Masterarbeit, 2022
87 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Meteorologie, Aeronomie, Klimatologie
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Korrelation zwischen der Umgebungstemperatur mit der Übersterblichkeit
2.2 Korrelation zwischen Thom’s „Discomfort Index“ als kombinierter Indize mit der Übersterblichkeit
3 Datenbeschreibung
3.1 Beschreibung der meteorologischen Daten und Stationen
3.2 Beschreibung der Mortalitäts- und Bevölkerungsdaten
4 Methodik
4.1 Meteorologische Daten
4.2 Thom’s Discomfort Index
4.3 Mortalitäts- und Bevölkerungsdaten
5 Ergebnisse
5.1 Korrelation perzentilbasierter Indizes mit der Mortalität in Bayern
5.1.1 Hitzebasierte Indizes
5.1.2 Kältebasierte Indizes
5.2 Thom’s Discomfort Index als kombinierter Index auf die Mortalität in Bayern
5.2.1 Thom’s „Discomfort Index“ auf Basis der TMK
5.2.2 Thom’s „Discomfort Index“ mit der TXK
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen extremen Temperaturen (Hitze und Kälte) sowie dem „Discomfort Index“ und der Übersterblichkeit in Bayern unter Berücksichtigung von Verzögerungseffekten, um differenziertere Erkenntnisse für die Gesundheitsvorsorge bei Extremereignissen zu gewinnen.
1 Einleitung
Der Klimawandel und insbesondere die Folgen sind als die größte globale Bedrohung des 21. Jahrhunderts anerkannt (Watts et al. 2015:1861-1865). Es gibt zahlreiche Studien, die die Veränderungen der Temperatur verifizieren können. Es ist bewiesen, dass die Temperatur im globalen Mittel ansteigt und dadurch vor allem auch extreme Temperaturereignisse häufiger und intensiver auftreten werden (Han et al. 2017:1-2).
Insbesondere extreme Temperaturen sollen erhebliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben und eine erhöhte Übersterblichkeit hervorrufen. Es gibt zahlreiche epidemiologische Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Umgebungstemperatur und dem Einfluss auf die verfrühte Mortalität und Morbidität feststellen können (Gaspirrini et al. 2015:369-370, Ye et al. 2012:19-21, Chen et al. 2018:1-2). Das wissenschaftliche Interesse an dem Zusammenhang ist durch das durch den Klimawandel verursachten immer häufiger auftretenden Ereignisse der Extrembedingungen angestiegen. Insbesondere die Betrachtung der Temperaturperzentile wird häufig verwendet, um das lokale Klima des Untersuchungsortes berücksichtigen zu können. Es ist zu erkennen, dass die Übersterblichkeit ab einer gewissen Temperatur eine exponentielle Korrelation aufweist und stark erhöhte Sterblichkeitsraten auftreten (Gasparrini et al. 2015:371). Demnach wird sich in dieser Arbeit auf Temperaturextreme fokussiert, die sich durch die Betrachtung perzentilbasierter Analyse äußern. Da es einen erheblichen Unterschied zwischen trockener Hitze und feuchter Hitze gibt wird des Weiteren der Unbehaglichkeitsindex nach Thom verwendet, um vor allem den Effekt der feuchten Hitze darstellen zu können.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf extreme Temperaturen sowie Definierung der Forschungsziele hinsichtlich der Korrelation von Hitze/Kälte und Übersterblichkeit.
2 Grundlagen: Darstellung des wissenschaftlichen Konsenses zu den gesundheitlichen Risiken extremer Temperaturen und theoretische Fundierung des „Discomfort Index“.
3 Datenbeschreibung: Vorstellung der verwendeten meteorologischen Daten vom Deutschen Wetterdienst sowie der Mortalitäts- und Bevölkerungsdaten des bayerischen Landesamts für Statistik.
4 Methodik: Erläuterung des methodischen Vorgehens zur Berechnung perzentilbasierter Indizes, des „Discomfort Index“ und der statistischen Analyse von Verzögerungseffekten.
5 Ergebnisse: Detaillierte statistische Analyse der Korrelationen zwischen gewählten Temperaturindizes und der Übersterblichkeit in Bayern, gegliedert nach Hitzetagen, Kältetagen und dem „Discomfort Index“.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Notwendigkeit für zukünftige Anpassungsstrategien angesichts weiter steigenderTemperaturen.
Klimawandel, Übersterblichkeit, Temperaturperzentile, Discomfort Index, Hitzeereignisse, Kälteextrem, Mortalität, Verzögerungseffekt, Ernteeffekt, Bayern, Meteorologie, Physiologische Belastung, relative Luftfeuchtigkeit, Gesundheitsprävention, Statistische Korrelation.
Die Masterarbeit analysiert, wie extreme Wetterbedingungen, spezifisch Hitze und Kälte, die Mortalitätsraten in Bayern beeinflussen und inwiefern diese klimatischen Faktoren als Indikatoren für gesundheitliche Risiken dienen können.
Zentrale Themen sind die Korrelation zwischen Umgebungstemperaturen, die Differenzierung nach Hitze- und Kälteextremen sowie der Einsatz des „Discomfort Index“ zur Erfassung von feuchter Hitze.
Ziel ist es, Erkenntnisse über die Korrelation zwischen Wetterextremen und Übersterblichkeit zu generieren, um genauere Aussagen über Gesundheitsrisiken in Bayern treffen zu können.
Die Arbeit nutzt perzentilbasierte Temperaturanalysen, die Berechnung von „Thom’s Discomfort Index“ sowie die statistische Auswertung von Verzögerungseffekten (Lags) und relativen Mortalitätsrisiken.
Der Hauptteil gliedert sich in die Datenbeschreibung, die methodische Herangehensweise und die detaillierte Ergebnispräsentation der verschiedenen Perzentil-Analysen und Discomfort-Index-Berechnungen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Übersterblichkeit, Temperaturperzentile, Discomfort Index, Verzögerungseffekt und Ernteeffekt.
Feuchte Hitze stellt eine besondere Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar, da die Schwüle die körpereigene Thermoregulation durch verminderte Schwitzeffizienz einschränkt.
Der Harvesting-Effekt bezeichnet die Beobachtung, dass auf Perioden erhöhter Sterblichkeit bei extremen Wetterereignissen oft Perioden niedrigerer Sterblichkeit folgen, da die besonders anfällige Bevölkerung bereits verstorben ist.
Die Arbeit zeigt, dass warme Nächte, die keine ausreichende Abkühlung zulassen, signifikant zu einer erhöhten Mortalität beitragen, da der Körper sich nicht erholen kann.
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