Masterarbeit, 2022
103 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Verortung
2.1 Emergency Remote Teaching in Abgrenzung zu E-Learning
2.2 Höherqualifizierte Geflüchtete
2.3 Wissenschaftliche Weiterbildung
3 Der aktuelle Forschungsstand und die Forschungsfrage(n)
3.1 Internationaler Forschungsstand
3.2 Nationaler Forschungsstand
3.3 Die Forschungsfrage(n) auf Basis des aufgezeigten Forschungsdefizits und das daraus resultierende Forschungsziel
4 Die wissenschaftliche Weiterbildung des Kontaktstudiums: Pädagogische Kompetenz in der Migrationsgesellschaft als Forschungsfeld
5 Methodische Vorgehensweise
5.1 Die Forschungsmethode: Qualitative Sozialforschung
5.2 Gütekriterien und Forschungsethik
5.3 Der präzise Forschungsgegenstand
5.4 Die Wahl der Interviewpartner*innen
5.5 Das leitfadengestützte teilnarrative Interview als Erhebungsinstrument
5.6 Die Aufbereitung der erhobenen Daten
5.7 Die qualitative Inhaltsanalyse als Auswertungsmethode
6 Datenauswertung mittels der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse und Darstellung der Ergebnisse
6.1 Case Summarys der Interviews
6.1.1 Case Summary Interview 1: „Online ist besser als nichts“
6.1.2 Case Summary Interview 2: „In Online habe ich das meiste nicht verstanden“
6.1.3 Case Summary Interview 3: „Wirklich super Erfahrung mit die Online“
6.1.4 Case Summary Interview 4: „Es hat mir gefallen, für mich war das ganz gut“
6.2 Auswertung der Interviews entlang der Kategorien
6.2.1 Auswertung der Kategorie Herausforderungen, Probleme und Nachteile in Bezug auf das ERT
6.2.2 Auswertung der Kategorie Chancen und Vorteile des ERTs
6.2.3 Auswertung der Kategorie Anpassungs- und Unterstützungsleistungen der Betroffenen in Bezug auf das ERT
6.2.4 Auswertung der Kategorie Wünsche und Verbesserungsvorschläge in Bezug auf das ERT
6.3 Zusammenfassende Ergebnisdarstellung
7 Optimierungsempfehlungen für zukünftiges ERT mit der Zielgruppe im Kontext wissenschaftlicher Weiterbildung
8 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterthesis untersucht die Auswirkungen des "Emergency Remote Teaching" (ERT) auf die Zielgruppe höherqualifizierter Geflüchteter in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Ziel ist es, spezifische Herausforderungen, Chancen und Bedürfnisse dieser vulnerablen Gruppe zu identifizieren, um auf Basis der aus leitfadengestützten Interviews gewonnenen Erkenntnisse konkrete Optimierungsempfehlungen für eine zielgruppenorientierte digitale Lehre zu entwickeln.
Die Forschungsmethode: Qualitative Sozialforschung
Die qualitative Sozialforschung umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher qualitativ ausgerichteter Verfahren und Methoden, die verschiedene grundlagentheoretische Positionen und unterschiedliche Erhebungs- und Auswertungsformen umfassen. Grundlegend kann unter qualitativer Sozialforschung die Erhebung nicht-standardisierter Daten mittels nicht-standardisierten Methoden verstanden werden, wobei die erhobenen Daten nicht mithilfe von statistischen, sondern mithilfe interpretativer Verfahren analysiert und ausgewertet werden (vgl. Rosenthal, 2015, S. 13ff.).
Zu Beginn einer qualitativen Sozialforschung stehen eine Fragestellung sowie ggf. Vorannahmen und vorläufige Konzepte (vgl. Przyborski & Wohlrab-Sahr, 2014, S. 1ff.). Im Kontrast zu quantitativen Forschungen, bei denen zu Beginn eine Hypothese aufgestellt wird, deren Überprüfung im Forschungsprozess im Fokus steht, zielen qualitative Forschungsmethoden meist auf die Generierung von Hypothesen und Theorien im Verlauf der Untersuchung anhand der erhobenen Daten ab. Der Fokus liegt auf dem Entdecken und Bilden von Hypothesen und gegenstandsbezogenen Theorien innerhalb des Datenmaterials (vgl. Flick, 2017, S. 257f.). Die Interpretation der Daten beruht dabei nicht auf Generalisierungen aufgrund einer numerischen Verallgemeinerung, sondern sie basiert „vielmehr auf einer Logik des Verallgemeinerns am Einzelfall“ (Rosenthal, 2015, S. 13.).
Qualitative Sozialforschung hat den Anspruch, sinnhaftes menschliches Handeln in der Alltagswelt und aus der Perspektive der Befragten zu erfassen (vgl. Reichertz, 2019, 35f.). Gegenstände qualitativer Sozialforschung sind demnach z.B. individuelle Einstellungen, subjektive Erfahrungen, soziale Ordnungsstrukturen und Lebenswelten der befragten Personen sowie deren Aufdeckung (vgl. Flick et al., 2017, S. 21f.) und deren Deutung (vgl. Reichertz, 2019, 35ff.). Dafür ist eine besondere Offenheit gegenüber den Lebenswelten und Sichtweisen der Beforschten bedeutsam (vgl. Flick et al., 2017, S. 17). Die Methoden zur Datenerhebung sind vielfältig, jedoch dominieren in der Forschungspraxis offene Befragungen, v.a. in Form von Interviews (vgl. Baur & Blasius, 2019, S. 15).
1 Einleitung: Beschreibt die pandemiebedingte Umstellung auf "Emergency Remote Teaching" (ERT) und leitet die Relevanz des Themas für die Zielgruppe der höherqualifizierten Geflüchteten im Bildungssektor ab.
2 Theoretische Verortung: Definiert die zentralen Begriffe "Emergency Remote Teaching", "höherqualifizierte Geflüchtete" und "wissenschaftliche Weiterbildung", um eine klare Begriffsbasis für die Untersuchung zu schaffen.
3 Der aktuelle Forschungsstand und die Forschungsfrage(n): Analysiert nationale und internationale Studien zum Bereich ERT, leitet daraus ein Forschungsdefizit ab und formuliert die leitende Forschungsfrage sowie die fünf Subforschungsfragen.
4 Die wissenschaftliche Weiterbildung des Kontaktstudiums: Pädagogische Kompetenz in der Migrationsgesellschaft als Forschungsfeld: Begründet die Wahl des Kontaktstudiums als Forschungsfeld, da es spezifisch auf die Bedarfe höherqualifizierter Geflüchteter zugeschnitten ist.
5 Methodische Vorgehensweise: Erläutert den Einsatz der qualitativen Sozialforschung, die Auswahl der Interviewpartner*innen sowie die Datenerhebung durch leitfadengestützte Interviews und deren Auswertung mittels strukturierender Inhaltsanalyse nach Kuckartz.
6 Datenauswertung mittels der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse und Darstellung der Ergebnisse: Präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung durch zusammenfassende Fallbeschreibungen (Case Summarys) und eine thematische Auswertung entlang der erarbeiteten Kategorien.
7 Optimierungsempfehlungen für zukünftiges ERT mit der Zielgruppe im Kontext wissenschaftlicher Weiterbildung: Leitet aus den Ergebnissen konkrete Handlungsempfehlungen für die Gestaltung zukünftiger digitaler oder hybrider Lernformate ab.
8 Fazit und Ausblick: Resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit, reflektiert das methodische Vorgehen und formuliert Ansatzpunkte für weiterführende Forschungsaktivitäten.
Emergency Remote Teaching, höherqualifizierte Geflüchtete, wissenschaftliche Weiterbildung, qualitative Sozialforschung, zielgruppenorientiertes ERT, E-Learning, Migrationsgesellschaft, Kontaktstudium, krisenbedingte Online-Lehre, soziale Partizipation, digitale Kompetenzen, Inhaltsanalyse nach Kuckartz, Pädagogik.
Die Arbeit untersucht, wie höherqualifizierte Geflüchtete in der wissenschaftlichen Weiterbildung das "Emergency Remote Teaching" (ERT) – also die kurzfristige Umstellung auf digitale Lehre während der Covid-19-Pandemie – erlebt haben.
Im Fokus stehen die Herausforderungen, Probleme und Chancen der digitalen Umstellung sowie die spezifischen Bedürfnisse der Teilnehmenden in Bezug auf Ausstattung, technische Kompetenzen und soziale Interaktion.
Das primäre Ziel ist es, aus den subjektiven Erfahrungen der Interviewten bedürfnisorientierte Optimierungsempfehlungen für eine zukünftige digitale oder hybride Lehre abzuleiten.
Es handelt sich um eine qualitativ-empirische Sozialforschung. Die Autorin hat leitfadengestützte teilnarrative Einzelinterviews mit vier geflüchteten Teilnehmenden geführt und diese mittels der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine methodische Herleitung, die Auswertung der Interviews entlang der vier Hauptkategorien (Herausforderungen/Probleme, Chancen/Vorteile, Anpassungsleistungen, Wünsche/Verbesserungsvorschläge) sowie der Ableitung von konkreten Optimierungsempfehlungen.
Kernbegriffe sind Emergency Remote Teaching, wissenschaftliche Weiterbildung, höherqualifizierte Geflüchtete, qualitative Sozialforschung und zielgruppenorientiertes ERT.
Das Kontaktstudium "Pädagogische Kompetenz in der Migrationsgesellschaft" eignet sich, da es ein explizites Angebot für die Zielgruppe höherqualifizierter Geflüchteter ist und aufgrund der Pandemie von Präsenz- auf digitale Lehre umstellen musste.
Die Untersuchung zeigt, dass fehlende oder unzureichende Medienkompetenzen eine zentrale Herausforderung darstellen. Viele Teilnehmende benötigen spezifische Unterstützung (z.B. durch Tutorials oder Leihgeräte), um an der digitalen Lehre erfolgreich teilnehmen zu können.
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