Bachelorarbeit, 2016
92 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Jugend und Identität – ein Ordnungsversuch
2.1 Jugend
2.1.1 Entwicklungsstufen, -modelle und -aufgaben der Jugendphase
2.1.2 Ausgewählte Besonderheiten der Jugendphase
2.2 Identität
2.2.1 Einführung und geschichtlicher Abriss
2.2.2 Kernaspekte der Identität
2.2.3 Erik H. Erikson – Vater der Identitätsforschung
2.2.4 Erarbeitete Identität bei James E. Marcia
2.2.5 Die alltägliche Identitätsarbeit oder das Patchwork der Identitäten bei Heiner Keupp
2.3 Fazit
3. Veränderung der Lebenswirklichkeit – Mediatisierung des Alltags
4. Mediensozialisation, Social Web, und seine Nutzung
4.1 Begriffsklärung
4.1.1 Sozialisation und Mediensozialisation
4.1.2 Social Web und seine Angebote
4.2 Statistiken zur Nutzung des Social Webs
5. Analyse des Einflusses des Social Web auf die Identitätsarbeit von Jugendlichen
5.1 Nutzungsmotive
5.2 Einfluss auf das Verhalten Jugendlicher
5.3 Soziale und Parasoziale Beziehungen
5.4 Veränderung der Kommunikation, Sprache und Aneignungsprozesse
5.5 Narrationsangebote: Informationserschließung und Unterhaltung
5.6 Selbstausdruck und -präsentation: Experimentieren mit Rollen und Identitätsentwürfen
5.7 Risiken virtueller Teilhabe
6. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Social Webs auf die Identitätsarbeit von Jugendlichen in einer durch Digitalisierung und Individualisierung geprägten Lebenswelt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Jugendliche das Internet und seine verschiedenen Facetten im Prozess ihrer Identitätsbildung als Erprobungsraum nutzen und welche spezifischen Herausforderungen und Risiken sich daraus für ihre psychische Entwicklung ergeben.
Selbstausdruck und -präsentation: Experimentieren mit Rollen und Identitätsentwürfen
Neben den Orientierungsmustern bietet das Social Web im Gegensatz zu klassischen Medien die neuartige Möglichkeit sich selbst darzustellen und auszudrücken. So können Jugendliche im Social Web Entwürfe ihrer Identität präsentieren und auf soziale Akzeptanz und Tauglichkeit überprüfen (vgl. a. a. O., S. 89). Man wird sich selbst zum Objekt, wie Mead es der Identitätsfindung zugrund legte. Die Bedeutung der Selbst- und Fremdwahrnehmung für die Identität und den Selbstwert im jugendlichen Entwicklungsstadium wurde eingangs bereits beschrieben. Erikson nennt auch das „Erkannt-Werden“ als wichtigen Schritt zur eigenen positiven Identität.
Auch weiß man, dass das Streben nach einem positiven Selbstwert eine starke Motivationsquelle darstellt, welche die Arbeit an der eigenen Identität vorantreibt (vgl. Schramm & Hartmann, 2010, S. 204). Gerade die Meinungen anderer im Verhältnis zu sich selbst und soziale Anerkennung sind für die Identitätsfindung von immenser Bedeutung. Dies überträgt sich zwangsläufig auch in den virtuellen Raum des Social Webs. Gerade das Erstellen eigener Inhalte bietet eine geradezu einladende und für viele auch einmalige Gelegenheit, sich „mit seinen Leistungen, Fähigkeiten und Interessen öffentlich darzustellen“ (Ebersbach et al., 2016, S. 229).
1. Einleitung: Das Kapitel führt in das Thema ein, indem es die rasante Veränderungsdynamik der heutigen Lebenswelt und deren Auswirkungen auf die Identitätsfindung Jugendlicher skizziert.
2. Jugend und Identität – ein Ordnungsversuch: Hier werden zentrale theoretische Modelle der Psychologie (Erikson, Havighurst, Marcia) und Soziologie (Keupp, Mead) vorgestellt, um das Konstrukt der Identitätsbildung im Jugendalter zu definieren.
3. Veränderung der Lebenswirklichkeit – Mediatisierung des Alltags: Dieser Abschnitt beschreibt den gesellschaftlichen Wandel hin zur Mediatisierung als fundamentale Anforderung an die Lebensführung heranwachsender Menschen.
4. Mediensozialisation, Social Web, und seine Nutzung: Das Kapitel definiert die Begriffe Mediensozialisation und Social Web und gibt einen Überblick über die Bedeutung digitaler Medien sowie statistische Daten zur Nutzung durch Jugendliche.
5. Analyse des Einflusses des Social Web auf die Identitätsarbeit von Jugendlichen: Der Hauptteil untersucht detailliert, wie Motive, soziales Verhalten, Kommunikation und Selbstdarstellung durch das Social Web beeinflusst werden und welche Risiken dabei entstehen.
6. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Chancen und Gefahren, die das Patchwork der Identitäten in einer durch digitale Medien durchdrungenen Multioptionsgesellschaft birgt.
Identität, Identitätsarbeit, Jugend, Adoleszenz, Social Web, Mediensozialisation, Mediatisierung, Selbstpräsentation, Digitale Identität, Identitätskrise, Soziale Netzwerke, Peergroup, Patchwork-Identität, Individualisierung, Selbstbild
Die Arbeit befasst sich mit der Identitätsfindung von Jugendlichen in einer digital mediatisierten Welt, insbesondere unter dem Einfluss des sogenannten Social Webs.
Die Themenfelder umfassen die psychologische Entwicklungspsychologie der Jugendphase, mediensoziologische Theorien zur Online-Nutzung sowie die Untersuchung, wie Jugendliche soziale Netzwerke zur Identitätskonstruktion verwenden.
Die Forschungsfrage adressiert, wie die Mediatisierung des Alltags und die Nutzung des Social Webs die Identitätsbildung und das Selbstbild von Jugendlichen heute verändern und welche Auswirkungen dies hat.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Synthese aktueller entwicklungspsychologischer und mediensoziologischer Ansätze basiert.
Der Hauptteil analysiert die Mechanismen hinter dem Social Web, wie etwa Nutzungsmotive, die Bedeutung von parasozialen Beziehungen, die Veränderung der Sprache und Kommunikation sowie die Risiken des ständigen sozialen Vergleichs.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Identitätsarbeit, Jugend, Patchwork-Identität, Mediatisierung und Soziale Netzwerke.
Das Social Web bietet Jugendlichen einen Raum zur Kontaktpflege und Koordination ihrer Peer-Beziehungen, dient aber auch als Ort für parasoziale Interaktionen mit Medienidolen, die als Projektionsflächen für eigene Identitätsentwürfe dienen.
Die Arbeit beleuchtet das Spannungsfeld zwischen dem Autonomiebestreben Jugendlicher und der elterlichen Kontrolle. Jugendliche wünschen sich im digitalen Raum oft eine „Experimentierzone“ ohne elterliche Einmischung, was zu Konflikten führen kann, wenn Eltern versuchen, das Online-Verhalten ihrer Kinder zu überwachen.
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