Bachelorarbeit, 2021
58 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Methodik und Aufbau der Arbeit
2 Armut und Ungleichheit
2.1 Dimensionen und Messung der Armut
2.1.1 Die ökonomische Dimension: Absolute und relative Armut
2.1.2 Messung der absoluten Armut
2.1.3 Problematik der Armutsmessung
2.1.4 Multidimensionaler Armutsbegriff
2.2 Ursachen für die Verstetigung von Armut in Entwicklungsländern
2.3 Einführung in das Konzept der ökonomischen Ungleichheit
2.3.1 Messung der Ungleichheit
2.3.2 Auswirkungen extremer Ungleichheit
3 Das Konzept des Wirtschaftswachstums
3.1 Entwicklung des Wirtschaftswachstums
3.2 Wachstumsdeterminanten
3.3 Instrumente zur Förderung des Wirtschaftswachstums
4 Armutsorientiertes Wachstum (Pro-Poor Growth)
4.1 Wirkungszusammenhänge zwischen Wachstum und Verteilung
4.2 Die Kuznets-Kurve
5 Methodischer Teil
5.1 Methodisches Vorgehen: Experteninterview
5.2 Wer sind die ExpertInnen?
5.3 Erhebungsinstrument: Der Interviewleitfaden
5.4 Ergebnisdarstellung
6 Fallbeispiel: Die Demokratische Volksrepublik Laos
6.1 Länderkontext
6.2 Wachstumstrends und Wirtschaftsentwicklung
6.2.1 Ausbau des Bergbau- und Energiesektors
6.2.2 Auswirkungen der Bauprojekte auf lokale Gemeinschaften
6.3 Armutsreduzierung und regionale Divergenzen
6.3.1 Ausprägung der multidimensionalen Armut
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Wirtschaftswachstum als Mittel zur nachhaltigen Armutsreduzierung am Beispiel der Demokratischen Volksrepublik Laos, wobei insbesondere die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Maßnahmen auf vulnerable Bevölkerungsgruppen und regionale Disparitäten analysiert werden.
6.2.2 Auswirkungen der Bauprojekte auf lokale Gemeinschaften
Neben den steigenden Wachstumsraten gehen mit den Bauprojekten auch Risiken und Gefahren für die Landbevölkerung einher. In ihrem Artikel „Bergbau für Wirtschaftswachstum in Laos – Wer profitiert?“ beschreibt Gindroz die extraktive Industrie des Landes wie folgt:
,,Im Kontext von Globalisierung und deregulierter, freier Marktwirtschaft ist Laos besonders attraktiv für Investoren, welche in erster Linie Interesse an der Maximierung kurzfristiger Profite mit niedrigen Pachtraten, Steuerbefreiungen, geringem Arbeitsschutz und mangelnden Umweltschutzrichtlinien haben. Den Preis dafür müssen jedoch die Dorfbevölkerungen und ihre Unterstützer zahlen.“ (2013, S. 8).
Im Rahmen der durchgeführten Experteninterviews wurde auf die Frage, ob die Bauprojekte der ausländischen Großinvestoren einen Beitrag für die lokale Bevölkerung leisten, überwiegend die Problematik der Arbeitsplatzschaffung genannt. Frau Dr. Bieri argumentiert diesbezüglich, dass durch die ausländischen Investitionsprojekte zwar Arbeitsplätze für die laotische Bevölkerung geschaffen werden, diese aber nur diejenigen betreffen, die ,,am schnellsten […] ersetzt werden können oder die austauschbar sind“ (Zeile 16, Anhang C). Ihrer Beobachtung zufolge haben die Laoten kaum Möglichkeiten, um qualifizierte Positionen innerhalb dieser Projekte anzunehmen.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die globale Bedeutung von Wirtschaftswachstum für die Armutsbekämpfung und definiert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Armut und Ungleichheit: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen der Armutsmessung und die Ursachen für die globale Armutsverstetigung sowie das Konzept der wirtschaftlichen Ungleichheit.
3 Das Konzept des Wirtschaftswachstums: Hier werden Definitionen, Entwicklungen und Determinanten des Wirtschaftswachstums sowie staatliche Fördermöglichkeiten diskutiert.
4 Armutsorientiertes Wachstum (Pro-Poor Growth): Dieses Kapitel analysiert das Konzept des pro-poor Wachstums und die Wechselwirkung zwischen Wirtschaftswachstum und Einkommensverteilung.
5 Methodischer Teil: Die Methodik beschreibt die Durchführung und Zielsetzung der Experteninterviews zur Untersuchung des Fallbeispiels Laos.
6 Fallbeispiel: Die Demokratische Volksrepublik Laos: Dieser Hauptteil analysiert die Wachstumstrends, die Auswirkungen von Großinvestitionen und die regionale Armutsentwicklung in Laos.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Notwendigkeit einer Kombination aus Wachstums- und Verteilungspolitik.
Wirtschaftswachstum, Armutsreduzierung, Pro-Poor Growth, Laos, Einkommensungleichheit, Multidimensionaler Armutsbegriff, Infrastrukturprojekte, Bergbausektor, Entwicklungsökonomik, Kuznets-Kurve, Soziale Disparitäten, Strukturwandel, Regierungsqualität, FDI, Nachhaltige Entwicklung
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Wirtschaftswachstum und Armutsreduzierung, wobei kritisch hinterfragt wird, ob rasant steigende Wachstumsraten zwangsläufig zu einem Abbau von Armut führen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Messung von Armut (ökonomisch vs. multidimensional), das Konzept der Einkommensungleichheit, die Bedeutung des Wirtschaftswachstums sowie die politische Steuerung und deren soziale Auswirkungen.
Das Ziel ist es, am Beispiel der Demokratischen Volksrepublik Laos zu untersuchen, welche wirtschaftspolitischen Strategien effektiv Armut bekämpfen können und ob das Wachstum dort eher als pro-poor oder pro-growth einzustufen ist.
Neben einer umfangreichen Literatur- und Theorieanalyse nutzt die Arbeit qualitative Methoden, namentlich Experteninterviews mit Fachleuten zur Einschätzung der wirtschaftlichen und sozialen Lage in Laos.
Der Hauptteil befasst sich mit den Wachstumstrends in Laos, insbesondere dem Bergbau- und Energiesektor, den Infrastrukturprojekten sowie den daraus resultierenden regionalen Ungleichheiten und den Konsequenzen für die ländliche Bevölkerung.
Wichtige Schlagworte sind Pro-Poor Growth, multidimensionale Armut, Laos, institutionelle Rahmenbedingungen und die kritische Distanz zum klassischen Trickle-down-Modell.
Laut der Studie wirken diese zwar wachstumsfördernd, führen jedoch oft zu sozialen Problemen, wie Landnahme und einer begrenzten Beschäftigungswirkung für die lokale Bevölkerung, da qualifizierte Positionen kaum besetzt werden.
Die Experten identifizieren strukturelle Probleme wie Korruption, Bürokratie und fehlende Transparenz, die verhindern, dass die Wachstumsgewinne breiter innerhalb der Bevölkerung verteilt werden.
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