Bachelorarbeit, 2021
86 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG / PROBLEMSTELLUNG
2 HINTERGRÜNDE ÜBER LOGOPÄDISCHE PALLIATIVARBEIT
2.1 STÖRUNGSBILDER DER LOGOPÄDIE, DIE EINE PALLIATIV-LOGOPÄDISCHE THERAPIE ERFORDERN KÖNNEN.
2.2 LOGOPÄDISCHER FOKUS IN DER PALLIATIVARBEIT
2.3 PARADIGMENWECHSEL IN DER LOGOPÄDISCHEN ZIELSETZUNG
3 STUDIEN UND ENTWICKLUNGEN ÜBER LOGOPÄDISCHE RELEVANTE MAßNAHMEN IN DER PALLIATIVEN MITVERSORGUNG
3.1 ÜBERBLICK ÜBER AUSGEWÄHLTE THERAPIEANSÄTZE IN DER PALLIATIVEN LOGOPÄDISCHEN ARBEIT
3.1.1 AUSTRALISCHER ANSATZ 'GETTING COMFORTABLE WITH COMFORT FEEDING'
3.1.2 SCHWEIZERISCHER ANSATZ 'INTERVENTIONEN BEI SPEICHELMANAGEMENT'
3.1.3 DEUTSCHER ANSATZ 'PALLIATIVE ATEMTHERAPIE'
3.1.4 AMERIKANISCHER ANSATZ 'LAST WORDS, LAST CONNECTIONS -VOICE BANKING-AN AAC-STRATEGY FOR SLPS'
4 VORSTELLUNG DER METHODIK DER BEFRAGUNG
4.1 ART DER BEFRAGUNG
4.2 ART DER STICHPROBENBILDUNG
4.3 ERHEBUNGSFORM
4.4 ÜBERBLICKSARTIGE, DESKRIPTIVE DARSTELLUNG DER FRAGEN AN DAS EXPERTENFORUM
4.5 DATENSCHUTZERKLÄRUNG
4.6 AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE
5 DARSTELLUNG DER UMFRAGEERGEBNISSE
5.1 ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER DIE TEILNEHMERINNEN
5.2 BERUFLICHE SCHWERPUNKTE DER TEILNEHMERINNEN
5.3 AUSMAß DES BEDARFES AN LOGOPÄDISCHER PALLIATIVARBEIT
5.4 RAHMENBEDINGUNGEN DER PALLIATIVARBEIT
5.5 THERAPIEINDIKATIONEN DER LOGOPÄDISCHEN MAßNAHMEN
5.6 LOGOPÄDISCHE DIAGNOSTIK IN DER PALLIATIVARBEIT
5.7 THERAPIEINHALTE DER LOGOPÄDISCHEN PALLIATIVARBEIT
5.8 ABSOLVIERTE FORTBILDUNGSMAßNAHMEN ZUM THEMA 'PALLIATIVE THERAPIE'
5.9 ANGABEN ÜBER THERAPIEVERLÄUFE
5.9.1 FEEDBACK-KATEGORIE: PARADIGMENWECHSEL IN DER LOGOPÄDIE
5.9.2 FEEDBACK-KATEGORIE: WERTSCHÄTZUNG DER THERAPIE
5.9.3 FEEDBACK-KATEGORIE: MANGELNDE KENNTNIS ÜBER RELEVANZ DER THERAPIE
5.9.4 FEEDBACK-KATEGORIE: ARBEITSKONFLIKTE
5.10 INTERDISZIPLINÄRE ZUSAMMENARBEIT IN DER PALLIATIVARBEIT
5.11 WÜNSCHE UND VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE FÜR DIE PALLIATIVE, LOGOPÄDISCHE ARBEIT
6 DISKUSSION
7 SCHLUSSFOLGERUNGEN / AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie palliative logopädische Therapieansätze in der aktuellen Berufspraxis von Logopädinnen und Logopäden umgesetzt werden, identifiziert bestehende Herausforderungen und beleuchtet den Bedarf an einer stärkeren Integration dieses Fachgebiets in Ausbildung und Leitlinien.
3.1.1 Australischer Ansatz 'getting comfortable with comfort feeding'
Der Artikel, der diese australische Reflexion darlegt, ist vor allem eine Auseinandersetzung mit der Gratwanderung, die die Betreuung der Ernährungssituation eines Palliativpatienten mit sich bringt. Die Autoren Kelly et al. betonen, dass legale und ethische Herausforderungen der palliativen Arbeit selbstverstehend innewohnen. Logopädinnen, die insbesondere beabsichtigen, eine patientenzentrierte palliative Begleitung anzubieten, sind demnach gut beraten, sich mit der juristischen Seite medizinischer Behandlung und deren Grenzen sowie den regional geltenden Rechtsverordnungen auseinanderzusetzen.
Die Autoren beschreiben beispielhaft folgende ethische Grenzsituationen, mit denen Therapeutinnen umgehen müssen:
- die bewusste Entscheidung des Patienten / der Angehörigen zur oralen Aufnahme von Speisen und Getränken, die eine hohes Aspirationsrisiko mit sich bringen
- Verweigerung oder Entfernung künstlicher Ernährungsmethoden
- Verweigerung jeglicher oralen Aufnahme
Um den Patienten und deren Angehörige umfassend und sicher in der Dysphagietherapie begleiten zu können, wurde von den australischen SLPs ein Fragenkatalog entworfen, der praktizierenden Therapeuten helfen kann, die eigenen Arbeit zu reflektieren und bezüglich kritischer Punkte zu legalisieren.
1 EINLEITUNG / PROBLEMSTELLUNG: Definiert die palliative Logopädie als junges Randgebiet und begründet die Notwendigkeit von mehr Erfahrungsberichten sowie einer besseren strukturellen Verankerung.
2 HINTERGRÜNDE ÜBER LOGOPÄDISCHE PALLIATIVARBEIT: Analysiert den wachsenden Versorgungsbedarf aufgrund demografischer Veränderungen und definiert den logopädischen Fokus sowie Rollenkonflikte im palliativen Kontext.
3 STUDIEN UND ENTWICKLUNGEN ÜBER LOGOPÄDISCHE RELEVANTE MAßNAHMEN IN DER PALLIATIVEN MITVERSORGUNG: Bietet einen Überblick über internationale Konzepte wie Comfort Feeding, Speichelmanagement, Atemtherapie und Voice Banking inklusive deren Zielen.
4 VORSTELLUNG DER METHODIK DER BEFRAGUNG: Beschreibt das zugrundeliegende Studiendesign, die Charakteristik der Expertenbefragung sowie die Art der Stichprobenbildung durch Online-Foren.
5 DARSTELLUNG DER UMFRAGEERGEBNISSE: Präsentiert und kategorisiert detailliert die empirischen Daten zur Ausbildung der Teilnehmerinnen, Versorgungsorten, Therapieindikationen, diagnostischen Vorgehensweisen und interdisziplinären Erfahrungen.
6 DISKUSSION: Synthetisiert die Studienergebnisse und leitet aus dem Abgleich mit der Literatur Bedarfe für die zukünftige Gestaltung der palliativen Logopädie ab.
7 SCHLUSSFOLGERUNGEN / AUSBLICK: Führt die Erkenntnisse zusammen und empfiehlt die Integration des Themas in Curricula sowie die Konzepterstellung zur besseren interdisziplinären Zusammenarbeit.
Palliative Logopädie, Dysphagie, Komfort, Kommunikation, Interdisziplinarität, Schluckstörung, Palliativversorgung, Voice Banking, Therapieansätze, Logopädie, Versorgungsbedarf, Ethik, Patientenorientierung, Therapieindikation, Berufspraxis.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der noch jungen Disziplin der "palliativen Logopädie". Sie analysiert, wie Logopädinnen und Logopäden mit palliativen Patienten arbeiten, welche Therapieansätze sie dabei nutzen und welchen Herausforderungen sie im Praxisalltag gegenüberstehen.
Zentral sind die Bereiche Kommunikation und Dysphagiemanagement. Daneben wird intensiv die interdisziplinäre Zusammenarbeit, der Paradigmenwechsel im therapeutischen Selbstverständnis und die ethische Begleitung von Patienten am Lebensende thematisiert.
Das Hauptziel ist es, einen Überblick über palliative logopädische Therapieansätze zu geben und durch eine Expertenumfrage aufzuzeigen, wie diese in der aktuelle Berufspraxis Anwendung finden, um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Die Studie nutzt einen Methodenmix. Zunächst findet eine umfassende Literaturrecherche internationaler Fachquellen statt. Parallel dazu wurde eine quantitative und teilweise qualitative Online-Expertenbefragung unter 106 medizinischen Fachkräften durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung internationaler Konzepte (wie z.B. australisches Comfort Feeding oder amerikanisches Voice Banking) und die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Umfrageergebnisse zur logopädischen Praxis.
Wesentliche Begriffe sind Palliative Logopädie, Dysphagie, interdisziplinäre Versorgung, Kommunikation, Schluckstörungen und die Anpassung therapeutischer Ziele an den progredienten Krankheitsverlauf.
Die Arbeit kritisiert, dass palliative Themen bisher kaum in den maßgeblichen Heilmittelrichtlinien und Curricula verankert sind. Die Autorin plädiert daher für eine explizite Aufnahme, um die Versorgungssicherheit für diese Patienten zu erhöhen.
Die Befragten gaben an, dass insbesondere im ambulanten Bereich Zeitmangel, unzureichende Vergütung für Abstimmungsgespräche und ein teilweise mangelndes Verständnis für die Bedeutung der Logopädie in der Terminalphase bei Ärzten und Pflegekräften die Zusammenarbeit erschweren.
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