgrund ihrer Unterschiede nicht über die gleichen Rechte verfügen sollten. Das Gleichheitsprinzip bedeutet ihm zufolge nicht, dass die betroffenen Gruppen in der exakt selben Weise behandelt werden müssen oder identische Rechte zugesprochen bekommen, sondern dass sie die gleiche moralische Berücksichtigung erfahren. Dies wiederum kann zu unterschiedlicher Behandlung und unterschiedlichen Rechten führen – genau so, wie es keinen Sinn macht, Männern ein Recht auf Abtreibung zuzusprechen, macht es keinen Sinn, Hunden ein Wahlrecht einzuräumen.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Ambivalenz im Umgang mit Tieren und stellt die Forschungsfrage, inwieweit sich Tiere in ihren Fähigkeiten vom Menschen unterscheiden und welche ethischen Konsequenzen daraus folgen.
2. Die Entwicklung der Tierethik von der Antike bis heute: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Wandel des moralischen Status von Tieren nach, von der Antike über religiöse Vorstellungen des Mittelalters bis hin zur philosophischen Reflexion in der Neuzeit.
3. Die Tierrechtsbewegung: Eine Auseinandersetzung mit den zentralen Positionen der modernen Tierrechtsbewegung, insbesondere der utilitaristischen Ethik von Peter Singer und der Rechte-Theorie von Tom Regan.
4. Gefühle und sozio-kognitive Fähigkeiten bei Tieren: Eine Übersicht über den aktuellen Stand der Verhaltensforschung bezüglich Bewusstsein, Gefühlen, Moral, sozialem Verhalten, Werkzeuggebrauch, Kultur, Sprache und Theory of Mind bei Tieren.
5. Ethische Konsequenzen für den Umgang mit Tieren: Die Synthese der vorangegangenen Kapitel, die aufzeigt, wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse über tierische Fähigkeiten unseren Umgang mit Nutztieren in Frage stellen.
6. Kinder und Tierethik: Eine Untersuchung des Verhältnisses von Kindern zu Tieren sowie eine Analyse von Kinderliteratur, die tierethisch relevante Themen thematisiert.
7. Resümee: Eine abschließende Betrachtung, die festhält, dass ein gewaltfreier Umgang mit Tieren derzeit utopisch ist, jedoch notwendige Schritte auf individueller und gesellschaftlicher Ebene aufgezeigt werden müssen.
Tierethik, Tierrechte, Speziesismus, Verhaltensforschung, Peter Singer, Tom Regan, sozio-kognitive Fähigkeiten, Bewusstsein, Tierversuche, industrielle Massentierhaltung, Tierethik in Kinderbüchern, Anthropozentrismus, Vegetarismus, Veganismus, Moral bei Tieren.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der moralischen Behandlung von Tieren und hinterfragt die tief verwurzelten gesellschaftlichen Praktiken, die zu deren Ausbeutung führen.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Tierethik, die philosophischen Grundlagen der Tierrechte sowie der aktuelle wissenschaftliche Forschungsstand zu tierischen Fähigkeiten und Emotionen.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob Tiere tatsächlich grundlegende Unterschiede zum Menschen aufweisen, die ihren Ausschluss aus der moralischen Gemeinschaft rechtfertigen, und wie eine ethisch vertretbare Beziehung zu Tieren aussehen könnte.
Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Arbeit, die sich auf Literaturanalysen aus der Tierethik, der Verhaltensforschung sowie Soziologie stützt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine philosophische fundierte Darstellung der Tierrechtsbewegung, eine detaillierte Auswertung verhaltensbiologischer Studien zu tierischen Kompetenzen und eine anschließende pädagogische Betrachtung, wie Kinder zu Tieren stehen.
Die zentralen Begriffe sind Tierethik, Tierrechte, Speziesismus, Verhaltensforschung sowie die Analyse menschlicher psychologischer Distanzierungsmechanismen gegenüber Tierleid.
Kinder werden als unvoreingenommene Beobachter untersucht; die Arbeit geht der Frage nach, ob bei Kindern eine weniger stark ausgeprägte speziesistische Denkweise vorliegt als bei Erwachsenen.
Die Autorin argumentiert, dass Sprache systematisch genutzt wird, um Tiere als "Ware" oder "nutzlos" zu kategorisieren und so die psychologische Distanzierung von ihrem Leiden aufrechtzuerhalten.
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